Erster Abschnitt Der ärztlichen Prüfung

Okay, Leute, mal ehrlich. Der Physikum. Alle reden drüber, viele haben Angst davor, und die wenigsten geben es zu, dass es... eigentlich gar nicht so schlimm ist, wie alle tun. Ja, ich hab's gesagt. Und ja, vielleicht ist das eine unbeliebte Meinung.
Klar, die Vorbereitung ist ätzend. Wochenlanges Büffeln, gefühlt nur noch von Kaffee und Koffeintabletten am Leben gehalten. Das Gefühl, dass man eh alles wieder vergisst, sobald man den Raum betritt. Kennen wir alle. Aber lasst uns doch mal kurz innehalten und fragen: Ist es wirklich unmöglich?
Ich meine, wir haben schon so viel gelernt. Semester über Semester Anatomie gepaukt (ich grüße die lieben Präparierkurse – ein Hoch auf Formaldehyd!), Physiologie versucht zu verstehen (diese Kurven und Diagramme!), und Biochemie… nun ja, Biochemie ist Biochemie. Aber wir haben uns durchgekämpft!
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Der Mythos vom unbezwingbaren Physikum
Irgendwie wird das Physikum immer als unbezwingbares Monster dargestellt. Als ob das gesamte Studium darauf hinausläuft, an dieser einen Prüfung zu scheitern. Aber mal ehrlich, ist es nicht auch ein bisschen… übertrieben?
Ich meine, natürlich ist es eine wichtige Prüfung. Sie überprüft, ob wir die Grundlagen verstanden haben, die wir für unsere zukünftige Karriere als Ärztinnen und Ärzte brauchen. Aber ist es wirklich das Ende der Welt, wenn man mal durchfällt?

Die Antwort ist ganz klar: Nein. Natürlich ist es ärgerlich, und es kostet Zeit. Aber es ist kein Weltuntergang. Man lernt daraus, man weiß, woran man arbeiten muss, und man versucht es einfach noch einmal. Und ganz ehrlich, wer von uns hat noch nie was vermasselt?
Die geheime Zutat: Realismus (und ein bisschen Humor)
Meiner Meinung nach ist die wichtigste Zutat für ein erfolgreiches Physikum die richtige Einstellung. Nicht diese panische "Ich muss alles wissen"-Einstellung, sondern eine realistische und entspannte "Ich gebe mein Bestes und schaue, was passiert"-Einstellung.

Und Humor! Vergesst den Humor nicht. Wenn man sich schon den ganzen Tag mit Knochen, Muskeln und Stoffwechselwegen beschäftigt, dann darf man auch mal lachen. Über sich selbst, über die absurden Details, die man sich merken muss, und über die Tatsache, dass man sich freiwillig für diesen Wahnsinn entschieden hat.
Ich weiß, ich weiß, einige von euch denken jetzt: "Was redet der da? Der hat doch keine Ahnung!" Vielleicht habt ihr Recht. Vielleicht bin ich einfach nur naiv. Aber ich glaube fest daran, dass das Physikum nicht so unbezwingbar ist, wie alle tun.

"Es ist nur eine Prüfung. Eine große, fiese Prüfung, ja. Aber eben nur eine Prüfung."
Und wenn man durchfällt? Na und? Dann heißt es: Aufstehen, Krone richten und weiter geht’s. Das Leben ist zu kurz, um sich von einer Prüfung unterkriegen zu lassen.
Meine (vielleicht dumme) Strategie
Meine persönliche Strategie für das Physikum (und ich übernehme keine Garantie für Erfolg) war folgende: Ich habe versucht, die Inhalte zu verstehen, anstatt sie stumpf auswendig zu lernen. Das hat zwar länger gedauert, aber es hat mir geholfen, die Zusammenhänge zu erkennen und mich besser an die Dinge zu erinnern. Und ich habe mir regelmäßig Pausen gegönnt. Spaziergänge, Sport, Zeit mit Freunden – alles, was mich abgelenkt und mir neue Energie gegeben hat.

Und natürlich: Kaffee. Viel Kaffee. Aber das versteht sich ja von selbst.
Also, liebe zukünftige Ärztinnen und Ärzte, lasst euch nicht verrückt machen. Das Physikum ist eine Herausforderung, ja. Aber es ist auch eine Chance, zu zeigen, was ihr drauf habt. Glaubt an euch, bleibt positiv und vergesst den Humor nicht. Und vielleicht, nur vielleicht, werdet ihr am Ende feststellen, dass es gar nicht so schlimm war, wie ihr befürchtet habt. Oder zumindest, dass ihr es überlebt habt.
In diesem Sinne: Viel Glück! Und möge die Macht der Mitochondrien mit euch sein!
