Ach, die Full Windsor. Die Krawattenknoten-Königin. Oder zumindest, das denken manche.
Ehrlich gesagt? Ich bin nicht ihr grösster Fan. Ja, ich weiss, das ist fast Blasphemie in manchen Kreisen. Aber hört mir kurz zu!
Sie ist gross. Sehr gross. Man könnte fast sagen, sie ist ein bisschen... protzig. Ich meine, wir wollen doch nicht, dass die Krawatte uns trägt, oder?
Und dann diese Symmetrie. Perfekt, ja. Aber auch ein bisschen... langweilig? Ist das nur meine Meinung? Ein bisschen Asymmetrie hat doch noch niemandem geschadet, oder?
Ich weiss, ich weiss. "Aber sie sieht so professionell aus!" Sicher. Wenn man gerade ein Vorstellungsgespräch bei einer Bank hat. Aber im Alltag? Brauchen wir diese steife Ernsthaftigkeit wirklich?
Ich meine, wann habt ihr das letzte Mal jemanden sagen hören: "Wow, dein Full Windsor! So akkurat! So... imposant!" Wahrscheinlich nie. Leute bemerken eher, wenn etwas nicht stimmt, als wenn alles perfekt ist.
How to tie full windsor knot – Artofit
Und der Aufwand! Ich meine, hallo? Haben wir alle den ganzen Tag Zeit, uns vor dem Spiegel zu verrenken? Das Ding hat mehr Schritte als ein Tango! Und dann noch die Gefahr, dass sie am Ende doch irgendwie schief hängt.
Ich gebe zu, ich habe sie schon geknotet. Mehr als einmal. Aber jedes Mal denke ich mir: "Gibt es nicht einen einfacheren Weg?"
Klar, es gibt Anleitungen. Tonnenweise. Mit schrittweisen Illustrationen, die aussehen, als wären sie von einem Chirurgen gezeichnet worden. Videos, in denen ein Typ mit übertriebener Geduld erklärt, wie man die Krawatte "herumführt".
Aber ehrlich gesagt, ich bin eher der Typ für den Four-in-Hand. Schnell, einfach, ein bisschen lässig. Und vor allem: Ich kriege ihn hin, ohne dabei einen Nervenzusammenbruch zu erleiden.
How to Tie a Windsor Knot (with Pictures) - wikiHow
Ich weiss, ich weiss. Das ist wahrscheinlich eine Todsünde in der Welt der Krawattenknoten. Aber ich stehe dazu. Ich bin ein Four-in-Hand-Fan. Und ich bin stolz darauf.
Vielleicht bin ich einfach zu ungeduldig. Oder zu faul. Oder vielleicht habe ich einfach einen anderen Geschmack. Wer weiss?
Die Full Windsor: Eine persönliche Betrachtung
Es ist ja nicht so, dass die Full Windsor völlig nutzlos wäre. Es gibt sicher Anlässe, bei denen sie angebracht ist. Eine Hochzeit zum Beispiel. Oder eben, wie gesagt, ein sehr formelles Vorstellungsgespräch.
Aber im Alltag? Im Büro? Beim Treffen mit Freunden? Ich finde, sie ist einfach übertrieben. Sie schreit nach Aufmerksamkeit. Und das ist nicht immer das, was ich will.
Full Windsor vs. Half Windsor: Tie Knot Showdown 2024
Ich mag es lieber subtiler. Ein Knoten, der nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ein Knoten, der einfach... da ist. Und der mich nicht daran erinnert, wie viel Zeit ich damit verbracht habe, ihn zu binden.
Und ganz ehrlich: Ich finde, ein kleiner Knoten wirkt selbstbewusster. So nach dem Motto: "Ich muss nicht mit einem riesigen Knoten beweisen, dass ich wichtig bin."
Versteht mich nicht falsch. Ich bewundere die Leute, die die Full Windsor beherrschen. Ich bewundere ihre Geduld. Ihre Präzision. Ihr Engagement für die Perfektion.
Aber ich bin nicht einer von ihnen. Ich bin ein Four-in-Hand-Typ. Und ich werde es auch bleiben.
8+ How To Tie The Full Windsor Knot Viral | Hutomo
Also, wenn ihr das nächste Mal vor dem Spiegel steht und euch fragt, welchen Knoten ihr binden sollt... denkt an mich. Denkt an den faulen, ungeduldigen Four-in-Hand-Fan. Und vielleicht, nur vielleicht, entscheidet ihr euch auch für den einfacheren Weg.
Denn am Ende des Tages geht es doch darum, sich wohlzufühlen. Und wenn die Full Windsor euch ein gutes Gefühl gibt, dann nur zu! Aber wenn nicht... dann gibt es ja noch den Four-in-Hand.
Oder vielleicht sogar den Half Windsor. Ein Kompromiss? Vielleicht. Aber manchmal ist ein Kompromiss genau das, was wir brauchen.
Und ganz unter uns: Ich habe den Half Windsor auch noch nie perfekt hinbekommen. Aber pssst! Das bleibt unter uns!