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Gibt Es Wind Auf Dem Mond


Gibt Es Wind Auf Dem Mond

Hast du dich jemals gefragt, ob’s da oben auf dem Mond auch so richtig stürmt? So mit Haare-ins-Gesicht-wehen und fast-weggepustet-werden? Also, quasi wie an der Nordseeküste, nur eben... lunar?

Die kurze Antwort: Naja, nicht so, wie wir uns Wind vorstellen. Stell dir vor, du stehst im Weltall, ohne Raumanzug (bitte nicht nachmachen!). Da ist nicht einfach so Luft, die du atmen könntest. Und Wind ist ja letztlich nichts anderes als Luft, die sich bewegt, oder?

Aber, und jetzt kommt der Clou, es gibt trotzdem so was Ähnliches wie "Wind" auf dem Mond. Nur eben nicht aus Luft.

Was "weht" denn dann da oben?

Also, der Mond hat keine Atmosphäre, wie wir sie kennen. Keine Luftmoleküle, die durcheinanderwirbeln und uns die Frisur ruinieren. Was er aber hat, ist eine sogenannte Exosphäre. Die ist suuuper dünn und besteht aus ein paar wenigen Atomen und Molekülen, die von der Mondoberfläche weggeschossen wurden. Durch was? Hauptsächlich durch die Sonne!

Die Sonne ist nämlich nicht nur eine riesige Glühbirne, sondern auch eine Art riesige Windmaschine. Sie spuckt ständig einen Strom geladener Teilchen ins All, den sogenannten Sonnenwind. Und dieser Sonnenwind, der trifft auch auf den Mond.

Erste Mondlandung: Kleiner Schritt von Neil Armstrong schreibt
Erste Mondlandung: Kleiner Schritt von Neil Armstrong schreibt

Stell dir das vor wie einen superleichten, fast nicht spürbaren Staubsturm. Eher so, als ob du im Wohnzimmer staubsaugst und jemand pustet dir dabei ganz leicht ins Gesicht. Eher nervig als gefährlich. Nur eben, dass es hier nicht Staub, sondern geladene Teilchen sind.

Diese geladenen Teilchen können dann Staub von der Mondoberfläche aufwirbeln. Dieser Staub ist elektrostatisch aufgeladen, was bedeutet, er klebt an allem. Astronauten haben das bei den Apollo-Missionen gemerkt. Der Mondstaub war überall! An den Anzügen, an den Geräten, sogar in der Raumfähre. Wie wenn du nach einem Festivaltag dein Zelt einpackst – nur eben mit kosmischem Staub!

ESA - Schon gewusst? 10 Fakten über den Mond: 8. Atmosphäre
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Also doch Wind? Irgendwie...

Nennen wir es vielleicht lieber "kosmische Brise" oder "Sonnenwind-Hauch". Auf jeden Fall ist es nicht das, was wir uns unter einem ordentlichen Wind vorstellen. Keine Palmen, die sich biegen, keine Möwen, die gegen den Sturm ankämpfen. Eher ein sehr subtiles Phänomen.

Aber wichtig ist: Es gibt trotzdem Bewegung und Interaktion auf der Mondoberfläche. Und das ist ziemlich spannend, weil es bedeutet, dass der Mond kein statischer, toter Felsbrocken ist. Da passiert was! Auch wenn’s nur ein winziger, kaum messbarer "Wind" ist.

Armstrongs letzte Spuren - Auf dem Mond gibt es kein Wind und Wetter
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Denk also das nächste Mal, wenn du am Strand stehst und dir der Wind um die Ohren pfeift, daran: Da oben auf dem Mond, da ist es zwar windstill im herkömmlichen Sinne, aber eben doch nicht ganz so ruhig, wie man denkt. Irgendwie weht da immer ein bisschen kosmischer Staub... und das ist doch auch was, oder?

Vielleicht bauen wir ja irgendwann mal Windräder auf dem Mond. Nicht um Strom zu erzeugen (dafür bräuchten wir schon SEHR große), sondern einfach nur, um zu sehen, wie sich der kosmische Staub im Wind dreht. Wäre doch ein cooles Urlaubsfoto, oder?

Verschwörungen: Wurde die Mondlandung auf Basis Area 51 gestellt? - WELT Armstrongs letzte Spuren - Auf dem Mond gibt es kein Wind und Wetter Diercke Weltatlas - Kartenansicht - Mondphasen - - 100750 - 196 - 3 - 0

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