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Historische Hintergründe Sturm Und Drang


Historische Hintergründe Sturm Und Drang

Also, stellt euch vor, wir sitzen hier im Café, Cappuccino dampft, und ich erzähl euch eine Geschichte. Eine Geschichte über Teenager. Aber nicht irgendwelche Teenager. Teenager aus dem 18. Jahrhundert, die wirklich sauer waren. Und das Ganze nennen wir dann "Sturm und Drang." Klingt episch, oder? Ist es auch, irgendwie. Nur mit mehr Pickel und weniger Superkräften.

Kurz gesagt: Sturm und Drang war eine literarische und künstlerische Bewegung in Deutschland. Ungefähr von 1765 bis 1785. Also nicht ewig lang, aber lang genug, um richtig Chaos anzurichten. Stell dir vor, es ist wie die Punk-Bewegung, nur ohne Irokesenschnitte und mit noch mehr Gedichten.

Woher kam der ganze Zorn?

Die Wurzel allen Übels, wie so oft, war: Langeweile. Und Unterdrückung. Und der olle Friedrich der Große mit seinem preußischen Drill. Die jungen Leute fühlten sich von der Aufklärung mit ihrer Vernunft und ihrem Regelwerk total eingeengt. Alles musste logisch sein, alles musste Sinn ergeben. Wo bleibt denn da der Spaß, fragten sich die jungen Wilden?

Sie hatten das Gefühl, dass die ältere Generation, sprich die Aufklärer, ihnen die ganze Lebensfreude und Kreativität aussaugt. "Lasst uns doch einfach mal fühlen!", schrien sie. "Lasst uns ausrasten! Lasst uns Gedichte schreiben, die keinen Sinn ergeben, aber dafür umso dramatischer sind!" Und natürlich, lasst uns über Liebe reden! Am besten über verbotene Liebe! Das kommt immer gut.

Die Lösung? Emotionen! Und zwar nicht die braven, kontrollierten Emotionen der Aufklärung, sondern die wilden, ungestümen Emotionen, die aus dem tiefsten Inneren kamen. Stell dir vor, du hast eine Flasche Cola geschüttelt und öffnest sie dann. Das war Sturm und Drang. Nur in literarischer Form. Und mit mehr Melodramatik.

Review: "Sturm und Drang" - The Mozartists, Ian Page (2020)
Review: "Sturm und Drang" - The Mozartists, Ian Page (2020)

Die Stars der Szene

Klar, es gab auch ein paar richtige Rockstars in dieser Bewegung. Der absolute Megastar war natürlich Johann Wolfgang von Goethe. Ja, der mit dem "Faust". Aber bevor er der Staatsmann Goethe wurde, war er ein wilder, junger Stürmer und Dränger mit seinem "Die Leiden des jungen Werther". Ein Buch, das so deprimierend war, dass sich angeblich junge Männer deswegen umgebracht haben! Echt jetzt! So dramatisch war das.

Dann hatten wir noch Friedrich Schiller. Auch so ein Genie, der später total berühmt wurde. Aber in seiner Sturm-und-Drang-Phase hat er Stücke geschrieben, die so voll mit Hass und Rebellion waren, dass man sich fragte, ob er nicht heimlich die Weltherrschaft anstrebt. "Die Räuber" war sein großer Wurf. Eine Geschichte über soziale Ungerechtigkeit und Brüderzwist. Sehr unterhaltsam, wenn man auf sowas steht.

Epoche von Sturm und Drang by Marlene Henne on Prezi
Epoche von Sturm und Drang by Marlene Henne on Prezi

Und dann gab es noch ein paar andere, weniger bekannte, aber nicht minder wichtige Figuren. Jakob Michael Reinhold Lenz zum Beispiel. Der war so ein extremer Stürmer und Dränger, dass er irgendwann komplett durchgedreht ist. Aber seine Stücke waren trotzdem saugut. Auf eine sehr, sehr bizarre Art und Weise.

Was haben wir davon gelernt?

Also, was können wir jetzt aus dieser ganzen Sturm-und-Drang-Geschichte mitnehmen? Erstens: Teenager waren schon immer anstrengend. Zweitens: Emotionen sind wichtig. Auch wenn sie manchmal ein bisschen überkochen. Und drittens: Rebellion ist gut. Zumindest, solange sie nicht in Anarchie ausartet.

Sturm Und Drang Quadri at Merrill Lavallee blog
Sturm Und Drang Quadri at Merrill Lavallee blog

Die Bewegung hat die Literatur und Kunst nachhaltig beeinflusst. Sie hat den Weg für die Romantik geebnet, die dann noch mal eine Schippe Emotionen und Gefühl draufgelegt hat. Und sie hat uns gezeigt, dass es manchmal gut ist, gegen den Strom zu schwimmen. Auch wenn man dabei ein bisschen nass wird.

Also, das nächste Mal, wenn du dich von irgendwelchen Regeln oder Konventionen eingeengt fühlst, denk an die Stürmer und Dränger. Und lass einfach mal deine Emotionen raus. Schreibe ein Gedicht, male ein Bild, spring in eine Pfütze. Hauptsache, du fühlst dich lebendig!

Und jetzt, noch einen Cappuccino, bitte! Diese Geschichte hat mich ganz schön durstig gemacht.

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