Hills White Elephants Hemingway

Okay, Leute, mal ehrlich. Wir müssen über "Hills Like White Elephants" reden. Ja, die Kurzgeschichte von Hemingway. Die, die jeder liebt, studiert und hochhebt. Aber ich? Ich finde sie... okay.
Ich weiß, ich weiß. Ketzerei! Aber hört mir zu. Die Geschichte ist minimal. Zwei Leute reden. Wahrscheinlich über eine Abtreibung. Es ist subtil. Es ist...naja, es ist Hemingway. Und das ist manchmal das Problem.
Ich meine, wer hat gesagt, dass subtil gleichbedeutend mit genial ist? Manchmal will ich einfach, dass jemand die verdammte Frage stellt! "Hey, wollen wir das Kind kriegen oder nicht?" Boom. Fertig. Mittagessen.
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Dieses ganze Rumgedruckse, diese Andeutungen... Es ist wie ein White Elephant Geschenk. Weißt du, diese komischen Geschenke, die du auf Weihnachtsfeiern bekommst, von denen du keine Ahnung hast, was du damit anfangen sollst? Man dreht es, man wendet es, man versucht, darin einen Sinn zu finden, aber am Ende landet es doch nur in der hintersten Ecke des Schranks.
Genauso geht es mir mit "Hills Like White Elephants". Ich verstehe, dass es um Entscheidungen geht. Um Beziehungen. Um Kommunikation (oder eben das Fehlen davon). Aber ich fühle mich irgendwie...leer. Wie nach dem Lesen einer Bedienungsanleitung für einen Toaster, der gar nicht funktioniert.

Die Sache mit dem Subtext
Sicher, der Subtext ist tiefgründig. Die Hügel, die weißen Elefanten, die Anis-Likörflasche... Alles ist symbolträchtig. Aber ist es nicht auch ein bisschen... prätentiös? Als ob Hemingway uns sagen will: "Schaut her, wie klug ich bin! Ich kann eine ganze Geschichte erzählen, ohne etwas wirklich auszusprechen!"
Gut gemacht, Ernest. Glückwunsch. Hier ist dein imaginärer Pulitzerpreis für subtiles Andeuten. Aber ich hätte lieber eine Geschichte mit mehr Biss. Mit mehr...Fleisch am Knochen. (Apropos Fleisch: Vielleicht hätte er die Geschichte über einen Stierkampf schreiben sollen. Da gibt es wenigstens echte Action.)
Versteht mich nicht falsch. Ich respektiere Hemingway. "The Old Man and the Sea" fand ich zum Beispiel großartig. Aber "Hills Like White Elephants"? Es ist, als würde man ein kompliziertes Sudoku lösen, nur um am Ende herauszufinden, dass die Lösung "42" ist. (Kennt jemand Douglas Adams?). Enttäuschend, oder?

Ich bin mir bewusst, dass viele Leute das anders sehen. Sie loben die Geschichte für ihre Ehrlichkeit, ihre Zurückhaltung, ihre Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen. Und das ist ja auch völlig in Ordnung. Geschmäcker sind verschieden.
Aber für mich bleibt "Hills Like White Elephants" ein White Elephant unter den Kurzgeschichten. Ein Geschenk, das ich höflich entgegennehme, das ich bewerte, das ich dann aber schnell wieder loswerden möchte.

Die Alternative?
Gibt es bessere Kurzgeschichten über schwierige Entscheidungen? Absolut! Es gibt so viele Autoren, die das Thema sensibler, direkter und – ganz ehrlich – interessanter angehen.
Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig. Vielleicht bin ich zu sehr ein Fan von "Sagen, was Sache ist". Aber ich glaube, dass man auch ohne komplizierte Metaphern und verschwurbelte Dialoge eine starke und berührende Geschichte erzählen kann.
Und vielleicht, nur vielleicht, hätte Hemingway das auch können. Wenn er nur ein bisschen weniger... Hemingway gewesen wäre.

Also, was denkt ihr? Bin ich total daneben? Oder gibt es da draußen noch jemanden, der "Hills Like White Elephants" auch nur "okay" findet?
Lasst es mich wissen! Ich bin gespannt auf eure Meinungen. (Und vielleicht ein paar Empfehlungen für bessere Kurzgeschichten über schwierige Entscheidungen. Ich bin immer auf der Suche nach guter Lektüre.)
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch den Toaster reparieren. Diese Bedienungsanleitung von Hemingway hat mir nicht geholfen...
