E Mail Zwei Personen Ansprechen

Okay, Leute, mal ehrlich: Gibt es etwas Unangenehmeres, als eine E-Mail, die gleichzeitig an zwei Personen gerichtet ist? Ich sage: Jepp! Und ich glaube, ich habe da eine ziemlich unpopuläre Meinung.
Ich meine, klar, manchmal ist es unvermeidlich. "Zur Kenntnisnahme", blabla. Aber jedes Mal, wenn ich eine Mail sehe, wo sowohl Helga als auch Günther im "An" Feld stehen, kriege ich innerlich Pickel. Warum, fragt ihr? Lasst mich ausholen.
Die Höflichkeitsfalle
Das Problem ist, es ist immer so ein Balanceakt! Man will ja keinen vor den Kopf stoßen. Stell dir vor, du schreibst eine Anfrage. Du inkludierst Frau Müller und Herr Schmidt. Beide sind wichtig, beide haben irgendwie damit zu tun. Aber wer ist jetzt zuständig? Wer fühlt sich verantwortlich, zu antworten?
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Die Wahrscheinlichkeit, dass beide denken: "Ach, der/die andere wird das schon machen" ist erschreckend hoch. Am Ende sitzt man da und wartet. Und wartet. Und wartet. Stille. Nur der Echo deiner tickenden Uhr, die dich daran erinnert, dass du eigentlich schon längst eine Antwort bräuchtest.
Und dann kommt das Drama, wenn nur einer antwortet. Ist das jetzt eine Beleidigung für den anderen? Hat derjenige sich übergangen gefühlt? Muss ich jetzt noch eine separate E-Mail schreiben, um sicherzustellen, dass alle happy sind? Hilfe!

CC-Krieg!
Und dann gibt's noch die CC-Hölle. Manchmal ist es ja nett gemeint, wenn man jemanden in CC setzt. "Damit du auch Bescheid weißt!" Aber in Wirklichkeit ist es oft nur ein subtiler Hinweis: "Ich kontrolliere dich!". Ich meine, mal ehrlich, wer liest wirklich JEDE Mail, in der er/sie in CC steht? Niemand! Außer vielleicht Bernd aus der Buchhaltung. Aber Bernd zählt nicht.
Ich persönlich habe schon Alpträume von ellenlangen E-Mail-Ketten, in denen ich als CC drin bin, aber absolut keinen Schimmer habe, worum es eigentlich geht. Und dann kommt irgendwann die Antwort "Danke für die Info!". Was für eine Info? Wovon reden wir überhaupt?

Die Unverbindlichkeit des "An" Feldes
Das "An" Feld suggeriert eine direkte Ansprache. Aber wenn da zwei Namen stehen, verwässert sich das Ganze. Es ist wie ein Buffet: Jeder kann zugreifen, aber niemand muss. Es fehlt die Verbindlichkeit, die klare Zuweisung von Verantwortung.
Ich plädiere daher für eine Revolution! Lasst uns wieder individuelle E-Mails schreiben! Ja, es ist mehr Arbeit. Ja, es dauert länger. Aber es ist auch effektiver.

Denn, ganz ehrlich, wer hat noch nie gedacht, wenn er eine E-Mail an zwei Personen bekommen hat:
"Sollen die das doch unter sich ausmachen!"
Und das ist ja auch irgendwie verständlich, oder? Wir sind doch alle nur Menschen!

Ausnahmen bestätigen die Regel
Klar, es gibt Ausnahmen. Wenn Manuela und Klaus ein Team sind und sowieso alles zusammen machen, dann ist es okay. Aber das ist selten der Fall. Meistens ist es einfach nur... kompliziert.
Deswegen mein Aufruf an alle E-Mail-Schreiber dieser Welt: Denkt nach, bevor ihr jemanden in "An" setzt! Ist es wirklich notwendig? Könnt ihr das Problem nicht auch in zwei separaten E-Mails lösen? Eure Nerven (und die eurer Empfänger) werden es euch danken!
Vielleicht bin ich ja auch einfach nur ein bisschen verrückt. Aber ich stehe zu meiner unpopulären Meinung. E-Mails an zwei Personen? Nein, danke!
