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Die Hölle Das Sind Die Anderen


Die Hölle Das Sind Die Anderen

Okay, Leute, setzt euch, bestellt euch einen Kaffee (oder 'n Bier, ist ja schließlich immer irgendwo Feierabend), denn ich hab' euch was mitgebracht. Und zwar was, das klingt nach 'nem Metal-Album, ist aber viel, viel philosophischer: "Die Hölle, das sind die Anderen." Klingt erstmal gruselig, oder?

Ist es aber gar nicht. Na ja, kommt drauf an, wer die Anderen sind, ne? Aber fangen wir mal von vorne an. Der Urheber dieses kleinen, knackigen Zitats ist nämlich kein Geringerer als der französische Philosoph Jean-Paul Sartre. Ja, der mit der Zigarette im Mundwinkel und dem existentiellen Blick. Der sah das Leben so ernst, dass es schon wieder lustig ist. Also, fast.

Sartres existentialistischer Albtraum: WG-Leben

Sartre hat das Ganze in seinem Theaterstück "Geschlossene Gesellschaft" (frz. "Huis Clos") verpackt. Stell dir vor: Drei Leute sterben (Achtung, Spoiler!), aber statt in den Himmel oder die Hölle zu kommen, landen sie in einem geschlossenen Raum. Klingt erstmal nach 'ner WG-Situation, oder? Nur ohne Kühlschrank und funktionierendes WLAN. Und mit deutlich mehr Drama.

Und hier kommt der Clou: Es gibt keine Folterinstrumente, keine Dämonen, die mit Mistgabeln rumfuchteln. Die Hölle, die Sartre beschreibt, ist... zwischenmenschlich. Die drei Protagonisten quälen sich gegenseitig, indem sie sich permanent beobachten, beurteilen und ihre tiefsten Ängste und Unsicherheiten offenlegen. Quasi wie bei "Big Brother", nur ohne Kamera und mit noch mehr psychischem Leid.

Ich meine, wer kennt das nicht? Man fühlt sich beobachtet, beurteilt, missverstanden. Man will jemand sein, der man nicht ist, und leidet darunter, dass die Anderen einen anders sehen. Das ist im Grunde die Essenz von Sartres Hölle. Eine Hölle, die wir uns selbst erschaffen.

Die Hölle, das sind die anderen - Jean-Paul Sartre
Die Hölle, das sind die anderen - Jean-Paul Sartre

Ich sehe was, was du nicht bist!

Sartre wollte uns damit nicht sagen, dass alle Menschen doof sind und wir uns am besten in 'ner einsamen Hütte in der sibirischen Taiga verstecken sollten (obwohl, die Idee hat was, oder?). Sondern, dass unsere Identität maßgeblich von den Blicken der Anderen geformt wird. Wir sind, was die Anderen von uns denken, und das kann ganz schön ätzend sein. Vor allem, wenn die Anderen blöde Kommentare abgeben, während man versucht, 'nen Kuchen zu backen, der nicht zusammenfällt.

Er wollte uns zeigen, wie stark wir von der Außenwelt beeinflusst werden und wie schwer es ist, wirklich authentisch zu sein. Weil wir ständig versuchen, irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen. Wir wollen cool, erfolgreich, schlank und überhaupt total perfekt sein. Und das ist doch Blödsinn!

Die Hölle, das sind die anderen (Jean-Paul Sartre)
Die Hölle, das sind die anderen (Jean-Paul Sartre)

Ich meine, wer ist schon wirklich perfekt? Selbst Models haben Pickel und Philosophen vergessen, den Müll rauszubringen. Und mal ehrlich, wäre das Leben nicht furchtbar langweilig, wenn alle gleich wären?

Die Hölle als Spiegel

Die ganze Sache ist aber nicht nur deprimierend. Sartre wollte uns auch darauf aufmerksam machen, dass wir die Macht haben, unsere eigene Hölle zu verlassen. Indem wir uns bewusst machen, wie sehr wir uns von den Meinungen der Anderen beeinflussen lassen, können wir uns davon befreien. Wir können lernen, uns selbst zu akzeptieren, mit all unseren Macken und Fehlern. Und das ist doch 'ne tolle Sache, oder?

Jean Paul Sartre Zitat: Die Hölle, das sind die - sagdas
Jean Paul Sartre Zitat: Die Hölle, das sind die - sagdas

Denn eigentlich ist die Hölle ja nur ein Spiegel. Sie zeigt uns, was wir an uns selbst nicht mögen. Und wenn wir das erkannt haben, können wir daran arbeiten. Wir können lernen, uns selbst zu lieben, so wie wir sind. Und dann sind die Anderen plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Vielleicht sind sie sogar ganz nett.

Also, lasst uns die Hölle verlassen und uns auf die Suche nach der Authentizität machen! Lasst uns unsere eigenen Wege gehen und uns nicht von den Erwartungen der Anderen unterkriegen lassen. Und wenn uns trotzdem mal wieder jemand auf die Nerven geht, dann denken wir einfach an Sartre und grinsen innerlich. Denn wir wissen ja: Die Hölle, das sind die Anderen. Aber die Tür zur Hölle... die können wir selbst aufmachen und wieder zumachen. Und das ist doch eigentlich ganz beruhigend, oder?

Jetzt aber genug philosophiert. Wer bestellt die nächste Runde?

Jean Paul Sartre Zitat: Die Hölle, das sind die - sagdas Jean Paul Sartre Zitat: Die Hölle, das sind die - sagdas Jean-Paul Sartre: „Die Hölle, das sind die anderen“ | Philosophie Magazin

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