Die Tochter Peter Bichsel

Stell dir vor: Du sitzt im Café, liest Zeitung, und am Nebentisch diskutieren zwei Leute lautstark über... ja, was eigentlich? Ich hab's nicht genau verstanden, aber es klang nach einer hitzigen Debatte über Peter Bichsel und seine angebliche Frauenfeindlichkeit. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt. Aber es hat mich ins Grübeln gebracht: Was wissen wir eigentlich über die Frauen in Bichsels Leben? Und da fiel mir sie ein: Bichsels Tochter.
Klar, Peter Bichsel, der Meister der Kurzgeschichte, der Mann, der uns beigebracht hat, dass sogar der biedere Herr Blum eine kleine Revolution erleben kann. Aber die Tochter? Über die liest man fast nichts. Ein bisschen Recherche im Internet, ein paar verstreute Erwähnungen in Biografien, das war's dann auch schon. Findest du das nicht auch komisch? So ein bekannter Autor und so wenig Informationen über seine Familie...
Das Schweigen rund um die Tochter
Es ist, als ob um Bichsels Tochter eine Art Schweigegebot herrscht. Warum ist das so? War das ihr Wunsch? Oder ist es einfach dem Umstand geschuldet, dass Bichsel selbst sein Privatleben immer strikt von seinem öffentlichen Leben getrennt hat? Fragen über Fragen, liebe Leser! Und ich hab auch keine fertigen Antworten, sondern nur Vermutungen.
Must Read
Es gibt diese uralte Journalistenweisheit: "Don't believe everything you read." Gilt vielleicht auch umgekehrt: "Don't expect everything to be written"? Vielleicht wollte sie einfach nicht im Rampenlicht stehen, nicht ständig als "die Tochter von..." wahrgenommen werden. Kann man ihr ja nicht verdenken, oder?
Spurensuche im Werk
Natürlich stellt sich die Frage: Finden sich in Bichsels Werk Spuren seiner Tochter? Gibt es versteckte Widmungen, Anspielungen, kleine literarische Botschaften? Ich hab (zugegebenermassen oberflächlich) gesucht, aber nichts Eindeutiges gefunden. Vielleicht braucht es da jemanden mit einem literaturwissenschaftlichen Doktortitel und detektivischem Spürsinn. Jemand, der bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen und die verborgenen Verbindungen aufzudecken. Freiwillige vor!

Vielleicht ist aber auch das die falsche Herangehensweise. Vielleicht müssen wir akzeptieren, dass das Privatleben eines Autors eben privat ist. Dass er uns nicht verpflichtet ist, jeden Aspekt seines Lebens offenzulegen. Auch wenn es uns noch so sehr interessiert, gell?
Ein Plädoyer für Diskretion
Vielleicht ist die Geschichte von Bichsels Tochter eben keine Geschichte, die erzählt werden muss. Vielleicht ist es gerade die Diskretion, die sie schützt. Und vielleicht sollten wir das respektieren. Das soll jetzt nicht heissen, dass wir nicht neugierig sein dürfen. Aber Neugier sollte nicht in Voyeurismus ausarten. Findest du nicht auch?

Stell dir vor, du wärst die Tochter eines berühmten Autors. Würdest du wollen, dass jeder deine Lebensgeschichte kennt? Dass jeder über deine Entscheidungen urteilt? Wahrscheinlich nicht. Und deshalb, liebe Leser, sollten wir uns vielleicht einfach damit begnügen, Bichsels Werk zu lesen und zu geniessen – ohne uns zu sehr in sein Privatleben einzumischen.
Was bleibt?
Was bleibt also von dieser kleinen Spurensuche? Die Erkenntnis, dass es eben Dinge gibt, die im Dunkeln bleiben. Dass das Schweigen manchmal lauter sprechen kann als tausend Worte. Und dass wir als Leser und Rezipienten eine gewisse Verantwortung haben, die Privatsphäre von Künstlern und ihren Familien zu respektieren. Auch wenn es uns manchmal schwerfällt, die Neugier zu zügeln...
Und vielleicht, ganz vielleicht, ist die Geschichte von Bichsels Tochter ja auch eine Aufforderung an uns alle: Lebe dein eigenes Leben, unabhängig vom Schatten berühmter Eltern. Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft, die wir aus diesem kleinen Ausflug mitnehmen können. Was meinst du?
