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Die Letzten Stunden Mit Meinem Hund


Die Letzten Stunden Mit Meinem Hund

Der Wecker klingelte viel zu früh. Normalerweise würde ich mich umdrehen und noch eine Runde schlafen, aber heute war anders. Heute waren die letzten Stunden mit Moritz, meinem haarigen, sabbernden, aber absolut liebenswerten Labrador-Mischling.

Ich muss zugeben, der Gedanke, dass dies unser letzter Tag zusammen sein würde, warf mich komplett aus der Bahn. Ich hatte mir ausgemalt, dass wir ein ruhiges Frühstück haben würden, vielleicht einen gemütlichen Spaziergang im Park. Aber Moritz hatte andere Pläne. Er rannte wie ein Irrer durch die Wohnung, als hätte er plötzlich Flügel bekommen. Er sprang auf das Sofa (was er eigentlich nie durfte), stahl mir ein Socken aus dem Wäschekorb und versuchte, den Teppich zu essen. Ein ganz normaler Morgen also, nur eben hoch zehn.

Nachdem ich ihn endlich von der Couch gepflückt und ihm den Socken abgenommen hatte (er protestierte lautstark), beschloss ich, wir würden unser Frühstück draußen einnehmen. Vielleicht würde die frische Luft ihn etwas beruhigen. Falsch gedacht. Kaum waren wir vor der Tür, entdeckte er einen Eichhörnchen. Die Verfolgungsjagd endete mit einem Salto Mortale über eine Mülltonne und einem lautstarken Gebell, das die gesamte Nachbarschaft aufweckte. Ich glaube, Frau Müller von gegenüber hat mir einen ziemlich bösen Blick zugeworfen.

Zurück in der Wohnung (etwas gedemütigt, aber unverletzt) versuchte ich, ihn mit einem seiner Lieblingsspielzeuge zu beschäftigen, einem alten, quietschenden Plüschschwein. Normalerweise liebt er dieses Ding, aber heute war es anscheinend nicht interessant genug. Er warf es mir vor die Füße, bellte mich an und schaute mich mit seinen großen, braunen Augen an, als wollte er sagen: "Ist das alles, was du zu bieten hast?"

Ich beschloss, dass wir ein Bad nehmen würden. Moritz hasste Baden. Aber ich hatte das Gefühl, dass er sauber sein sollte. Das Bad entwickelte sich zu einer regelrechten Schlammschlacht. Er versuchte, aus der Wanne zu springen, planschte mit dem Wasser und schüttelte sich mit Vorliebe direkt über mich. Am Ende sah das Badezimmer aus wie ein Schlachtfeld und ich war klatschnass. Moritz hingegen sah aus, als hätte er den Spaß seines Lebens gehabt.

Ich wollte gerade mit meinem Hund zum Tierarzt.. - DEBESTE.de
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Nach dem Chaos im Badezimmer war ich ziemlich erschöpft. Ich setzte mich auf das Sofa und Moritz kam zu mir und kuschelte sich an mich. Das war der Moment, in dem die ganze Absurdität des Tages wirklich einsank. Hier lag er, mein chaotischer, verrückter Hund, der mein Leben so oft auf den Kopf gestellt hatte. Und ich würde ihn so sehr vermissen.

Die Stunden vergingen wie im Flug. Wir kuschelten, spielten (erstaunlicherweise diesmal ohne größere Zwischenfälle) und ich gab ihm so viele Leckerlis, wie er nur essen konnte. Ich las ihm sogar aus seinem Lieblingsbuch vor, einer Sammlung von Hunde-Witzen (ja, ich weiß, es ist albern). Er grunzte und schnaufte an den richtigen Stellen, als würde er die Witze wirklich verstehen.

Die Zeit, die ich mit meinem Hund verbringe, ist jeden Moment wert
Die Zeit, die ich mit meinem Hund verbringe, ist jeden Moment wert

Als es dann so weit war, war ich überraschend ruhig. Ich hatte mich darauf vorbereitet, in Tränen auszubrechen, aber stattdessen fühlte ich mich friedlich. Moritz lag in meinen Armen, entspannt und ruhig. Er schaute mich mit seinen großen, braunen Augen an, und ich wusste, dass er wusste. Er war bereit.

Dr. Schmidt, sein Tierarzt, war unglaublich einfühlsam. Er erklärte alles ruhig und verständlich. Die Atmosphäre war friedlich und respektvoll. Ich bin ihm sehr dankbar dafür.

Nachdem alles vorbei war, fühlte ich mich leer. Aber auch dankbar. Dankbar für all die Jahre, die ich mit Moritz verbringen durfte. Dankbar für all die Liebe, die er mir gegeben hat. Und dankbar für die Erinnerungen, die ich für immer in meinem Herzen tragen werde.

Selfie mit meinem Hund - Creative Commons Bilder
Selfie mit meinem Hund - Creative Commons Bilder

Ja, die letzten Stunden mit Moritz waren chaotisch, anstrengend und voller unerwarteter Überraschungen. Aber sie waren auch voller Liebe, Lachen und unvergesslicher Momente. Und ich würde sie um nichts in der Welt eintauschen.

Und falls Sie sich fragen, was ich jetzt mache? Ich sitze auf dem Sofa, umgeben von Hundehaaren, einem sabberigen Plüschschwein und dem Geruch von nassem Hund. Und ich lächle.

Die letzten Stunden... - Facts & News Wenn ich mit meinem Hund nach Hause komme, ziehe ich ihm als Erstes das Ich mag es Zeit mit meinem Hund zu verbringen.. - DEBESTE.de

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