Hund Kommt Nicht Wenn Ich Ihn Rufe

Hach ja, der Hund. Unser bester Freund, treuer Begleiter, Fellknäuel auf vier Pfoten. Und manchmal… ein absoluter Sturkopf. Kennen wir das nicht alle? Da steht man im Park, die Sonne scheint, der Wind weht sanft – und der geliebte Vierbeiner? Der schnüffelt lieber genüsslich am Grasbüschel, als auf unser liebevolles „Hier!“ zu reagieren. Hund kommt nicht wenn ich ihn rufe. Ein Drama in drei Akten!
Die Ignoranz des Fellmonsters
Stellen wir uns vor: Der Park ist voller Hunde, alle toben, spielen, sind einfach nur glücklich. Nur unser Fido? Der hat gerade eine Ameisenstraße entdeckt und führt mit größter Akribie eine wissenschaftliche Studie über das Sozialverhalten von Ameisen durch. Wir rufen: „Fido! Hiiiier! Feiiiin! Komm jetzt!“ Nichts. Absolut gar nichts. Er hebt vielleicht kurz den Kopf, schenkt uns einen gelangweilten Blick und widmet sich dann wieder seiner Forschung. Manchmal fühle ich mich, als würde ich gegen eine Wand reden. Eine sehr haarige, liebenswerte Wand, aber trotzdem eine Wand.
Die Superkräfte des Wegschauens
Ich bin fest davon überzeugt, dass Hunde Superkräfte haben. Eine davon ist die Fähigkeit, Rufe zu ignorieren. Und zwar nicht einfach nur zu ignorieren, sondern so, als ob sie sie gar nicht hören würden. Als ob der Schall meine Stimme gar nicht erreichen würde. Manchmal denke ich, er hat einfach die Ohren ausgeschaltet. Wie ein Fernseher mit Stummschaltung. Man sieht das Bild, aber der Ton ist weg. Und ich stehe da, wie der letzte Depp, und rufe ins Leere. Andere Hundebesitzer schauen mitleidig, manche amüsiert. Man fühlt sich, als ob man gerade eine öffentliche Demütigung erster Klasse erlebt.
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Die Lockmittel-Strategie
Aber was tun, wenn der Hund einfach nicht kommt? Wir müssen kreativ werden! Die Lockmittel-Strategie ist oft die letzte Rettung. Das Lieblingsleckerli wird gezückt, die Stimme wird extra lieb und freundlich, fast schon übertrieben. „Fidoooo, wer will ein gaaanz tolles Leckerli? Komm schnell!“ Manchmal klappt es. Manchmal auch nicht. Dann dreht sich Fido um, sieht das Leckerli, überlegt kurz, ob es sich lohnt, seine Ameisenforschung zu unterbrechen, und entscheidet sich dann… für die Ameisen. Autsch!

Einmal habe ich sogar versucht, ihn mit seinem Lieblingsspielzeug zu locken. Ein quietschender Gummi-Igel. Ich habe gequietscht, er hat mich angeschaut, den Igel angeschaut und dann… beschlossen, lieber weiter an einem alten Knochen zu nagen. Ich schwöre, ich habe in diesem Moment eine kleine Träne verdrückt.
Die ultimative Demütigung
Der Gipfel der Peinlichkeit ist erreicht, wenn man sich selbst auf allen Vieren wiederfindet, um den Hund zu locken. Ja, ich habe es getan. Ich habe mich hinkniet, habe gequietscht, habe gewufft (ich gebe es zu!), habe Leckerli vor mir auf den Boden gelegt und versucht, Fido dazu zu bewegen, zu mir zu kommen. Und was macht er? Er schaut mich an, als ob ich total verrückt wäre. Dann nimmt er sich genüsslich das Leckerli, nagt daran und entfernt sich langsam wieder in Richtung Ameisenstraße.
„Okay, Fido“, denke ich dann, „Du hast gewonnen. Aber ich gebe nicht auf!“

Die Lösung? Vielleicht einfach Liebe!
Vielleicht gibt es keine perfekte Lösung. Vielleicht ist es einfach die Natur des Hundes, manchmal stur zu sein. Vielleicht ist es auch unsere Schuld, weil wir nicht konsequent genug trainiert haben. Oder vielleicht… vielleicht liebt er uns einfach so sehr, dass er weiß, dass wir ihm sowieso hinterherlaufen werden. Wer weiß?
Ehrlich gesagt, egal wie oft mein Hund nicht kommt, wenn ich ihn rufe, ich liebe ihn trotzdem. Er ist mein bester Freund, mein treuer Begleiter und mein persönlicher Comedy-Star. Und mal ehrlich, ohne diese kleinen Dramen wäre das Leben doch auch langweilig, oder? Also, lasst uns lachen, auch wenn der Hund mal wieder seinen eigenen Kopf hat. Denn am Ende des Tages ist er es wert. Jedes Leckerli, jedes „Hiiiier!“, jeder Lachkrampf. Und wer weiß, vielleicht kommt er ja beim nächsten Mal… oder auch nicht. Aber das ist ja das Schöne daran, oder?
