Epileptischer Anfall Im Schlaf Was Tun

Stell dir vor, du schläfst tief und fest, träumst vielleicht von fliegenden Einhörnern, die Pizza essen (weil, warum nicht?), und plötzlich... BAMM! Dein Körper entscheidet sich für eine unfreiwillige Disko-Session. Willkommen in der Welt der nächtlichen epileptischen Anfälle! Klingt gruselig, ist aber manchmal auch… naja, sagen wir mal, „interessant“ für die Person, die daneben steht.
Ich spreche nicht aus dem hohlen Bauch. Mein Kater, Herr Flausch, ist der Star dieser Geschichte. Herr Flausch, ein majestätischer Perserkater mit dem Charme eines grantigen alten Lords, hat gelegentlich diese nächtlichen Ausflüge in die Welt der Anfälle. Und ich, seine besorgte (und leicht übermüdete) Dosenöffnerin, bin live dabei.
Am Anfang war es beängstigend. Ich wachte auf, weil Herr Flausch wild zuckte und miaute. Mein erster Gedanke war natürlich: „Oh Gott, stirbt er jetzt?“. Panik pur! Nach einem Besuch beim Tierarzt und der Diagnose Epilepsie (und einer ordentlichen Dosis Beruhigungstee für mich) wusste ich wenigstens, was los war.
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Was also tun, wenn das passiert?
Die gute Nachricht: meistens ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Klingt leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber hektisches Rumhampeln hilft weder dir noch dem armen Flausch. Versuche, ihn nicht anzufassen (es sei denn, er ist in Gefahr, sich zu verletzen) und warte, bis der Anfall vorbei ist.
"Die Zeit zu stoppen ist wichtig. Notiere dir, wie lange der Anfall dauert,"
empfahl mir der Tierarzt. Ich gestehe, dass ich die ersten Male viel zu beschäftigt war, um daran zu denken. Ich war eher damit beschäftigt, nicht in Ohnmacht zu fallen. Aber Übung macht den Meister. Jetzt habe ich sogar eine App auf meinem Handy, die mir dabei hilft, die Zeit im Auge zu behalten.

Nach dem Anfall ist Herr Flausch meistens total desorientiert und müde. Er torkelt ein bisschen herum, als hätte er eine ganze Flasche Katzenminze-Wein geleert (was natürlich nicht der Fall ist!). Dann kuschelt er sich an mich und schläft tief und fest. Und ich? Ich liege wach und starre an die Decke, froh, dass es vorbei ist, und frage mich, ob Einhörner wirklich Pizza essen.
Die humorvolle Seite der Medaille
Es klingt jetzt vielleicht komisch, aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran. Man lernt, die Zeichen zu deuten, bevor der Anfall richtig losgeht. Herr Flausch wird zum Beispiel immer sehr anhänglich und miaut ununterbrochen. Dann weiß ich: "Achtung, gleich geht’s los!".

Und ja, es gibt auch lustige Momente. Einmal ist Herr Flausch während eines Anfalls vom Bett gefallen (keine Sorge, er hat sich nicht wehgetan!). Er landete in meinem Wäschekorb und sah aus, als hätte er beschlossen, eine spontane Modenschau zu veranstalten. Ich musste so lachen, dass ich fast vergessen hätte, dass er gerade einen Anfall hatte.
Wichtiger Hinweis: Kein Ersatz für professionelle Hilfe!
Dieser Artikel soll keinesfalls einen Besuch beim Arzt oder Tierarzt ersetzen! Wenn dein Haustier oder du selbst unter epileptischen Anfällen leiden, ist es absolut notwendig, sich professionelle Hilfe zu suchen. Epilepsie ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die behandelt werden muss.

Aber vielleicht hilft diese kleine Anekdote, das Thema etwas zu entmystifizieren und zu zeigen, dass es auch in schwierigen Situationen Raum für Humor und Liebe gibt. Und dass sogar ein grantiger Perserkater mit Epilepsie ein ganz besonderer Teil des Lebens sein kann. Und wer weiß, vielleicht träumen wir ja alle von fliegenden Einhörnern, die Pizza essen. Auch während eines Anfalls.
Denk daran: Du bist nicht allein. Es gibt viele Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen. Und manchmal hilft es einfach, darüber zu lachen – auch wenn es vielleicht ein bisschen makaber ist.
