Giemen Beim Ausatmen Was Tun

Habt ihr das auch schon mal erlebt? Man macht Yoga, versucht ganz entspannt zu sein, atmet tief ein und... quietsch... ein Giemen entfährt der Brust, das klingt, als würde ein rostiger Schrank aufgemacht! Panik macht sich breit. Was ist das?! Und was soll man jetzt tun?
Keine Sorge, ihr seid nicht allein! Giemen beim Ausatmen ist gar nicht so selten. Und bevor ihr jetzt den Notruf wählt und euch ein Leben mit Sauerstoffmaske ausmalt, atmet erstmal tief durch (vielleicht ohne Giemen diesmal!). Es gibt nämlich ein paar ganz simple und oft lustige Gründe dafür.
Der fiese kleine Bruder vom Husten: Die Bronchien!
Stellt euch eure Bronchien vor wie kleine, winzige Röhrchen, die die Luft in eure Lungen transportieren. Manchmal sind diese Röhrchen ein bisschen... beleidigt. Sie ziehen sich zusammen, weil sie gereizt sind. Das kann durch eine Erkältung passieren, aber auch durch Staub, Pollen oder sogar durch Stress! Und wenn die Luft dann durch diese verengten Röhrchen gepresst wird, entsteht dieses lustige, pfeifende Geräusch – das Giemen.
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Stellt euch vor, ihr versucht durch einen Strohhalm zu atmen, nachdem ihr gerade einen Milchshake getrunken habt. Klebrig, eng und pfeifend, oder? Ähnlich fühlt sich das für eure Bronchien an, nur ohne den leckeren Milchshake (leider!).
Die Hausstaubmilben-Armee
Apropos beleidigt: Manchmal sind es nicht eure Bronchien selbst, sondern euer Immunsystem, das beleidigt ist! Zum Beispiel wegen Hausstaubmilben. Diese kleinen, unsichtbaren Mitbewohner lieben eure Betten und Teppiche. Und manche Menschen reagieren allergisch auf sie. Das Immunsystem startet dann eine kleine Abwehrschlacht, die zu Entzündungen in den Bronchien führen kann. Und ratet mal, was dann passiert? Richtig, das Giemen kommt!

Also, falls ihr morgens nach dem Aufwachen giemt, könnte es sein, dass ihr eine Hausstaubmilben-WG in eurem Bett beherbergt. Zeit für eine gründliche Reinigung! (Und vielleicht ein Gespräch mit eurem Arzt, wenn es schlimmer wird).
Der Trick mit dem Dampfbad
Was könnt ihr also tun, wenn ihr giemt? Erstmal: Ruhe bewahren! Oft hilft schon ein einfaches Dampfbad. Füllt eine Schüssel mit heißem Wasser (aber nicht kochend!), haltet euer Gesicht darüber (mit genügend Abstand!) und atmet die Dämpfe ein. Das kann die Bronchien beruhigen und das Giemen lindern. Stellt euch vor, ihr seid ein kleiner, giemender Teekessel, der gerade wieder Dampf ablässt!

"Pusten und Schnaufen, es hilft kein Klagen, wenn die Bronchien wieder plagen!"
Wenn's Ernst wird
Aber Achtung! Giemen kann auch ein Zeichen für etwas Ernsteres sein, wie Asthma oder eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Wenn das Giemen häufig auftritt, von Atemnot begleitet wird oder euch Sorgen bereitet, solltet ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der kann euch untersuchen und die richtige Behandlung finden.
Und was ist mit dem Yoga? Muss ich jetzt meine Sonnengrüße absagen? Nein, natürlich nicht! Yoga kann sogar sehr hilfreich sein, um die Atemmuskulatur zu stärken und die Lungenkapazität zu verbessern. Aber achtet darauf, langsam und bewusst zu atmen und euch nicht zu überanstrengen. Und wenn es doch mal giemt, dann nehmt es mit Humor! Vielleicht ist es ja nur ein kleiner Gruß eurer Bronchien.

Denkt daran: Hört auf euren Körper und nehmt Warnsignale ernst. Aber lasst euch nicht von jedem kleinen Giemen verrückt machen. Manchmal ist es einfach nur ein Zeichen dafür, dass ihr mal wieder eure Wohnung staubsaugen solltet. Oder dass ihr euch eine Auszeit vom stressigen Alltag gönnen müsst. Eure Bronchien (und euer Immunsystem) werden es euch danken! Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja sogar eine neue, ganz eigene Giemen-Melodie! Ein musikalischer Beitrag zur Entspannung – klingt doch gar nicht so schlecht, oder?
Also, atmet tief durch, lacht über euer Giemen (wenn es nicht zu schlimm ist!) und genießt das Leben. Denn selbst mit einem kleinen, quietschenden Geräusch kann man glücklich sein! Und wer weiß, vielleicht entdeckt ja der nächste Musiker das Giemen als neues, aufregendes Instrument!
