Hagebaumarkt Ettlingen Gmbh & Co. Kg

Mal ehrlich, wer liebt Hagebaumarkt Ettlingen wirklich? Ich meine, wirklich liebt? Sagt jetzt nicht alle gleichzeitig "Ich!". Ich sehe euch nämlich genau. Und ich sehe die leicht gequälten Gesichtsausdrücke, wenn jemand "Hagebau" vorschlägt.
Klar, es ist da. Es hat Dinge. Dinge, die man so zum Heimwerken, zum Gartenverschönern oder zum kurzfristigen Verzweifeln braucht. Aber ist es ein Ort der Freude? Ein Ort, an dem das Herz Purzelbäume schlägt? Ich wage es zu bezweifeln. Und ich weiß, ich bin nicht allein.
Die Odyssee zum Dübel
Beginnen wir mit der Suche nach dem, was man eigentlich braucht. Sagen wir, ein simpler Dübel. Man betritt den Hagebaumarkt Ettlingen voller Elan. "Ich brauche Dübel! Das ist leicht!" denkt man noch. Drei Stunden und unzählige Gänge später, in denen man an Gartenzwergen, Rasenmähern und gefühlt tausend verschiedenen Schraubensorten vorbeigeirrt ist, findet man sie. Irgendwo ganz hinten. Versteckt zwischen seltsamen Gartenlampen und einer Auswahl an Blumenerde, die verwirrender ist als ein Philosophie-Seminar.
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Und dann, der Horror: Es gibt fünfzehn verschiedene Dübelarten. Für Rigips, für Beton, für gefühlt alles andere außer meine spezielle Wand, die wahrscheinlich aus dem Inneren eines Marskraters stammt. Man greift instinktiv zu irgendeiner Packung. Hauptsache Dübel. Hauptsache raus hier.
Der Baumarkt-Berater-Mythos
Okay, man könnte ja einen Berater fragen, richtig? Ha! Der Hagebaumarkt Ettlingen hat zwar Mitarbeiter, ja. Aber die Wahrscheinlichkeit, einen zu finden, der einem wirklich helfen kann, ist ungefähr so hoch wie die, einen Yeti beim Kaffeetrinken in der Ettlinger Fußgängerzone zu entdecken. Wenn man dann doch mal einen erwischt, hat der entweder keine Ahnung oder erklärt einem so kompliziert die Unterschiede zwischen den Dübeln, dass man sich wünscht, man hätte nie gefragt.

Ich will ja nicht meckern (okay, vielleicht doch ein bisschen), aber manchmal habe ich das Gefühl, die Mitarbeiter werden gezielt darauf trainiert, Fachbegriffe so oft wie möglich zu verwenden, um den Kunden maximal zu verwirren. "Also, für Ihre Wandbeschaffenheit benötigen Sie einen spreizdruckfreien Universaldübel mit Drehsicherung und integrierter Vorsteckmontage!" Äh... okay. Ich nehme dann doch lieber den Yeti.
Das Kassen-Trauma
Endlich, die Kasse. Man hat die Dübel. Man hat sogar noch eine Packung Blumenerde mitgenommen, weil sie im Angebot war (warum auch immer). Man ist fast am Ziel. Aber dann... die Schlange. Sie windet sich gefühlt durch den ganzen Markt. Vor einem steht ein Mann, der versucht, einen kompletten Pool zu bezahlen. Hinter einem eine Frau, die versucht, eine einzelne Schraube zurückzugeben. Und die Kassiererin tippt so langsam, dass man das Gefühl hat, die Zeit steht still. Und dann der unweigerliche Blick auf die Uhr. Mist. Ich bin zu spät zum Mittagessen. Wieder mal.

Die Parkplatz-Poesie
Und dann, das Finale: Der Parkplatz. Ein chaotisches Durcheinander aus Einkaufswagen, SUVs und gestressten Heimwerkern. Man kämpft sich mit seinem Einkaufswagen durch die Reihen. Man sucht verzweifelt nach seinem Auto. Man entdeckt Kratzer, die gestern noch nicht da waren. Man schwört, nie wieder einen Hagebaumarkt zu betreten. Bis zum nächsten Mal, wenn man eben doch Dübel braucht.
Mein Geständnis
Vielleicht übertreibe ich ja. Vielleicht ist der Hagebaumarkt Ettlingen Gmbh & Co. Kg gar nicht so schlimm. Vielleicht bin ich einfach nur ein bisschen ungeduldig und leicht zu frustrieren. Aber mal ehrlich: Gibt es nicht bessere Orte, um seine Samstagnachmittage zu verbringen? Ich plädiere für: Ja! Ein klares und unmissverständliches Ja! Ich gehe lieber ins Café und esse Kuchen. Oder ich streiche meine Wohnung mit den Fingern. Oder ich unterhalte mich mit dem Yeti. Hauptsache, ich muss nicht in den Baumarkt.

Aber hey, wenn ihr den Hagebaumarkt Ettlingen liebt, dann ist das natürlich auch okay. Jeder Jeck ist anders. Und vielleicht finde ich ja irgendwann auch meinen inneren Frieden mit Dübeln und Blumenerde. Aber bis dahin bleibe ich dabei: Baumärkte sind die Hölle auf Erden. (Okay, vielleicht nicht die Hölle, aber zumindest ein ganz, ganz warmer Ort.)
