Gefühl Von Schleim Im Hals

Okay, ich sag’s einfach. Vielleicht bin ich damit allein, aber… ich hasse dieses Gefühl. Ihr wisst schon, das Gefühl von Schleim im Hals.
Ich meine, so richtig, mit Leidenschaft. Es ist, als hätte jemand unbemerkt ein Mini-Schleimmonster in meinen Rachen geschmuggelt. Ein kleines, glibberiges Etwas, das einfach nicht verschwinden will.
Manchmal fühlt es sich an wie eine Qualle. Eine mini-Qualle, die versucht, sich dort häuslich einzurichten. Igitt!
Must Read
Die unendliche Geschichte des Räusperns
Und dann beginnt das Räuspern. Oh, das Räuspern. Man räuspert sich einmal. Nichts. Man räuspert sich zweimal. Immer noch nichts. Man räuspert sich dreimal. Und dann… vielleicht… ganz vielleicht… ist es kurz weg. Für gefühlt eine Sekunde. Dann ist das Schleimmonster wieder da, frech grinsend, und die Räusper-Odyssee beginnt von neuem.
Es ist ein Teufelskreis. Ein glibberiger, räuspernder Teufelskreis. Ein Albtraum für alle, die neben mir sitzen. Entschuldigung nochmal, liebe Mitmenschen!
Ich weiß, ich weiß, es ist wahrscheinlich ein ganz natürlicher Vorgang. Irgendwelche Bakterien, Viren, oder einfach nur trockene Luft. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich es zutiefst verabscheue.

Und das Schlimmste? Wenn man versucht, es loszuwerden. Man hustet, man räuspert, man schluckt. Aber es klebt einfach wie Pattex. Es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen – oder eher, gegen Schleimmühlen.
Hausmittelchen und andere Grausamkeiten
Ich habe alles versucht. Heiße Zitrone mit Honig. Ingwertee. Salzwasser gurgeln. Luftbefeuchter. Sogar dieses ominöse Nasenspray, das angeblich Wunder wirken soll (Spoiler: tat es nicht). Nichts hilft wirklich dauerhaft.
Vielleicht ist es ja auch eine spirituelle Prüfung. Vielleicht muss ich lernen, den Schleim zu akzeptieren. Ihn zu lieben. Mit ihm eins zu werden. Ähm, nein. Danke. Das ist dann doch ein bisschen zu viel.
Ich habe auch schon gehört, dass es psychisch bedingt sein kann. Stress. Angst. Unterdrückte Gefühle, die sich in Schleim manifestieren. Also, wenn das stimmt, dann muss ich ja kurz vor dem Kollaps stehen! Aber mal ehrlich, wer hat heutzutage keinen Stress?

Manchmal denke ich, ich sollte ein Buch schreiben. Ein Buch über die Leiden des Schleim-Geplagten. Titelvorschläge?
"Der Schleim meines Lebens: Eine Autobiografie (in Schleim)."
Oder:

"Schleim dich doch: Tipps und Tricks für ein schleimfreies Leben (Achtung: Enthält keine Tipps und Tricks)."
Okay, vielleicht doch lieber nicht. Aber vielleicht finde ich ja Leidensgenossen. Vielleicht gibt es da draußen ja noch andere, die heimlich unter dem Gefühl von Schleim im Hals leiden.
Ich weiß, es ist kein glamouröses Thema. Es ist nicht das, worüber man beim ersten Date spricht (oder vielleicht doch? Um die Spreu vom Weizen zu trennen?). Aber es ist real. Und es ist nervig.
Die Hoffnung stirbt zuletzt (oder verschleimt zuletzt?)
Vielleicht gibt es ja irgendwann eine bahnbrechende medizinische Entdeckung. Eine Pille. Ein Spray. Irgendetwas, das diesen Schleim einfach wegzaubert. Ein Schleim-Exorzist. Das wäre doch was!

Bis dahin heißt es wohl: Weiter räuspern. Weiter gurgeln. Und weiter hoffen. Und vielleicht einfach akzeptieren, dass das Schleimmonster ein Teil von mir ist. Ein kleiner, glibberiger, nerviger Teil. Aber immerhin ein Teil.
Und wer weiß, vielleicht ist es ja auch gut für irgendetwas. Vielleicht hält es ja böse Geister fern. Oder dient als natürlicher Halswärmer im Winter. Oder… okay, ich gebe auf. Es ist einfach nur nervig.
Aber immerhin habe ich jetzt darüber geschrieben. Und das ist ja auch schon mal was. Therapie durch das Schreiben. Oder so ähnlich. Und vielleicht habe ich ja auch den einen oder anderen zum Schmunzeln gebracht. Oder zumindest zum Mitfühlen.
In diesem Sinne: Prost! Auf uns Schleim-Geplagten! Möge der Schleim mit uns sein… oder auch nicht. Hauptsache, er verschwindet irgendwann.
