Feto Fetal Transfusion Syndrome

Liebe werdende Eltern,
Ich verstehe, dass Sie sich Sorgen machen, wenn Sie die Diagnose Feto-Fetales Transfusionssyndrom (FFTS) erhalten haben. Es ist eine schwierige Situation, und es ist verständlich, dass Sie Angst und Verwirrung empfinden. Sie sind nicht allein, und es gibt Hoffnung.
Dieser Artikel soll Ihnen Informationen über FFTS geben, Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Ihnen das Gefühl geben, besser informiert und vorbereitet zu sein, während Sie diesen Weg beschreiten.
Must Read
Was ist Feto-Fetales Transfusionssyndrom (FFTS)?
FFTS ist eine seltene, aber schwere Komplikation, die bei eineiigen Zwillingen auftreten kann, die sich eine Plazenta teilen (monochoriale Zwillinge). Normalerweise verbindet die Plazenta Mutter und Feten und versorgt die Feten mit Sauerstoff und Nährstoffen. Bei monochorialen Zwillingen befinden sich auf der Plazenta Blutgefässverbindungen (Anastomosen), die es dem Blut ermöglichen, von einem Zwilling zum anderen zu fliessen. Bei FFTS kommt es zu einem unausgeglichenen Blutfluss zwischen den Zwillingen:
- Ein Zwilling, der Donor, gibt Blut an den anderen Zwilling ab.
- Der andere Zwilling, der Akzeptor, empfängt zu viel Blut.
Dieser ungleichmäßige Blutfluss kann zu ernsthaften Problemen für beide Zwillinge führen.

Welche Probleme können durch FFTS entstehen?
Die Folgen von FFTS können für beide Zwillinge schwerwiegend sein:
- Für den Donor-Zwilling:
- Oligohydramnion: Zu wenig Fruchtwasser, da der Donor weniger Urin produziert. Der Donor-Zwilling kann im Fruchtwassersack "feststecken".
- Anämie: Mangel an roten Blutkörperchen.
- Verzögertes Wachstum.
- Im Extremfall Herzversagen.
- Für den Akzeptor-Zwilling:
- Polyhydramnion: Zu viel Fruchtwasser, da der Akzeptor mehr Urin produziert.
- Plethora/Hypervolämie: Zu viel Blutvolumen.
- Herzüberlastung: Das Herz muss härter arbeiten, um das erhöhte Blutvolumen zu pumpen.
- Hydrops fetalis: Flüssigkeitsansammlung im Körper des Fetus.
- Im Extremfall Herzversagen.
Wie wird FFTS diagnostiziert?
FFTS wird in der Regel während einer Ultraschalluntersuchung diagnostiziert. Die wichtigsten Anzeichen für FFTS sind:

- Monochoriale Zwillingsschwangerschaft (eine Plazenta).
- Signifikanter Unterschied im Fruchtwasser: Polyhydramnion (zu viel) beim Akzeptor und Oligohydramnion (zu wenig) beim Donor.
- Größenunterschied zwischen den Zwillingen.
- Fehlende oder schwer sichtbare Blase beim Donor-Zwilling.
Nach der Diagnose werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um den Schweregrad der Erkrankung festzustellen und die beste Behandlung zu planen.
Behandlungsmöglichkeiten für FFTS
Die Behandlung von FFTS zielt darauf ab, den Blutfluss zwischen den Zwillingen auszugleichen und Komplikationen zu vermeiden. Die häufigsten Behandlungen sind:
![(PDF) [Meconium peritonitis and feto-fetal transfusion syndrome]](https://i1.rgstatic.net/publication/12902224_Meconium_peritonitis_and_feto-fetal_transfusion_syndrome/links/57cec24308ae582e06937bee/largepreview.png)
- Amnioreduktion: Bei dieser Methode wird überschüssiges Fruchtwasser aus dem Fruchtwassersack des Akzeptor-Zwillings abgeleitet, um den Druck zu verringern und vorzeitige Wehen zu verhindern. Dies ist jedoch nur eine temporäre Lösung und behebt nicht die zugrunde liegende Ursache von FFTS.
- Fetoskopische Laserkoagulation: Dies ist die Standardbehandlung für FFTS. Dabei wird ein kleines Endoskop (Fetoskop) in die Gebärmutter eingeführt, um die Blutgefäßverbindungen auf der Plazenta mit einem Laser zu verschließen. Dadurch wird der Blutfluss zwischen den Zwillingen getrennt und die zugrunde liegende Ursache des FFTS behoben.
- Septostomie: Hierbei wird eine Öffnung in der Membran zwischen den Fruchtblasen geschaffen. Dies kann den Druck zwischen den Fruchtblasen ausgleichen, wird aber in der Regel nicht mehr empfohlen, da es nicht die zugrunde liegende Ursache behandelt und mit Komplikationen verbunden sein kann.
- Selektiver Fetozid: In sehr schweren Fällen, in denen ein oder beide Zwillinge gefährdet sind, kann ein selektiver Fetozid in Betracht gezogen werden, um das Überleben des anderen Zwillings zu sichern. Dies ist eine sehr schwierige Entscheidung, die sorgfältig mit den Ärzten besprochen werden sollte.
Die Entscheidung über die beste Behandlung hängt vom Schweregrad des FFTS, dem Gestationsalter und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Zwillinge ab. Ihr Arzt wird Ihnen die Vor- und Nachteile jeder Option erläutern und Ihnen helfen, die für Sie und Ihre Babys beste Entscheidung zu treffen.
Was können Sie tun?
Es ist wichtig, dass Sie sich informieren und mit Ihrem Ärzteteam zusammenarbeiten. Hier sind einige Dinge, die Sie tun können:

- Stellen Sie Fragen. Vergewissern Sie sich, dass Sie alle Aspekte Ihrer Situation verstehen.
- Suchen Sie Unterstützung. Sprechen Sie mit Ihrem Partner, Ihrer Familie, Freunden oder einer Selbsthilfegruppe.
- Kümmere dich um dich selbst. Achten Sie auf Ihre Ernährung, schlafen Sie ausreichend und suchen Sie nach Möglichkeiten, Stress abzubauen.
- Vertrauen Sie Ihrem Ärzteteam. Sie sind Experten auf diesem Gebiet und werden Ihnen die bestmögliche Versorgung bieten.
Die Diagnose FFTS kann beängstigend sein, aber es ist wichtig, dass Sie die Hoffnung nicht aufgeben. Mit frühzeitiger Diagnose und Behandlung haben viele Babys mit FFTS überlebt und ein gesundes Leben geführt.
Denken Sie daran, Sie sind nicht allein. Viele andere Eltern haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Bleiben Sie stark, bleiben Sie informiert und vertrauen Sie darauf, dass Sie alles tun, was Sie können, um Ihren Babys die bestmögliche Chance zu geben.
Haben Sie weitere Fragen zum Feto-Fetalen Transfusionssyndrom, die wir Ihnen beantworten können?
