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Französisch Lyrische Gedichtform Des 13 Und 14 Jahrhunderts


Französisch Lyrische Gedichtform Des 13 Und 14 Jahrhunderts

Stellt euch vor, ihr sitzt in einem gemütlichen Café in Paris, vielleicht mit einem Croissant und einem Café au Lait. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, und ihr hört im Hintergrund... Poesie? Genauer gesagt, eine ganz besondere Art von Poesie aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die uns heute vielleicht ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern kann.

Die "Formen fixen" – Feste Formen für fixe Ideen

Damals, im Mittelalter, waren Dichter irgendwie wie Bäcker. Sie hatten feste Rezepte, also Formen, die sie befolgen mussten. Diese Formen waren aber nicht nur starre Regeln, sondern auch eine kreative Herausforderung. Man nannte sie "formes fixes", also feste Formen. Klingt erstmal streng, oder? Aber keine Sorge, es wird lustiger!

Zu den bekanntesten dieser "Formen fixen" gehörten das Rondeau, das Ballade und das Virelai. Jede hatte ihre eigenen Regeln, ihren eigenen Rhythmus und ihre eigenen Wiederholungen. Stell dir vor, du musst ein Gedicht schreiben, in dem bestimmte Zeilen immer wieder auftauchen. Das ist, als würde dein Lieblingsrefrain immer wieder im Song wiederholt, egal, was der Rest der Strophe so anstellt.

Das Rondeau – Ein Kreis der Wiederholung

Nehmen wir das Rondeau. Es ist kurz, knackig und hat eine raffinierte Struktur. Die erste Zeile des Gedichts wird immer wiederholt, sozusagen als Echo. Stell dir vor, du sagst etwas Wichtiges und die Welt antwortet dir immer wieder mit denselben Worten. Das kann lustig sein, tiefgründig oder einfach nur ein Ohrwurm sein.

"Der Winter ist vorbei, der Winter ist vorbei! Die Vögel singen wieder ihr Melodei. Die Blumen blühen bunt und frei, Der Winter ist vorbei!"

So in etwa könnte ein Rondeau anfangen. Die Zeile "Der Winter ist vorbei!" taucht immer wieder auf und erinnert uns daran, dass nach der Kälte immer die Wärme kommt. Oder vielleicht, dass man sich über etwas besonders freut und es einfach immer wieder sagen muss!

Sekundarstufe Unterrichtsmaterial Französisch Lektüre und Lesetexte
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Die Ballade – Eine Geschichte im Reim

Die Ballade ist etwas länger und erzählt oft eine Geschichte. Sie hat mehrere Strophen, die alle dasselbe Reimschema haben. Das ist wie ein epischer Rap-Battle, in dem sich alle an dieselben Regeln halten müssen. Oft enden die Strophen mit derselben Zeile, dem sogenannten "Kehrreim", der die Botschaft des Gedichts noch einmal unterstreicht.

Balladen waren oft dramatisch, erzählten von Rittern, Burgen und holden Maiden. Aber man kann sie auch nutzen, um über ganz alltägliche Dinge zu schreiben. Stell dir vor, eine Ballade über den morgendlichen Stau, in der sich alle über die rote Ampel beschweren und immer wieder sagen: "Ich hasse diese Ampel!"

1). Der Aufbau eines Gedichts - Wintergedicht - Medienwerkstatt-Wissen
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Das Virelai – Ein Tanz der Verse

Das Virelai ist vielleicht die verspielteste Form. Es ist wie ein Tanz, bei dem sich Verse abwechseln und umeinander winden. Es hat etwas von einem Dialog, einem Frage-und-Antwort-Spiel zwischen den Zeilen. Es ist eine Form, die sich gut für Liebesgedichte eignet, oder für Neckereien zwischen Freunden.

Man könnte sich ein Virelai vorstellen, in dem sich zwei Verliebte gegenseitig Komplimente machen. "Deine Augen sind so blau!", sagt der eine. "Und dein Lächeln so hell!", antwortet der andere. Und so geht es immer weiter, ein spielerischer Tanz der Worte.

Sekundarstufe Unterrichtsmaterial Französisch Lektüre und Lesetexte
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Mehr als nur Regeln

Was diese "Formen fixen" so besonders macht, ist, dass sie trotz ihrer strengen Regeln viel Raum für Kreativität lassen. Dichter konnten mit den Wiederholungen spielen, unerwartete Wendungen einbauen und so ganz eigene, einzigartige Gedichte schaffen. Es ist wie Kochen nach Rezept: Jeder Koch kann das gleiche Rezept anders interpretieren und so ein ganz eigenes Gericht zaubern.

Also, das nächste Mal, wenn ihr ein Gedicht lest, denkt an die französischen Dichter des 13. und 14. Jahrhunderts. An ihre Liebe zu den Formen, ihre Kreativität und ihren Humor. Vielleicht inspiriert es euch ja sogar, selbst ein Rondeau, eine Ballade oder ein Virelai zu schreiben. Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja eine neue Leidenschaft für die alte Kunst der lyrischen Gedichtform!

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