Herd Anschließen Von 5 Auf 3 Phasen

Wisst ihr, ich hatte mal einen Nachbarn, nennen wir ihn Karl-Heinz, der war der festen Überzeugung, er könne alles selbst reparieren. Von der tropfenden Dusche bis zum quietschenden Gartentor. Einmal wollte er seine neue Küche anschließen. "Ach, das bisschen Elektrik," meinte er, "ist doch kein Hexenwerk!". Naja, sagen wir mal so: Die Sicherung ist geflogen, die Küche blieb dunkel und Karl-Heinz hatte ein paar graue Haare mehr. Das Ganze endete natürlich mit einem Anruf beim Elektriker – und einer saftigen Rechnung. Die Moral von der Geschicht: Nicht alles, was man im Internet liest, sollte man blindlings nachmachen, besonders wenn es um Strom geht!
Aber hey, genau darum geht's ja heute! Wir wollen uns mal anschauen, wie man einen Herd von 5 auf 3 Phasen umklemmen kann. Aber keine Panik, wir machen das ganz langsam und verständlich. Und noch wichtiger: Das hier ist keine Anleitung zum Selbermachen! Das ist eher so ein "Was wäre wenn..." Gedankenspiel. Strom ist nämlich kein Spielzeug und wenn ihr euch nicht 100% sicher seid, lasst lieber einen Fachmann ran. Ehrlich!
Warum sollte man das überhaupt wollen? Gute Frage! Oftmals hat man einen schicken neuen Herd mit 5 Adern (also für den Anschluss an 3 Phasen, Neutralleiter und Erdung) und die vorhandene Installation in der Küche ist aber nur für 3 Adern ausgelegt (eine Phase, Neutralleiter und Erdung). Das kann verschiedene Gründe haben, meistens ist es einfach so, dass die älteren Installationen eben anders aufgebaut sind. Und bevor man jetzt die komplette Küche neu verkabeln lässt (was richtig ins Geld gehen kann!), denkt man vielleicht über eine Umklemmen nach.
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Okay, also was bedeutet das konkret? Ein 5-adriger Anschluss bedeutet, dass der Herd theoretisch auf 3 verschiedene Stromkreise aufgeteilt werden kann. Das hat den Vorteil, dass die einzelnen Kochfelder und der Backofen mehr Leistung ziehen können, ohne die Sicherung zu überlasten. (Denkt an Karl-Heinz!)
Beim Umklemmen auf 3 Adern werden diese 3 Stromkreise im Prinzip auf einen einzigen "zusammengelegt". Das heißt, die gesamte Last des Herdes muss jetzt über eine einzige Phase laufen. Das ist meistens kein Problem, solange die Sicherung und die Leitungen dafür ausgelegt sind. Aber Achtung: Hier liegt der Teufel im Detail!

Wo finde ich die Informationen?
Bevor ihr überhaupt anfangt zu denken, solltet ihr euch die Bedienungsanleitung eures Herdes schnappen. Da steht meistens drin, wie man den Herd umklemmen kann und welche Brücken man setzen muss. (Ja, es geht um Brücken, nicht um Bauwerke!). Und wenn nicht? Dann ab zum Hersteller oder einfach mal googeln. Oft findet man Schaltpläne oder Forenbeiträge, die weiterhelfen. Aber Vorsicht: Auch hier gilt, nicht alles glauben, was im Internet steht!
Und wo wir schon beim Thema sind: Checkt auch unbedingt euren Sicherungskasten. Ist die Sicherung für den Herd stark genug? Sind die Leitungen dick genug? Wenn ihr euch da nicht auskennt, lasst das bitte jemanden überprüfen, der sich damit auskennt. Das ist wirklich wichtig!

Die Sache mit den Brücken...
Okay, jetzt wird's ein bisschen technischer. Beim Umklemmen müssen meistens sogenannte Brücken gesetzt werden. Das sind kleine Metallstücke, die bestimmte Klemmen im Anschlusskasten des Herdes verbinden. Durch das Setzen der Brücken werden die einzelnen Phasen sozusagen parallel geschaltet. Aber wie gesagt: Die genaue Anordnung der Brücken ist von Herd zu Herd unterschiedlich. Deshalb ist die Bedienungsanleitung so wichtig!
Aber mal ganz ehrlich: Wenn ihr jetzt schon Bahnhof versteht, dann lasst es lieber bleiben! Es ist wirklich keine Schande, sich Hilfe zu holen. Im Gegenteil, es ist vernünftig!

Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Macht Fotos bevor ihr irgendwas abschraubt! Das hilft euch später, alles wieder richtig zusammenzubauen, falls ihr doch den Profi ranlassen müsst. Und denkt daran: Strom kann gefährlich sein! Also seid vorsichtig und im Zweifelsfall lieber einmal zu viel fragen als einmal zu wenig. Und denkt an Karl-Heinz! ;)
So, das war's für heute. Ich hoffe, ihr habt ein bisschen was gelernt. Und denkt daran: Safety first!
