Grey's Anatomy Staffel 6 Der Tod Und Seine Freunde

Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Staffel 6 von Grey's Anatomy: "Der Tod und seine Freunde". Dramatisch, oder? Ja, schon. Aber mal unter uns...war es auch ein bisschen...überbewertet?
Ich weiß, ich weiß! Das Massaker! Die Schießerei! Arizona am Boden zerstört! Cristina, die operieren muss! Meredith, die...Meredith-Dinge tut. Es war herzzerreißend, keine Frage. Aber Hand aufs Herz: Hat es nicht auch ein klein wenig nach "Effekthascherei" geschmeckt?
Klar, der Schmerz war echt. Die Angst greifbar. Aber irgendwie fühlte es sich an, als ob die Drehbuchautoren gesagt hätten: "Okay, wie können wir die Fans wirklich fertigmachen? Lasst uns alle umbringen!"
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Und was war eigentlich mit Gary Clark, dem Witwer, der Amok läuft? War er nicht ein bisschen...klischeehaft? Der verbitterte, rachsüchtige Ex-Patient, der die Ärzte für den Tod seiner Frau verantwortlich macht? Ich meine, das haben wir doch schon tausendmal gesehen, oder?
Ein bisschen zu viel Drama?
Ich sage nicht, dass es keine guten Momente gab. Alex, der sich um die verletzte Lexie kümmert, war süß. Meredith, die ihre Schwangerschaft riskiert, um Derek zu retten, war...Meredith. Aber insgesamt war es mir einfach ein bisschen zu viel des Guten.
![[06x23] Der Tod und seine Freunde (1) (Sanctuary) - Grey's Anatomy – TV](https://bilder.wunschliste.de/epg/epg-archiv/2022/11/09/7c3d93f656d4c6e3677511cf1fde4946ca99ccb8_b.jpg)
Ich meine, Grey's Anatomy war schon immer dramatisch, klar. Aber diese Staffel fühlte sich an wie ein Drama-Olympia. Ein Wettkampf, wer am meisten leiden kann. Und manchmal, ganz ehrlich, habe ich mich gefragt, ob ich überhaupt noch mitfühlen soll, oder ob ich einfach nur angewidert sein soll.
"Ich fand, es war eine unglaublich wichtige Episode, weil sie etwas aufgezeigt hat, das in Amerika passieren kann." - Jemand, wahrscheinlich.
Ja, sicher. Es hat auf etwas aufmerksam gemacht. Aber hat es das auf eine subtile, intelligente Art und Weise getan? Oder hat es einfach nur mit dem Holzhammer draufgehauen?

Liebe und Verlust (und noch mehr Verlust)
Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Grey's Anatomy. Ich bin seit der ersten Staffel dabei. Ich habe mitgelacht und mitgeweint. Aber manchmal denke ich, dass die Serie ein bisschen zu sehr versucht, uns zu schockieren. Ein bisschen zu sehr versucht, uns zum Weinen zu bringen.
Und was ist mit all den anderen, "normalen" Dramen in der Staffel? Die Beziehungsdramen, die beruflichen Herausforderungen...die sind total untergegangen im Schatten des großen Massakers! Hat sich noch jemand an Callies Schwangerschaft und die Probleme mit Arizona erinnert? Oder an Mark Sloans ewiges Liebesgeständnis an Lexie?

Alles in allem war Staffel 6 sicherlich ein prägender Moment in der Geschichte von Grey's Anatomy. Aber vielleicht, nur vielleicht, war es auch ein bisschen übertrieben. Ein bisschen zu dramatisch. Ein bisschen zu sehr darauf aus, uns zu schockieren und zu verstören.
Okay, steinigt mich ruhig. Aber ich stehe zu meiner Meinung. Und vielleicht gibt es da draußen ja noch jemanden, der ähnlich denkt?
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss Grey's Anatomy weitergucken. Ironischerweise. Denn trotz allem liebe ich diesen chaotischen, dramatischen Haufen von Ärzten einfach.
