Gefühl Dass Etwas Im Hals Steckt

Kennt ihr das? Dieses Gefühl. Etwas hängt im Hals. Irgendwie. Aber da ist nichts.
Der unsichtbare Eindringling
Manchmal denke ich, ich habe eine ganze Pizza quer geschluckt. Oder einen Igel. Nur ohne die Stacheln, wäre ja noch schöner. Aber dieses Gefühl, dass da etwas klemmt… unerträglich!
Es ist wie ein ungebetener Gast. Einer, der sich nicht vorstellen will und einfach so im Flur steht. Unangenehm. Und man fragt sich: Geht der jemals wieder?
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Man hustet. Man räuspert sich. Man schluckt. Man trinkt literweise Wasser. Nichts hilft. Der unsichtbare Eindringling bleibt. Und man wird langsam wahnsinnig.
Ich, ganz ehrlich? Ich glaube, das ist ein Mini-Drache. Ein ganz kleiner, frecher Drache, der sich in meiner Kehle niedergelassen hat und gerade Nickerchen macht. Anders kann ich es mir nicht erklären.
Die Räusper-Revolution
Und jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Ich finde, Räuspern ist total unterschätzt. Klar, es kann nerven. Besonders im Kino. Aber manchmal… manchmal ist es einfach nötig. Es ist wie ein kleiner Protest gegen diesen unsichtbaren Fremdkörper. Ein Aufbäumen gegen das Unbehagen.

Ich meine, was soll man denn sonst tun? Eine Kehlkopfspiegelung beim Arzt beantragen, weil man das Gefühl hat, ein einzelnes Brösel vom Sonntagsbraten hat sich verirrt? Eher nicht.
Deswegen: Räuspern erlaubt! (Solange es nicht zum Dauerzustand wird, sonst nervt man wirklich alle).
Es ist ein bisschen wie das Leben. Manchmal hat man das Gefühl, irgendwas steckt fest. Irgendwas blockiert. Und man muss sich irgendwie Luft verschaffen. Man muss sich räuspern. Im übertragenen Sinne.

Die Macht der Ablenkung
Meine Taktik gegen den Mini-Drachen? Ablenkung! Ich singe schief. Ich tanze unbeholfen. Ich erzähle meinem Hund die kompliziertesten Finanztheorien (er hört immerhin aufmerksam zu).
Irgendwann, meistens dann, wenn ich gerade am wenigsten daran denke, ist das Gefühl weg. Der Mini-Drache ist weitergezogen. Oder er hat beschlossen, dass meine schiefen Gesangsversuche ihn doch zu sehr stören.
Und dann, oh Wunder, atme ich tief durch. Die Welt ist wieder in Ordnung. Bis zum nächsten Mal. Denn der nächste Mini-Drache kommt bestimmt.

Ich habe auch schon überlegt, ob es hilft, dem Mini-Drachen einen Namen zu geben. Vielleicht „Herbert“ oder „Brunhilde“. Dann hätte er wenigstens einen Bezugspunkt und würde sich nicht mehr so verloren fühlen. Vielleicht würde er dann schneller weiterziehen. Ein Versuch wäre es wert.
Der große Schlucktest
Und dann gibt es da noch den berühmten Schlucktest. Man nimmt einen riesigen Schluck Wasser. So viel, dass man fast erstickt. (Nicht nachmachen, Kinder!). Und dann hofft man, dass der unsichtbare Fremdkörper mitgeschwemmt wird.
Funktioniert meistens nicht. Aber es fühlt sich gut an. Wie ein kleiner Reset-Knopf für den Hals.

Also, ihr Lieben, wenn ihr das nächste Mal das Gefühl habt, etwas steckt im Hals: Räuspert euch. Lenkt euch ab. Gebt dem Mini-Drachen einen Namen. Und denkt daran: Ihr seid nicht allein. Wir sitzen alle im selben Boot. Oder besser gesagt: Mit dem selben Mini-Drachen im Hals.
Und vielleicht, nur vielleicht, ist es ja auch nur Einbildung. Aber das würde ich natürlich niemals zugeben.
Denn was wäre das Leben ohne ein bisschen Drama im Hals?
