Erst Fieber Dann Durchfall Kind

Okay, mal ehrlich, liebe Eltern. Gibt es etwas Schlimmeres als die Kombination "Erst Fieber, dann Durchfall" beim Kind? Ich glaube nicht! Und ich sage das jetzt einfach mal so raus: Ich finde, das ist schlimmer als Zahnungsweh. Ja, ich habe es gesagt!
Klar, Zahnen ist doof. Das Baby quengelt, sabbert alles voll und beißt dir in die Finger. Aber Fieber und Durchfall? Das ist die Vollbedienung des Elends. Das ist das Jackpot-Los der Elternschaft. Und wisst ihr was? Ich finde, wir sollten darüber reden. Nicht weinen, sondern reden (und vielleicht heimlich ein Stück Schokolade essen, während das Kind schläft… falls es denn schläft!).
Die Fieber-Phase: Ein Tanz auf dem Vulkan
Zuerst kommt das Fieber. Dein kleines Engelchen verwandelt sich in eine Mini-Heizung. Man legt die Hand auf die Stirn und denkt: "Wow, das ist aber warm." Und dann misst man und denkt: "Oh. Ohje. Okay, ruhig bleiben." Man googelt panisch irgendwelche Hausmittelchen und fragt sich, ob man wirklich um drei Uhr nachts in die Notaufnahme fahren muss. Spoiler: Meistens nicht. Aber die Überlegung allein reicht schon, um einem den letzten Nerv zu rauben.
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Man wickelt Wadenwickel, singt komische Lieder und versucht, dem Kind klarzumachen, dass es trinken muss. Trinken! Das heilige Mantra der fiebernden Kinder. Und was machen die kleinen Racker? Sie schütteln den Kopf und schauen dich an, als hättest du ihnen gerade vorgeschlagen, einen Teller Spinat zu essen.
Und dann, wenn man denkt, man hat das Fieber endlich im Griff (dank Zäpfchen, die man unter Protest in den Popo geschoben hat), dann… ja dann…

Der Durchfall-Gau: Wenn der Windelinhalt eine eigene Persönlichkeit entwickelt
…beginnt das Drama. Der Durchfall. Ich muss es wirklich so nennen, denn das ist es. Ein Drama in Windelform. Der Windelinhalt bekommt eine Konsistenz, die man vorher noch nie gesehen hat und von der man nie dachte, dass sie möglich wäre. Und der Geruch? Ach, der Geruch… Er könnte ganze Nachbarschaften in die Flucht treiben.
Man wechselt Windeln im Akkord. Man putzt Popos mit Feuchttüchern, bis sie wund sind. Man wäscht Bettwäsche, die eigentlich schon längst verbrannt gehört. Und man fragt sich, wie so viel Flüssigkeit aus so einem kleinen Körper kommen kann.
Und das Schlimmste ist: Das Kind fühlt sich elend. Es ist schlapp, quengelig und hat absolut keine Lust auf irgendetwas. Außer vielleicht auf Mama oder Papa. Und die haben eigentlich auch keine Lust mehr auf irgendetwas. Außer vielleicht auf eine lange, heiße Dusche und ein Nickerchen. Aber das ist ja Utopie.

Unbeliebte Meinung: Es ist okay, genervt zu sein!
So, und jetzt kommt meine unbeliebte Meinung: Es ist okay, genervt zu sein! Ja, ich weiß, wir sollen unsere Kinder lieben und bedingungslos für sie da sein. Aber ganz ehrlich? Wenn man die fünfte Windel mit Durchfall innerhalb von zwei Stunden gewechselt hat, ist es absolut legitim, sich zu denken: "Ach, du lieber Himmel! Kann das bitte aufhören?"
Wir sind auch nur Menschen. Wir haben auch Bedürfnisse. Und eines dieser Bedürfnisse ist definitiv nicht, sich rund um die Uhr um ein fieberndes, durchfallgeplagtes Kind zu kümmern. Wir brauchen Pausen! Wir brauchen Schlaf! Wir brauchen einfach mal fünf Minuten für uns!

Also, liebe Eltern, lasst uns zusammenhalten. Lasst uns gemeinsam über das Elend von "Erst Fieber, dann Durchfall" lachen (oder weinen, je nachdem). Lasst uns uns gegenseitig Mut zusprechen und daran erinnern, dass auch diese Phase irgendwann vorbei geht. Und bis dahin: Genießt die kleinen Momente, in denen das Kind friedlich schläft (und hofft, dass es nicht gleich wieder aufwacht und alles von vorne beginnt!).
Und denkt daran: Ihr seid nicht allein! Es gibt unzählige andere Eltern, die gerade genau das gleiche durchmachen. Und die wissen ganz genau, wie ihr euch fühlt. Also, tief durchatmen, die Nerven behalten und sich sagen: "Das schaffe ich!" Und dann: Ab in die Küche und ein Stück Schokolade schnappen!
