Gibt Es Blutegel In Deutschland

Okay, stellt euch vor: Sommer, Badesee, totale Idylle. Bis... quietsch ...irgendwas an meinem Bein klebt. Panik! War's 'ne Alge? Ein Mini-Monster? Nein, viel schlimmer...ein Blutegel! Ja, wirklich. Mitten in Deutschland. Ich war erstmal bedient. Und dann kam die große Frage: Gibt's die Dinger hier wirklich häufiger, oder war das einfach nur mein Glückstag? (Spoiler: Wahrscheinlich beides.)
Gibt es also Blutegel in Deutschland? Die kurze Antwort: Ja, definitiv. Die längere Antwort: Ja, aber...es ist komplizierter als man denkt. Und vielleicht auch ein bisschen faszinierender. (Ich sag's ja nur, bevor ihr gleich wieder weglauft.)
Wo verstecken sie sich, die kleinen Blutsauger?
Blutegel sind nicht überall. Gott sei Dank! Sie bevorzugen stehende oder langsam fließende Gewässer. Also Tümpel, Teiche, Seen, langsam fließende Bäche. Am liebsten mit viel Vegetation, wo sie sich verstecken und auf ihre nächste Mahlzeit lauern können. Denk an den klassischen "verschlammten Teich" - Bingo, da könnten sie sein.
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Und, kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr irgendwo eine Warnung vor "Egelbefall" seht, nehmt die ernst. Das ist kein Scherz, sondern ein gut gemeinter Hinweis. (Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung.)
Welche Blutegelarten gibt es hierzulande?
In Deutschland gibt es verschiedene Blutegelarten, aber die bekannteste – und die, die uns am ehesten in die Quere kommt – ist der Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis). Ja, genau, der, der auch in der Medizin eingesetzt wird. Ironisch, oder? Erst Panik, dann Therapie!

Andere Arten sind z.B. der Pferdeegel (Haemopis sanguisuga), der aber eher Schnecken und Insekten frisst, und der Entenegel (Theromyzon tessulatum), der sich auf Wasservögel spezialisiert hat. Also, falls ihr Enten seid, aufgepasst! (Kleiner Scherz, natürlich.)
Sind Blutegel gefährlich?
Okay, kommen wir zum Knackpunkt. Sind die Viecher gefährlich? Eher nicht. Ein Biss ist zwar nicht angenehm (fühlt sich an wie ein kleiner Nadelstich), aber in der Regel harmlos. Das Schlimmste ist meistens der Ekel und die Tatsache, dass die Wunde danach noch eine Weile blutet. (Das liegt daran, dass der Egel ein gerinnungshemmendes Mittel in die Wunde abgibt.)
ABER: Es gibt natürlich Ausnahmen. Selten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Und wenn die Wunde sich entzündet, ist ein Arztbesuch angesagt. Also, immer schön beobachten und im Zweifelsfall lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen.

Was tun, wenn man gebissen wurde?
Ruhe bewahren! (Ich weiß, leichter gesagt als getan, wenn so ein Ding an dir klebt.) Versuch nicht, den Egel einfach abzureißen. Dadurch können Teile des Mundwerkzeugs in der Wunde stecken bleiben und sich entzünden. Am besten ist es, den Egel mit dem Fingernagel wegzuschieben oder ihn mit etwas Salz oder Essig zu beträufeln. Dann lässt er von alleine los.
Danach die Wunde desinfizieren und ein Pflaster drauf. Und nicht vergessen: Die Wunde kann noch eine Weile bluten. Das ist normal, also keine Panik! (Aber trotzdem beobachten, okay?)

Warum gibt es überhaupt Blutegel?
Neben der Tatsache, dass sie uns manchmal einen Schrecken einjagen, sind Blutegel tatsächlich wichtige Bestandteile des Ökosystems. Sie regulieren beispielsweise Populationen von Amphibien und anderen Kleintieren. Und, wie gesagt, der Medizinische Blutegel wird auch in der Medizin eingesetzt, z.B. bei Arthrose, Venenleiden und zur Förderung der Durchblutung.
Also, vielleicht sollten wir den kleinen Blutsaugern doch ein bisschen mehr Respekt zollen. (Okay, vielleicht nicht unbedingt, wenn sie gerade an meinem Bein hängen…)
Fazit: Blutegel in Deutschland – Ja, aber kein Grund zur Panik!
Blutegel sind Teil unserer Natur und – zumindest in den meisten Fällen – harmlos. Wenn ihr also das nächste Mal an einem See seid, seid einfach ein bisschen aufmerksam und vermeidet es, in trüben Gewässern herumzuwaten. Und wenn ihr doch mal einen Biss abbekommt: Ruhe bewahren, richtig behandeln und vielleicht sogar ein bisschen über die faszinierende Biologie dieser Tiere nachdenken. (Oder einfach nur fluchen. Ist auch erlaubt.)
