Hp Color Laserjet Pro Mfp M277dw Druckt Zu Dunkel

Es begann mit einem leisen Murren. Nicht von mir, wohlgemerkt, sondern von Hildegard. Hildegard ist meine HP Color LaserJet Pro MFP M277dw. Ja, ich gebe zu, ich nenne meine Geräte beim Namen. Man muss doch eine Beziehung pflegen, oder nicht?
Hildegard und ich hatten eine gute Zeit. Flotte, farbenfrohe Ausdrucke. Knackige Präsentationen. Und dann, ganz plötzlich, dieses Murren. Und das Ergebnis: Dunkelheit. Nicht philosophische Dunkelheit, sondern ganz profane, tintenschwarze Ausdrucke. Meine sonnigen Urlaubsfotos sahen aus, als wären sie in einem Kohlebergwerk entstanden. Meine strahlenden Marketing-Materialien wirkten plötzlich… düster.
Ich bin kein Technikexperte. Meine Fähigkeiten beschränken sich darauf, den Stecker in die Steckdose zu stecken und notfalls den "Ein/Aus"-Knopf zu finden. Also googelte ich: "HP Color LaserJet Pro MFP M277dw druckt zu dunkel". Das Internet spuckte eine Flut von Ratschlägen aus, von denen ich gefühlt 90% nicht verstand. Irgendwas von Farbprofilen, Kalibrierung und Firmware-Updates. Klingt alles nach einer Operation am offenen Herzen, nur eben für Drucker.
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Mein erster Impuls war, Hildegard einfach in die Ecke zu stellen und ihr ein "wohlverdientes" Rentnerdasein zu gönnen. Aber da hing ich ja emotional dran. Hildegard hatte schon so viele Steuererklärungen, Geburtstags-Einladungen und – ja, auch – düstere Marketing-Materialien gedruckt. Also beschloss ich, mich dem Problem zu stellen. Bewaffnet mit einer Tasse Kaffee und einer gehörigen Portion gutem Willen.
Die erste Maßnahme: Die Tonerkartuschen überprüfen. Vielleicht hatte ja jemand heimlich schwarze Farbe nachgefüllt? Aber nein, alles in Ordnung. Dann die Druckeinstellungen. Vielleicht hatte ich aus Versehen den "Kohleminen-Modus" aktiviert? Auch Fehlanzeige. Langsam stieg die Verzweiflung in mir auf.

Da fiel mein Blick auf das Display von Hildegard. Da stand etwas von "Reinigung". Hmm… vielleicht war das ja die Lösung? Hildegard putzte sich intern, und ich wartete gespannt. Nach einigen Minuten ratterte und brummte sie zufrieden vor sich hin. Dann spuckte sie ein Testblatt aus. Und siehe da: Die Farben waren wieder da! Zwar noch nicht perfekt, aber deutlich besser als vorher.
Ich jubelte innerlich. "Bravo, Hildegard!" Ich hatte ihr beigebracht, sich selbst zu putzen. Eine Fähigkeit, die ich mir übrigens auch aneignen sollte… Aber das ist eine andere Geschichte.

Allerdings war das Problem noch nicht ganz behoben. Die Ausdrucke waren immer noch etwas zu dunkel. Also las ich weiter im Internet. Irgendwo stand etwas von "eco-Modus". Und tatsächlich! Ich hatte aus purer Sparsamkeit diesen Modus aktiviert, der die Farben etwas dämpft, um Toner zu sparen. Deaktiviert, und voilà! Hildegard strahlte wieder in voller Farbpracht.
Die Moral von der Geschicht’: Manchmal sind die Lösungen einfacher, als man denkt. Und manchmal muss man einfach nur mit seinem Drucker reden – oder ihn zumindest liebevoll "Hildegard" nennen.

Die ganze Sache hatte aber auch etwas Gutes. Durch Hildegards kleine "Dunkelheits-Krise" habe ich gelernt, mich etwas intensiver mit meinem Drucker auseinanderzusetzen. Ich weiß jetzt, wie man die Düsen reinigt, den Eco-Modus deaktiviert und sogar, was ein Farbprofil ist (obwohl ich es immer noch nicht ganz verstehe). Und vor allem: Ich weiß, dass Hildegard und ich ein starkes Team sind. Auch wenn sie mich manchmal in den Wahnsinn treibt.
Und das nächste Mal, wenn meine Urlaubsfotos wieder aussehen, als wären sie in einem Kohlebergwerk entstanden, weiß ich genau, was zu tun ist. Danke, Hildegard.
Manchmal muss man einfach nur mit seinem Drucker reden.
P.S.: Ich überlege, ob ich auch meinen Toaster taufen soll. Vielleicht "Alfred" oder "Brigitte". Wer weiß, was für Abenteuer uns dann erwarten… Vielleicht knusprige Toastscheiben, die plötzlich zu dunkel sind? Die Vorstellung ist jedenfalls amüsant.
