Hodgkin Lymphom Lymphknoten Achsel Geschwollen Bilder

Hodgkin-Lymphom, auch bekannt als Morbus Hodgkin, ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems. Das Lymphsystem ist ein wichtiger Teil des Immunsystems und umfasst Lymphknoten, Lymphbahnen, die Milz, die Thymusdrüse und das Knochenmark. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Infektionen und der Filterung von Abfallprodukten aus dem Körper.
Ein häufiges und oft erstes Anzeichen für ein Hodgkin-Lymphom ist eine Schwellung der Lymphknoten. Besonders betroffen sind oft die Lymphknoten im Halsbereich, unter den Achseln (axilläre Lymphknoten) und in der Leiste. Diese Schwellungen sind in der Regel schmerzlos.
Lymphknotenschwellung in der Achselhöhle beim Hodgkin-Lymphom
Die Achselhöhle (Axilla) enthält eine große Anzahl von Lymphknoten. Diese axillären Lymphknoten drainieren Lymphflüssigkeit aus den oberen Extremitäten (Arme und Hände), der Brustregion und dem oberen Rumpf. Wenn Krebszellen, wie die charakteristischen Reed-Sternberg-Zellen, die für das Hodgkin-Lymphom typisch sind, in diese Lymphknoten gelangen, können sie sich dort ansiedeln und vermehren, was zu einer Vergrößerung führt.
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Die Schwellung der Achsellymphknoten beim Hodgkin-Lymphom ist in der Regel durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
- Schmerzlosigkeit: Die geschwollenen Lymphknoten tun meist nicht weh, was sie von Lymphknotenschwellungen aufgrund von Infektionen unterscheidet, die oft schmerzhaft sind.
- Festigkeit: Die Lymphknoten fühlen sich in der Regel fest und gummiartig an.
- Verschieblichkeit: Anfangs sind die Lymphknoten meist verschieblich, d.h. sie lassen sich unter der Haut bewegen. In späteren Stadien können sie jedoch mit dem umliegenden Gewebe verwachsen und dadurch weniger verschieblich sein.
- Langsame Zunahme: Die Schwellung entwickelt sich meist langsam über Wochen oder Monate.
Es ist wichtig zu betonen, dass eine Lymphknotenschwellung unter der Achsel nicht zwangsläufig auf ein Hodgkin-Lymphom hindeutet. Es gibt viele andere Ursachen für geschwollene Lymphknoten, darunter Infektionen (z.B. durch Bakterien, Viren oder Pilze), Autoimmunerkrankungen und andere Krebsarten. Dennoch sollte eine anhaltende und unerklärliche Lymphknotenschwellung immer von einem Arzt abgeklärt werden.

Diagnose des Hodgkin-Lymphoms
Wenn ein Verdacht auf Hodgkin-Lymphom besteht, wird der Arzt zunächst eine körperliche Untersuchung durchführen und die Lymphknoten abtasten. Zusätzlich werden in der Regel Blutuntersuchungen durchgeführt, um allgemeine Gesundheitsparameter zu überprüfen und andere mögliche Ursachen für die Lymphknotenschwellung auszuschließen.
Die definitive Diagnose des Hodgkin-Lymphoms erfolgt durch eine Lymphknotenbiopsie. Dabei wird ein Lymphknoten oder ein Teil davon entnommen und mikroskopisch untersucht. Die Pathologen suchen dabei nach den charakteristischen Reed-Sternberg-Zellen, die das Kennzeichen des Hodgkin-Lymphoms sind. Zusätzlich werden spezielle Färbemethoden (Immunhistochemie) eingesetzt, um die Zellen genauer zu charakterisieren.

Nach der Diagnose werden weitere bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Positronenemissionstomographie (PET) durchgeführt, um die Ausdehnung der Erkrankung (das Stadium) zu bestimmen. Das Stadium ist entscheidend für die Wahl der Behandlung.
Behandlung des Hodgkin-Lymphoms
Das Hodgkin-Lymphom ist in der Regel sehr gut behandelbar, und die Heilungschancen sind hoch, insbesondere wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit einer Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie. Die Wahl der Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und anderen Faktoren ab.

In einigen Fällen kann eine Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender Stammzelltransplantation erforderlich sein, insbesondere wenn die Erkrankung rezidiviert (wiederkehrt) oder auf die Standardtherapie nicht anspricht.
Die Nebenwirkungen der Behandlung können erheblich sein und umfassen Müdigkeit, Übelkeit, Haarausfall, Infektanfälligkeit und Unfruchtbarkeit. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, diese Nebenwirkungen zu lindern. Die langfristigen Nebenwirkungen der Behandlung sind ebenfalls wichtig zu berücksichtigen, und die Patienten sollten nach der Behandlung regelmäßig nachuntersucht werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass geschwollene Lymphknoten unter der Achsel ein mögliches Symptom des Hodgkin-Lymphoms sein können, aber es gibt viele andere mögliche Ursachen. Bei anhaltender und unerklärlicher Lymphknotenschwellung sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
