Er Tut Mir Nicht Gut

Kennst du das Gefühl, wenn du nach einem Treffen mit jemandem einfach...leer bist? Oder irgendwie komisch drauf? So, als hättest du einen Marathon gelaufen, ohne dich vorher aufgewärmt zu haben? Dann könnte es sein, dass diese Person dir nicht so gut tut. Auf Deutsch: "Er/Sie tut mir nicht gut." Und warum ist das wichtig? Na, weil dein Wohlbefinden oberste Priorität hat! Denk an dich!
Warum sollten wir uns darum kümmern, wer uns "gut tut"? Ganz einfach: Unser Umfeld beeinflusst uns enorm. Stell dir vor, du bist eine Pflanze. Bekommst du genug Sonne, Wasser und gute Erde, blühst du auf. Bekommst du nur Schatten, zu viel oder zu wenig Wasser, und schlechte Erde, dann kümmerst du vor dich hin. Genauso ist es mit uns Menschen. Die Leute, mit denen wir uns umgeben, sind unsere metaphorische Sonne, unser Wasser und unsere Erde.
Es geht nicht darum, alle "negativen" Menschen aus unserem Leben zu verbannen. Das ist unrealistisch und oft auch unfair. Aber es geht darum, bewusst zu erkennen, wer uns Energie raubt und wer uns Kraft gibt. Und dann dementsprechend unsere Zeit und Energie zu verteilen.
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Wie erkennst du, wer dir nicht gut tut?
Das ist manchmal gar nicht so einfach, denn oft sind diese Menschen gar nicht böswillig. Manchmal sind es einfach nur Gewohnheiten oder ungesunde Beziehungsmuster. Hier ein paar Anzeichen, auf die du achten kannst:
- Nach dem Treffen fühlst du dich ausgelaugt. Nicht müde im Sinne von "Ich brauche Schlaf", sondern eher so, als hättest du all deine Energie einer anderen Person gegeben.
- Du fühlst dich ständig kritisiert oder abgewertet. Egal, was du tust, es ist nie gut genug.
- Gespräche drehen sich immer nur um die andere Person. Deine Bedürfnisse, Gefühle oder Erlebnisse kommen kaum zur Sprache.
- Du fühlst dich schuldig oder verpflichtet, Dinge zu tun, die du eigentlich nicht tun möchtest. Du kannst schwer "Nein" sagen.
- Du hast das Gefühl, dich verstellen zu müssen, um der Person zu gefallen. Du kannst nicht authentisch sein.
- Es gibt immer Drama. Ständig gibt es Konflikte, Probleme oder Krisen, in die du involviert wirst.
Ein Beispiel: Stell dir vor, du hast eine Freundin, die ständig über ihren Job jammert. Jedes Mal, wenn ihr euch trefft, hörst du stundenlang von ihren Problemen. Du gibst ihr Ratschläge, versuchst sie aufzubauen, aber am Ende ändert sich nichts. Du fühlst dich hilflos und ausgelaugt, weil du ihre Probleme quasi "absorbiert" hast. Das ist ein klassisches Beispiel dafür, dass dir diese Interaktion nicht gut tut.

Oder denk an den Kollegen, der immer nur negative Kommentare abgibt. "Das wird eh nicht funktionieren," "Das ist doch alles Quatsch," "Wir sind ja sowieso die Dummen." Solche Aussagen können deine Motivation und dein Selbstvertrauen untergraben. Achte auf diese subtilen Anzeichen!
Was kannst du tun?
Okay, du hast also jemanden identifiziert, der dir nicht gut tut. Was nun? Keine Panik! Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

- Distanzieren: Das ist die einfachste und oft effektivste Methode. Verbringe weniger Zeit mit der Person. Vielleicht kannst du Treffen reduzieren oder dich nicht mehr so oft melden.
- Grenzen setzen: Lerne, "Nein" zu sagen. Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle oder Probleme anderer Leute. Sei ehrlich und klar in deiner Kommunikation.
- Gespräch suchen: Wenn dir die Person wichtig ist, kannst du versuchen, das Problem anzusprechen. Sei dabei aber vorsichtig und formuliere deine Kritik konstruktiv. Sag zum Beispiel: "Ich fühle mich oft ausgelaugt nach unseren Gesprächen. Könnten wir vielleicht auch mal über andere Themen sprechen?"
- Professionelle Hilfe: In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, vor allem wenn es sich um tieferliegende Beziehungsmuster handelt.
Wichtig: Es geht nicht darum, Menschen zu verurteilen oder auszusortieren. Es geht darum, deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und für dich selbst zu sorgen. Es ist dein gutes Recht, dich von Menschen zu distanzieren, die dir nicht guttun.
Denk daran: Du bist wertvoll und verdienst es, von Menschen umgeben zu sein, die dich unterstützen, inspirieren und dir Energie geben. Umgib dich mit "Sonnen", "Wasser" und "guter Erde", damit du aufblühen kannst! Und wenn jemand dich daran hindert, dann ist es okay zu sagen: "Er/Sie tut mir nicht gut." und entsprechend zu handeln. Tu dir selbst den Gefallen!
