Die Zeit Vergeht Wie Im Flug

Leute, setzt euch! Bestellt euch einen Kaffee, vielleicht ein Stück Kuchen. Denn ich muss euch was erzählen. Und zwar geht's um etwas, das uns alle betrifft, uns alle heimsucht, und uns manchmal sogar den letzten Nerv raubt: Die Zeit.
Genauer gesagt, geht es um das deutsche Sprichwort: "Die Zeit vergeht wie im Flug."
Kennt ihr, oder? Ist ja auch kein Geheimnis. Aber habt ihr euch mal gefragt, warum genau die Zeit so schnell vorbeirast? Ich meine, hallo? War nicht erst gestern Weihnachten? Und jetzt sind schon wieder Ostereier im Supermarkt?
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Das Paradoxon der Zeit
Das ist doch alles total verrückt. Manchmal fühlt sich eine Stunde an wie eine Ewigkeit, besonders wenn man beim Zahnarzt sitzt oder versucht, die Bedienungsanleitung für einen neuen Fernseher zu entziffern. Dann wieder, zack, ist ein ganzer Monat einfach weg. Verschwunden im Nichts. Vielleicht von einem Zeitdieb geklaut? Ich sage ja nur!
Wissenschaftler haben sich natürlich auch schon den Kopf darüber zerbrochen. Die einen reden von relativer Wahrnehmung. Klingt schlau, ist aber eigentlich ganz einfach: Wenn wir etwas Neues erleben, etwas Aufregendes, dann speichert unser Gehirn das intensiver ab. Dadurch kommt es uns später länger vor. War ein spannendes Abenteuer, da bleibt mehr im Gedächtnis.
Im Umkehrschluss bedeutet das: Je mehr wir im Trott leben, je weniger Neues wir erleben, desto schneller rast die Zeit. Der Alltag verschwimmt, die Tage werden zu einer einzigen, großen, grauen Suppe.

Das ist, als würde man immer die gleiche Playlist hören. Am Anfang ist's cool, aber irgendwann blendet man die Musik einfach aus. Die Zeit vergeht, aber man nimmt sie kaum noch wahr. (Kleiner Tipp: Probiert mal, im Supermarkt zu tanzen! Bringt Abwechslung und verwirrt die anderen Kunden.)
Jugend vs. Alter: Ein Wettrennen gegen die Zeit
Ein weiterer Faktor ist unser Alter. Als Kinder und Jugendliche ist die Zeit gefühlt viel langsamer. Ein Sommerurlaub dauerte gefühlt Jahre! Das lag daran, dass wir ständig neue Dinge erlebt haben. Jeder Tag war ein Abenteuer. Neue Freunde, neue Spiele, neue Entdeckungen hinterm Gartenzaun!
Je älter wir werden, desto weniger "erste Male" erleben wir. Der erste Job, das erste Auto, die erste Liebe... irgendwann ist alles schon mal dagewesen. Und bumms, ist man Rentner und fragt sich, wo die ganze Zeit geblieben ist.

Denkt mal drüber nach: Für ein Kind ist ein Jahr ein großer Teil seines Lebens. Für einen 80-Jährigen ist ein Jahr nur ein kleiner Bruchteil. Deswegen kommt es uns Älteren so vor, als würde die Zeit rasen.
Ich habe mal gelesen, dass es mathematisch bewiesen wurde, dass unsere Wahrnehmung von Zeit logarithmisch abnimmt. Das heißt, jedes Jahr wird im Verhältnis zu deinem gesamten gelebten Leben kleiner. Klingt kompliziert? Ist es wahrscheinlich auch. Aber es erklärt, warum wir uns mit 50 fühlen, als wäre die Zeit schneller als mit 20.
Was tun gegen den Zeitraser?
Okay, was können wir also tun, um dem Zeitraser ein Schnippchen zu schlagen? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Erlebe etwas Neues!

Mach einen Kurs, lerne eine neue Sprache, probiere einen neuen Sport aus, reise an einen unbekannten Ort. Mach etwas, das dich aus deiner Komfortzone lockt und dein Gehirn wieder auf Trab bringt.
Auch kleine Dinge können helfen: Ändere mal deinen Arbeitsweg, koche ein neues Rezept, lies ein Buch, das du sonst nie anfassen würdest. Hauptsache, du brichst aus dem Alltagstrott aus und schaffst neue Erinnerungen.
Und vor allem: Genieße den Moment! Sei präsent im Hier und Jetzt. Leg das Handy weg, schalte den Fernseher aus und konzentriere dich auf das, was gerade passiert. Sprich mit deinen Freunden, spiele mit deinen Kindern, kuschele mit deiner Katze (oder deinem Hund, je nachdem).

Denn am Ende ist es doch so: Die Zeit vergeht sowieso. Ob wir sie nun bewusst erleben oder nicht. Aber wenn wir sie bewusst erleben, dann haben wir wenigstens etwas davon. Dann können wir später sagen: "Ja, die Zeit verging wie im Flug. Aber es war ein verdammt guter Flug!"
Also, lasst uns die Zeit nutzen, bevor sie uns entwischt! Und wer weiß, vielleicht können wir sie ja doch noch ein bisschen langsamer machen. Zumindest gefühlt.
In diesem Sinne: Prost! Auf die Zeit! Und auf all die Abenteuer, die noch vor uns liegen!
