Gedicht Es Ist Alles Eitel

Kennst du das Gefühl, wenn du ein mega cooles neues Gadget kaufst, total hyped bist, es die ersten Tage rauf und runter benutzt… und dann liegt es irgendwann in der Ecke und verstaubt? So ging es mir mit meinem Airfryer. Die ersten Wochen nur Pommes und Chicken Nuggets – ein kulinarischer Höhenflug! Aber jetzt? Steht er da, einsam und verlassen. Irgendwie dachte ich mir: Mensch, das ist doch genau das, was Andreas Gryphius vor hunderten von Jahren schon geschrieben hat. Verrückt, oder?
Barock-Blues und das "Eitelkeit"-Problem
Okay, zugegeben, der Vergleich hinkt vielleicht ein bisschen. Aber im Kern geht es um dasselbe: Vergänglichkeit. Gryphius, ein Dichter aus dem 17. Jahrhundert (aka die Barockzeit, wo alle entweder sehr religiös oder sehr hedonistisch drauf waren, oft beides gleichzeitig!), hat ein Gedicht namens "Es ist alles eitel" geschrieben. Und "eitel" bedeutet hier nicht selbstverliebt, sondern leer, nichtig, vergänglich. Kurz gesagt: Alles ist vergänglich. Und das ist der Grundgedanke des ganzen Gedichts.
Warum also dieser ganze Barock-Blues? Na ja, das 17. Jahrhundert war keine einfache Zeit. Krieg, Seuchen, Hungersnöte… Nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein entspanntes Leben. Verständlich, dass man da ins Grübeln kommt, was wirklich wichtig ist. Und was nicht.
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Denk mal drüber nach: Wie viele Dinge, die uns heute wichtig erscheinen, werden in 10, 20, 50 Jahren noch relevant sein? Vermutlich die wenigsten. (Apropos: Hast du dir schon mal deine alten Facebook-Posts angeschaut? Fremdschäm-Alarm garantiert!) Gryphius würde wahrscheinlich sagen: "Hab ich's doch gesagt! Alles eitel!"
Was bedeutet das für uns heute?
Klar, wir leben nicht mehr im 17. Jahrhundert. Wir haben Handys, Netflix und Airfryer (obwohl, vielleicht ist der Vergleich doch nicht so abwegig….). Aber die Frage nach der Vergänglichkeit bleibt. Was bedeutet das für unser Leben heute? Heißt das, wir sollen uns einfach hängen lassen und alles egal sein? Definitiv nicht!

Gryphius wollte uns nicht in die Depression treiben. Er wollte uns wachrütteln. Er wollte uns daran erinnern, dass wir unsere Zeit hier bewusst nutzen sollen. Dass wir uns auf das konzentrieren sollen, was wirklich zählt: Beziehungen, Erfahrungen, Werte. Echte Dinge eben, die nicht einfach so verschwinden, wenn der nächste Hype kommt.
Und ganz ehrlich: Ist das nicht ein ziemlich guter Ratschlag? In einer Welt, die immer schneller, lauter und oberflächlicher wird, tut es gut, sich mal zu fragen: Was ist wirklich wichtig? Was möchte ich wirklich erreichen? Und wie kann ich meine Zeit hier sinnvoll nutzen?

Das ist die Botschaft von "Es ist alles eitel". Es ist kein Gedicht der Verzweiflung, sondern ein Gedicht der Ermutigung. Es erinnert uns daran, dass das Leben kurz ist und dass wir es deshalb in vollen Zügen genießen sollen – aber eben mit Bedacht. Und vielleicht sollte ich meinen Airfryer doch mal wieder auspacken… nur für den Fall, dass er doch länger hält, als ich dachte. 😉
Vielleicht ist es auch einfach ein Aufruf, bewusster zu leben und nicht jedem Trend hinterherzurennen. Oder sich zu sehr über materielle Dinge zu definieren. Denn am Ende... na, du weißt schon: Alles eitel!
Mehr als nur Barock-Gerede
Also, das nächste Mal, wenn du dich in einer Sinnkrise wiederfindest oder dich von den unzähligen Angeboten und Versprechungen der Welt überfordert fühlst, denk an Gryphius und sein "Es ist alles eitel". Es ist vielleicht ein bisschen deprimierend, aber auch unheimlich befreiend. Denn wenn alles vergänglich ist, dann können wir uns entspannen und einfach das Hier und Jetzt genießen. Und vielleicht ein paar Pommes aus dem Airfryer. (Okay, ich höre jetzt wirklich auf damit!) Der Kernpunkt ist: Wir gestalten unser Leben.
