Ene Mene Muh Und Raus Bist Du

Kennst du das? Du stehst mit deinen Freunden da, vielleicht auf dem Schulhof, vielleicht beim Bäcker, vielleicht beim Warten auf den Bus. Und irgendwer fängt an: "Ene mene miste, es rappelt in der Kiste..."
Ja, genau! Ene Mene Muh Und Raus Bist Du! Das ultimative Entscheidungs-Tool für alle Lebenslagen, in dem es eigentlich gar keine Rolle spielt, was man am Ende wirklich wählt. Es geht nur ums Prinzip, ums Auszählen, ums Mitmachen.
Die Ursuppe der Entscheidungsfindung
Man könnte fast sagen, "Ene Mene Muh" ist die Ursuppe der Entscheidungsfindung. Bevor es komplizierte Excel-Tabellen, Pro- und Contra-Listen oder gar das Bauchgefühl gab, da war "Ene Mene Muh". So simpel, so effektiv, so... irgendwie ungerecht.
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Erinnerst du dich, als du als Kind mit deinen Geschwistern gestritten hast, wer den ersten Keks bekommt? Oder wer beim "Mensch ärgere dich nicht" anfangen darf? "Ene Mene Muh" hat's geregelt. Mehr oder weniger fair, aber immerhin gab's ein Ergebnis!
Und mal ehrlich: Wer hat nicht schon mal bei der Wahl des schlechtesten Jobs in der Gruppe heimlich gehofft, nicht ausgewählt zu werden? Das ist wie beim russischen Roulette, nur mit weniger Nervenkitzel (und hoffentlich ohne Revolver).

Mehr als nur ein Kinderreim
Aber "Ene Mene Muh" ist mehr als nur ein Kinderreim. Es ist ein soziokulturelles Phänomen. Ein Beweis dafür, dass Menschen selbst in den banalsten Situationen nach Mustern, nach Ordnung suchen. Und sei es die Ordnung des Auszählens.
Denk mal drüber nach: Wir nutzen das Prinzip im Grunde ständig. "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" ist ja auch nichts anderes als eine Variante von "Ene Mene Muh". Nur dass hier die Geschwindigkeit entscheidet, und nicht das zufällige Auswählen.

Es ist wie beim Lotto spielen. Man weiß, dass die Chancen minimal sind, aber trotzdem fiebert man mit. Man ist Teil des Spiels. Und genau das macht "Ene Mene Muh" so anziehend.
Die Psychologie des "Raus Bist Du"
Die Psychologie dahinter ist auch spannend. Derjenige, der am Ende übrig bleibt, der hat gewonnen. Obwohl er vielleicht gar nicht gewinnen wollte! Es ist wie ein unfreiwilliger Wettbewerb, bei dem man unschuldig hineingerät.
Ich erinnere mich an eine Situation in der Uni. Wir mussten uns für ein Gruppenprojekt in Untergruppen aufteilen. Und natürlich wollte keiner in die Gruppe, die das unbeliebteste Thema bearbeiten musste. Ratet mal, wie wir entschieden haben? Richtig! "Ene Mene Muh". Und ich war der Dumme, der mit dem Thema "Bedeutung der Bürokratie im antiken Rom" vorlieb nehmen musste. Super.

Das Lustige ist: Selbst als Erwachsene greifen wir noch auf diese Methode zurück. Wenn es um die Wahl des Restaurants geht, wenn es um die Entscheidung geht, wer den Müll rausbringt, oder wer den ersten Anruf beim ungeliebten Amt tätigen muss.
Die moderne Interpretation
Natürlich gibt es heute Apps und Zufallsgeneratoren, die das Auszählen übernehmen können. Aber hey, wo bleibt da der Spaß? Wo bleibt das gemeinsame Kichern, das heimliche Daumendrücken, das kollektive "Oh nein, nicht ich!"?

Also, das nächste Mal, wenn du in einer Situation bist, in der eine schnelle, unkomplizierte Entscheidung her muss: Denk an "Ene Mene Muh". Es ist vielleicht nicht die fairste Methode, aber es ist definitiv eine der unterhaltsamsten.
Und mal ehrlich: Ein bisschen Nostalgie schadet doch nie, oder?
Also, ene mene miste... auf die nächste Entscheidung! Und möge der Zufall mit dir sein!
