Hello And How Are You Doing

Also, Leute, setzt euch! Bestellt euch nen Kaffee, oder 'ne Apfelschorle, ganz wie ihr wollt. Ich muss euch was erzählen. Es geht um was ganz Simples, was wir jeden Tag raushauen, ohne groß drüber nachzudenken: "Hallo, wie geht's?".
Klingt harmlos, oder? Aber glaubt mir, da steckt mehr dahinter, als man denkt. Ich meine, habt ihr euch mal wirklich gefragt, warum wir das eigentlich fragen? Erwartet irgendjemand wirklich eine ehrliche Antwort? Ich wette, wenn ich jeden, der mir "Hallo, wie geht's?" fragt, mit meinen tatsächlichen Problemen volllabern würde, wären die schneller weg, als ich "existenzielle Krise" sagen kann!
Die Geschichte des "Hallo"
Das Wort "Hallo" selbst ist schon 'ne komische Sache. Man vermutet, es kommt vom altdeutschen Wort "hala," was so viel wie "Holla, da bin ich!" bedeutet. Stellt euch mal vor, ihr geht an jemanden vorbei und brüllt "Holla, da bin ich!". Wär schon irgendwie... anders. Aber im Grunde ist es genau das, was wir heute mit "Hallo" ausdrücken, nur halt ein bisschen zivilisierter. Ein winziges bisschen.
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Und das "Wie geht's?"? Tja, das ist die Gretchenfrage. Im Grunde ist es ein Ritual, so wie das Händeschütteln oder das komische Nase-Reiben-Ritual bei manchen Eskimo-Stämmen (ich weiß nicht, ob das stimmt, aber es klingt gut, oder?). Es ist eine Form der Begrüßung, keine Einladung zu einer ausgiebigen Seelenstriptease. Außer natürlich, ihr seid beim Therapeuten. Dann ist es sogar erwünscht!
Achtung, jetzt kommt ein überraschender Fakt: Angeblich sagen Psychologen, dass die Art, wie jemand auf "Wie geht's?" antwortet, viel über seinen Charakter aussagen kann. Wer immer nur jammert, ist vielleicht ein chronischer Nörgler. Wer immer nur strahlt und "Super!" ruft, könnte seine wahren Gefühle unterdrücken. Und wer einfach nur "Jo." sagt, ist wahrscheinlich ein Teenager.

Die Kunst der Antwort
Was ist also die richtige Antwort? Das ist die Millionen-Euro-Frage! Ich persönlich fahre ganz gut mit "Ganz gut, danke. Und selbst?". Das ist höflich, unverbindlich und lässt dem anderen die Wahl, ob er mehr erzählen möchte oder nicht. Es ist die Schweizer Neutralität unter den Begrüßungsfloskeln. Kann man nix falsch machen.
Aber manchmal... manchmal juckt es mich in den Fingern, einfach mal was Verrücktes zu sagen. "Mir wurden gerade von Aliens Gedanken implantiert, aber ansonsten alles super!" oder "Ich habe gerade herausgefunden, dass ich der auserwählte bin, um die Welt zu retten, aber der Kaffee ist leer!". Ich hab's aber noch nie wirklich durchgezogen. Wahrscheinlich wäre die Reaktion nicht so lustig, wie ich sie mir vorstelle. Eher so: "Ähm... alles klar. Ich geh dann mal."

Wichtig: Wenn euch jemand wirklich am Herzen liegt, dann solltet ihr natürlich genauer nachfragen. "Wie geht es dir wirklich?" – mit Betonung auf "wirklich". Aber Achtung, damit öffnet ihr die Büchse der Pandora! Seid bereit, zuzuhören und vielleicht auch ein bisschen Trost zu spenden. Sonst hättet ihr euch das "wirklich" auch sparen können.
"Hallo, wie geht's?" International
Und wisst ihr was? In anderen Ländern ist das Ganze auch nicht einfacher. In Frankreich fragt man "Ça va?", in Spanien "Qué tal?", in Italien "Come stai?". Und überall gelten ähnliche Regeln: Es ist meistens eher ein Ritual als eine echte Frage. Aber Achtung vor Fettnäpfchen! Ich hab mal gehört, dass man in manchen Teilen Irlands niemals "How are you?" fragen sollte, wenn man jemanden zum ersten Mal trifft. Das gilt als aufdringlich. Wer hätte das gedacht?

Fun Fact: In Japan ist die Begrüßungskultur extrem komplex. Da gibt es unzählige Verbeugungen und formelle Redewendungen, die je nach Status des Gegenübers variieren. Da kann man echt ins Schwitzen kommen! Ich glaube, ich bleibe lieber beim deutschen "Hallo, wie geht's?". Das ist zwar langweilig, aber dafür sicher.
Also, was lernen wir daraus? "Hallo, wie geht's?" ist mehr als nur eine Floskel. Es ist ein kleines, soziales Schmiermittel, das unsere Interaktionen am Laufen hält. Es ist eine Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, ohne sich gleich die ganze Lebensgeschichte erzählen zu müssen. Und es ist eine Chance, mit einer kreativen Antwort ein bisschen Farbe in den grauen Alltag zu bringen. Aber bitte, nicht zu viel Farbe. Sonst denken die Leute noch, ihr seid verrückt!
Und jetzt, entschuldigt mich. Ich muss los. Aber vorher noch: Hallo! Wie geht's?
