How To Write A Characterisation

Charakterisierung – klingt erstmal nach Germanistik-Seminar, aber keine Sorge, wir machen's entspannt. Stell dir vor, du backst einen Kuchen. Die Zutaten sind deine Ideen, die Technik ist das Rezept, und die Charakterisierung? Das ist die Glasur, die deinem Kuchen (aka deiner Geschichte) erst den richtigen Geschmack verleiht. Ohne sie schmeckt's halt... irgendwie nach Pappe. Und wer will schon einen Pappkuchen?
Die Zutaten: Was macht eine gute Figur aus?
Zunächst einmal: Vergiss Klischees! Der Superheld muss nicht immer perfekt sein und die böse Stiefmutter nicht immer hässlich. Denk an Breaking Bad: Walter White ist ein Chemielehrer, der zum Drogenboss wird. Niemand hätte das erwartet!
Also, welche "Zutaten" brauchst du? Hier ein paar Ideen:
Must Read
- Name: Klingt banal, aber ein Name kann viel aussagen. Ein "Wolfgang" strahlt etwas anderes aus als ein "Kevin", oder?
- Aussehen: Nicht nur "hübsch" oder "hässlich". Beschreibe Details: Hat er/sie Narben? Eine ungewöhnliche Frisur? Trägt er/sie immer die gleiche Kette?
- Persönlichkeit: Ist er/sie optimistisch? Pessimistisch? Sarkastisch? Introvertiert? Extrovertiert? Denk an die Myers-Briggs-Typenindikatoren (MBTI) – das kann helfen!
- Hintergrundgeschichte: Was hat er/sie erlebt? Welche Traumata hat er/sie bewältigt? Warum ist er/sie so, wie er/sie ist? Jede Figur hat eine Geschichte!
- Ziele & Motivationen: Was will er/sie erreichen? Was treibt ihn/sie an? Geld? Liebe? Anerkennung?
- Stärken & Schwächen: Niemand ist perfekt. Auch Superhelden haben ihre Schwächen. Das macht sie erst menschlich.
- Beziehungen: Wie geht er/sie mit anderen Menschen um? Hat er/sie Freunde? Familie? Feinde?
Kleiner Fun Fact: Wusstest du, dass viele Autoren ihre Charaktere auf realen Personen basieren? Manchmal ist es der Nachbar, manchmal der nervige Kollege, manchmal einfach eine Mischung aus verschiedenen Leuten.
Das Rezept: Wie setzt man die Zutaten zusammen?
Okay, du hast deine Zutaten. Jetzt geht's ans "Kochen". Bedeutet: Wie präsentierst du deine Figur dem Leser?
Show, don't tell! Das ist das A und O. Statt zu sagen "Er war wütend", beschreibe, wie er die Faust ballt oder wie seine Augen dunkler werden.

Dialoge: Lass deine Figur sprechen! Was sie sagt und wie sie es sagt, verrät viel über ihren Charakter. Achte auf Slang, Dialekt und typische Redewendungen.
Handlungen: Wie verhält sich die Figur in bestimmten Situationen? Wie reagiert sie auf Stress? Was tut sie, wenn niemand zuschaut? Das sind die Momente, die wirklich zählen.
Innere Monologe: Was denkt die Figur? Was fühlt sie? Gib dem Leser Einblick in ihre Gedankenwelt. Aber übertreib es nicht – zu viel "Gedanken-Overload" kann langweilig sein.

Die "fünf Sinne": Beschreibe, wie deine Figur die Welt wahrnimmt. Was sieht, hört, riecht, schmeckt und fühlt sie? Das macht die Figur lebendiger und authentischer.
Praktischer Tipp: Schreibe eine Kurzgeschichte aus der Perspektive deiner Figur. Das hilft dir, dich in sie hineinzuversetzen und ihre Motivationen besser zu verstehen.
Die Glasur: Der Feinschliff für den perfekten Charakter
Deine Figur steht. Aber jetzt kommt der Feinschliff. Frag dich: Was macht diese Figur einzigartig? Was unterscheidet sie von allen anderen Figuren?

Denk an kleine Details: Eine bestimmte Art zu lachen, eine Angewohnheit, an den Haaren zu spielen, ein Lieblingsgetränk, ein komischer Aberglaube.
Denk an kulturelle Referenzen: Was hört deine Figur für Musik? Welche Filme schaut sie? Welche Bücher liest sie? Das verrät viel über ihren Geschmack und ihre Werte.
Und vergiss nicht: Charaktere entwickeln sich. Im Laufe der Geschichte sollten sie sich verändern und wachsen. Sonst wirkt alles statisch und langweilig.

Letzter Tipp: Lass andere deine Charakterisierung lesen. Feedback ist Gold wert! Frage, ob die Figur glaubwürdig wirkt und ob sie beim Leser Emotionen auslöst.
Kleiner Fun Fact 2: Manche Autoren erstellen sogar ganze Stammbäume und Lebensläufe für ihre Charaktere, bevor sie überhaupt mit dem Schreiben anfangen. Verrückt, oder?
Fazit: Charakterisierung im Alltag
Charakterisierung ist nicht nur was für Schriftsteller. Im Grunde machen wir es jeden Tag. Wir beobachten Menschen, versuchen, sie zu verstehen, ihre Motivationen zu ergründen. Ob im Job, in der Familie oder in der U-Bahn – die Welt ist voller interessanter Charaktere. Und wer weiß, vielleicht inspiriert dich ja einer davon zu deiner nächsten großen Geschichte. Also, Augen auf und gut beobachtet!
