Die Welt Von Hofmannswaldau

Okay, Freunde, mal ehrlich: Habt ihr euch jemals so richtig verkopft gefühlt? So richtig in einem Strudel aus komplizierten Gedanken, dass man am Ende nicht mal mehr weiß, ob man eigentlich Hunger hat oder einfach nur verwirrt ist? Ja? Dann seid ihr vielleicht schon unfreiwillig in die Welt von Hofmannswaldau eingetaucht. Keine Sorge, es gibt keinen Eintrittspreis, aber dafür jede Menge zu gucken (und zu grübeln).
Hofmannswaldau? Wer, bitte, ist das? Stell dir vor, du triffst auf einer Party einen Typen, der unglaublich eloquent ist. Er redet über alles und jeden, verpackt das aber in so ausgefeilte Metaphern und Vergleiche, dass du dich fragst, ob er gerade versucht, dich zu beeindrucken oder einfach nur mit dir Schach spielt. Dieser Typ – das ist Hofmannswaldau, aber in Buchform.
Die Zeit, in der Hofmannswaldau gelebt hat (so das 17. Jahrhundert, Barock-Zeit, ihr wisst schon: Perücken, Pomp und jede Menge Drama), war auch so eine Art "überladene" Zeit. Alles musste glänzen, alles musste beeindrucken, und alles musste verdammt kompliziert sein. Man könnte sagen, es war die Zeit, in der Instagram erfunden wurde, nur halt mit Sonetten statt Selfies.
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Die Liebe? Ein Minenfeld!
Besonders gerne hat sich Hofmannswaldau mit der Liebe beschäftigt. Aber nicht so schnulzig-kitschig, wie wir das heute kennen. Nein, bei ihm ist die Liebe eher ein Minenfeld. Jeder Blick, jede Geste, jedes Wort ist eine potenzielle Explosion. Stell dir vor, du versuchst, deiner Liebsten zu sagen, dass sie wunderschön ist. Bei Hofmannswaldau klingt das dann ungefähr so:
"Dein Antlitz gleicht der Sonne, deren Strahlen mein Herz in Brand stecken, doch die Asche meiner Sehnsucht nährt die Blumen der Hoffnung, die in meinem Busen sprießen, bis sie von den Tränen der unerwiderten Liebe ertränkt werden!"

...Ähm, ja. Einfach "Du bist hübsch" hätte es vielleicht auch getan.
Der Punkt ist: Hofmannswaldau war ein Meister der Übertreibung. Alles war supersize me, alles war extra deluxe. Und genau das macht ihn einerseits anstrengend, andererseits aber auch irgendwie faszinierend. Er ist wie ein überbordendes Buffet, bei dem du nicht weißt, wo du anfangen sollst. Du probierst hier ein Häppchen, da ein Häppchen, und am Ende bist du entweder satt und zufrieden oder einfach nur verwirrt und überzuckert.
Warum das Ganze?
Warum hat Hofmannswaldau das gemacht? Tja, gute Frage. Vielleicht wollte er einfach nur zeigen, was er draufhat. Vielleicht wollte er die Leser beeindrucken. Vielleicht war ihm aber auch einfach nur langweilig und er dachte sich: "Hey, ich kann das noch komplizierter machen!"

Aber, und das ist wichtig, trotz all der Kompliziertheit, steckt in seinen Werken auch oft ein Körnchen Wahrheit. Er hat versucht, die menschliche Natur, die Irrungen und Wirrungen des Lebens in Worte zu fassen. Nur eben in Worte, die so verschachtelt sind, dass man am besten eine Karte und einen Kompass dabei hat.
Denk mal drüber nach: Kennst du nicht auch Leute, die alles komplizierter machen, als es sein müsste? Die aus einer Mücke einen Elefanten machen und aus einer einfachen Frage eine philosophische Abhandlung? Ja, genau die! Hofmannswaldau ist quasi der Urvater all dieser Menschen.

Hofmannswaldau im Alltag
Okay, jetzt fragst du dich vielleicht: "Und was bringt mir das jetzt alles? Was habe ich davon, wenn ich etwas über Hofmannswaldau weiß?" Ganz einfach: Du kannst dich das nächste Mal, wenn jemand versucht, dich mit komplizierten Formulierungen zu beeindrucken, einfach innerlich wegschmeißen und denken: "Ach, der ist ja auch nur ein Hofmannswaldau!"
Und vielleicht, nur vielleicht, wirst du auch ein bisschen toleranter gegenüber den Menschen, die eben ein bisschen komplizierter denken. Denn wer weiß, vielleicht steckt hinter all der Kompliziertheit ja doch ein kluger Kopf und ein sensibles Herz. Oder vielleicht sind sie auch einfach nur verwirrt. Wie wir alle manchmal.
Also, das nächste Mal, wenn du dich in einem Strudel aus komplizierten Gedanken befindest, denk an Hofmannswaldau. Und lächle. Denn du bist nicht allein.
