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Diastolischer Wert Zu Niedrig Ursachen


Diastolischer Wert Zu Niedrig Ursachen

Ein niedriger diastolischer Blutdruck, also der untere Wert bei einer Blutdruckmessung, kann überraschen und Anlass zur Sorge geben. Während ein hoher Blutdruck oft als gesundheitsschädlich gilt, ist ein zu niedriger diastolischer Wert ebenfalls nicht ideal und kann verschiedene Ursachen haben. Es ist wichtig, die möglichen Gründe dafür zu verstehen, um angemessen reagieren zu können.

Was bedeutet ein niedriger diastolischer Wert?

Der Blutdruck wird in zwei Werten angegeben: dem systolischen (oberen) und dem diastolischen (unteren). Der systolische Wert gibt den Druck in den Arterien an, wenn das Herz sich zusammenzieht und Blut in den Kreislauf pumpt. Der diastolische Wert hingegen misst den Druck in den Arterien, wenn das Herz sich zwischen den Schlägen entspannt und sich wieder mit Blut füllt. Ein normaler Blutdruck liegt idealerweise bei etwa 120/80 mmHg. Ein diastolischer Wert unter 60 mmHg wird oft als zu niedrig betrachtet.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Interpretation des diastolischen Blutdrucks immer im Kontext des systolischen Werts und des Gesamtbefindens der Person betrachtet werden muss. Ein isoliert niedriger diastolischer Wert, bei dem der systolische Wert im Normalbereich liegt, kann andere Ursachen haben als ein niedriger diastolischer Wert in Kombination mit einem niedrigen systolischen Wert.

Mögliche Ursachen für einen niedrigen diastolischen Blutdruck

Die Ursachen für einen niedrigen diastolischen Blutdruck können vielfältig sein. Hier sind einige der häufigsten Gründe:

1. Medikamente

Bestimmte Medikamente können den Blutdruck senken, darunter:

  • Blutdrucksenkende Mittel: Betablocker, ACE-Hemmer, Diuretika können sowohl den systolischen als auch den diastolischen Wert beeinflussen.
  • Antidepressiva: Einige Antidepressiva können den Blutdruck senken, insbesondere wenn sie mit anderen Medikamenten kombiniert werden.
  • Vasodilatatoren: Diese Medikamente erweitern die Blutgefäße, was den Blutdruck senken kann.

Es ist wichtig, Ihrem Arzt alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mitzuteilen, die Sie einnehmen, um mögliche Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen zu besprechen.

Diastolischer Blutdruck - Einflussfaktoren & Definition - Aktiia
Diastolischer Blutdruck - Einflussfaktoren & Definition - Aktiia

2. Dehydration

Flüssigkeitsmangel kann zu einem niedrigeren Blutvolumen führen, was wiederum den Blutdruck senken kann. Dies gilt sowohl für den systolischen als auch für den diastolischen Wert. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr, besonders bei heißem Wetter oder nach körperlicher Anstrengung.

3. Herzprobleme

Verschiedene Herzerkrankungen können den Blutdruck beeinflussen:

  • Herzinsuffizienz: Das Herz kann nicht mehr ausreichend Blut pumpen, was zu einem niedrigeren Blutdruck führen kann.
  • Herzklappenerkrankungen: Probleme mit den Herzklappen können die Blutzirkulation beeinträchtigen und den Blutdruck senken.
  • Bradykardie: Ein zu langsamer Herzschlag kann ebenfalls zu einem niedrigen Blutdruck führen.

4. Endokrine Störungen

Hormonelle Ungleichgewichte können den Blutdruck beeinflussen:

Diastolischer Blutdruck | Infothek | BlutdruckDaten
Diastolischer Blutdruck | Infothek | BlutdruckDaten
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann den Stoffwechsel verlangsamen und den Blutdruck senken.
  • Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison): Ein Mangel an Kortisol und Aldosteron kann zu niedrigem Blutdruck, Müdigkeit und Schwäche führen.

5. Neurologische Erkrankungen

Einige neurologische Erkrankungen können das vegetative Nervensystem beeinträchtigen, das den Blutdruck reguliert:

  • Parkinson-Krankheit: Kann zu orthostatischer Hypotonie führen, einem Blutdruckabfall beim Aufstehen.
  • Multiple Sklerose: Kann ebenfalls die Blutdruckregulation beeinträchtigen.

6. Infektionen und Sepsis

Schwere Infektionen können zu einer Weitung der Blutgefäße führen, was den Blutdruck senken kann. Sepsis, eine lebensbedrohliche Reaktion auf eine Infektion, kann einen drastischen Blutdruckabfall verursachen.

7. Ernährungsfaktoren

Eine unausgewogene Ernährung kann ebenfalls zu niedrigem Blutdruck beitragen. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Vitamin B12 oder Eisen kann beispielsweise zu Anämie führen, die wiederum den Blutdruck senken kann. Auch Alkohol kann den Blutdruck senken.

Definition | Diastolischer Blutdruck niedrig, hoch: Ursachen und Folgen
Definition | Diastolischer Blutdruck niedrig, hoch: Ursachen und Folgen

8. Alter

Mit zunehmendem Alter kann die Elastizität der Blutgefäße abnehmen, was zu Veränderungen im Blutdruck führen kann. Bei älteren Menschen ist ein isoliert niedriger diastolischer Wert nicht ungewöhnlich und wird oft als Folge der Arterienversteifung interpretiert.

Symptome eines niedrigen diastolischen Blutdrucks

Ein niedriger diastolischer Blutdruck verursacht nicht immer Symptome. Wenn jedoch Symptome auftreten, können diese sein:

  • Schwindel oder Benommenheit
  • Ohnmacht oder fast Ohnmacht
  • Verschwommenes Sehen
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Übelkeit

Es ist wichtig, bei Auftreten dieser Symptome einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären.

Definition | Diastolischer Blutdruck niedrig, hoch: Ursachen und Folgen
Definition | Diastolischer Blutdruck niedrig, hoch: Ursachen und Folgen

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Sie regelmäßig einen niedrigen diastolischen Blutdruck (unter 60 mmHg) messen und Symptome wie Schwindel, Ohnmacht oder Müdigkeit auftreten. Auch wenn Sie Medikamente einnehmen, die den Blutdruck senken können, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen. Eine ärztliche Untersuchung kann helfen, die Ursache des niedrigen diastolischen Blutdrucks zu ermitteln und eine angemessene Behandlung einzuleiten. Ignorieren Sie Warnsignale Ihres Körpers nicht!

Was kann man selbst tun?

In einigen Fällen kann man durch einfache Maßnahmen den diastolischen Blutdruck stabilisieren:

  • Ausreichend trinken: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, besonders bei heißem Wetter oder nach körperlicher Anstrengung.
  • Salzzufuhr erhöhen: In Absprache mit Ihrem Arzt kann eine erhöhte Salzzufuhr helfen, den Blutdruck zu erhöhen.
  • Langsam aufstehen: Vermeiden Sie plötzliches Aufstehen, um Schwindel zu verhindern.
  • Kompressionsstrümpfe tragen: Kompressionsstrümpfe können helfen, das Blut in den Beinen zu halten und den Blutdruck zu stabilisieren.
  • Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige, moderate Bewegung kann die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern.

Wichtig: Bevor Sie Änderungen an Ihrer Ernährung oder Ihrem Lebensstil vornehmen, sollten Sie dies immer mit Ihrem Arzt besprechen.

Fazit

Ein niedriger diastolischer Blutdruck kann verschiedene Ursachen haben und sollte, insbesondere wenn Symptome auftreten, ärztlich abgeklärt werden. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Durch eine gesunde Lebensweise und die Beachtung der ärztlichen Empfehlungen kann man den Blutdruck oft positiv beeinflussen. Die regelmäßige Kontrolle Ihres Blutdrucks ist ein wichtiger Schritt zur Erhaltung Ihrer Gesundheit. Suchen Sie professionelle medizinische Beratung, um die beste Vorgehensweise für Ihre individuelle Situation zu bestimmen.

Diastolischer Blutdruck - unterer Wert zu hoch? mmHG Grenzwerte Systolischer und diastolischer Blutdruck - Zwei Werte für den Blutdruck?

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