free web page hit counter

Hilfe Ich Habe Ausversehen Ein Regal Gebaut


Hilfe Ich Habe Ausversehen Ein Regal Gebaut

Es fing alles ganz harmlos an. Ein sonniger Samstagnachmittag, ein bisschen Langeweile, und der plötzliche Anflug von…nennen wir es mal handwerklichem Ehrgeiz. Ich hatte eigentlich nur nach dem Schraubenzieher gesucht. Der lag, wie immer, ganz unten in der Werkzeugkiste, unter einer Schicht aus Staub, vergessenen Batterien und einem einzelnen, einsamen Radiergummi.

Als ich den Schraubenzieher endlich befreit hatte, fiel mein Blick auf ein paar Bretter, die in der Ecke des Kellers vor sich hin schlummerten. Bretter, die eigentlich für…ja, wofür eigentlich? Ich hatte keine Ahnung. Aber sie sahen irgendwie…nutzlos aus, so ganz ohne Zweck. Und plötzlich, ganz plötzlich, war die Idee da: ein Regal. Einfach so. Ein Regal. Ich, der Mensch, der Mühe hat, einen Bilderrahmen gerade an die Wand zu nageln, wollte ein Regal bauen.

Zuerst war da die Euphorie. Ein Gefühl von unbändiger Kreativität überkam mich. Ich sah mich schon als den neuen IKEA-Gott, als den Retter aller ungenutzten Ecken in der Wohnung. Ich würde das Regal bauen, und die Welt würde staunen!

Der Plan

Ein Plan musste her. Ich griff zum nächstbesten Blatt Papier – einem alten Einkaufszettel, auf dem noch notiert war, dass ich dringend Joghurt kaufen musste – und begann, meine Vision zu skizzieren. Das Regal sollte groß sein. Nein, riesig! Es sollte Platz bieten für meine Bücher, meine Pflanzen, meine…nun ja, für alles, was eben so rumsteht. Der Plan war genial, wenn man mal davon absah, dass er eigentlich kein Plan war. Eher so eine Art…Impressionismus in Regalform.

Die Umsetzung

Dann ging es los. Die Bretter wurden gesägt. Zuerst ging alles gut. Dann nicht mehr so gut. Ich hatte vergessen, dass ich in Mathe nie wirklich gut war. Und das merkte man. Die Bretter waren nicht gleich lang. Einige waren krumm. Eines war sogar irgendwie…trapezförmig? Ich schwöre, das war vorher nicht so!

„Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige
„Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige

Der Hammer wurde mein bester Freund. Und mein schlimmster Feind. Ich hämmerte, bis meine Hand schmerzte. Ich hämmerte, bis die Nachbarn klingelten und fragten, ob alles in Ordnung sei. "Alles bestens!", rief ich, mit schweißnasser Stirn und einem verkrampften Lächeln. "Ich baue nur…ein Regal!"

"Ein Regal?" fragte mein Nachbar misstrauisch. "Es klingt eher nach einem Erdbeben."

Die Schrauben taten, was Schrauben eben so tun: Sie versteckten sich, verbogen sich oder brachen ab. Irgendwann hatte ich mehr Schrauben in meinen Haaren als im Regal.

„Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige
„Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige

Das Ergebnis

Nach Stunden, vielleicht waren es auch Tage, ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, stand es da. Mein Regal. Es war schief. Es war wackelig. Es war…einzigartig. Ein Meisterwerk der unbeabsichtigten Kunst. Ein Denkmal meiner handwerklichen Unfähigkeit.

Ich betrachtete mein Werk mit gemischten Gefühlen. Einerseits war ich enttäuscht. Es war nicht das Regal geworden, das ich mir vorgestellt hatte. Andererseits war ich stolz. Ich hatte etwas geschaffen. Etwas, das vorher nicht da war. Etwas, das, nun ja, vielleicht nicht ganz perfekt war, aber dafür mit Liebe (und viel Klebeband) gemacht.

„Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige
„Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige

Und dann passierte etwas Unerwartetes. Meine Katze, Minka, sprang auf das Regal und kuschelte sich in die oberste Etage. Sie sah zufrieden aus. Sehr zufrieden sogar. Und in diesem Moment wusste ich: Es war alles gut. Das Regal war vielleicht nicht perfekt, aber es hatte seinen Zweck erfüllt. Es hatte Minka glücklich gemacht. Und das war doch das Wichtigste, oder?

Jetzt steht es da, mein unbeabsichtigtes Regal. Es hält (meistens). Es beherbergt Bücher, Pflanzen und eine glückliche Katze. Und jedes Mal, wenn ich es ansehe, muss ich lächeln. Denn es erinnert mich daran, dass man auch mal Fehler machen darf. Dass Perfektion überbewertet ist. Und dass manchmal die besten Dinge im Leben ganz unerwartet entstehen – wie ein Regal, das man eigentlich gar nicht bauen wollte.

Und übrigens, den Joghurt habe ich immer noch nicht gekauft.

„Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige „Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige „Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige „Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige „Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige „Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige „Hilfe, ich habe ausversehen ein Regal gebaut“ und andere lustige

You might also like →