Der Tag An Dem Oma Das Internet Kaputt Gemacht Hat

Erinnerst du dich an den Tag, an dem Oma das Internet kaputt gemacht hat? Ich schon. Und ich sage dir was: Ich bin nicht mal böse.
Klar, es war ein Chaos. Weltweit. Plötzlich gingen Webseiten nicht mehr. Katzenvideos luden nicht. Der Horror! Aber mal ehrlich, brauchten wir vielleicht genau das?
Es fing, wie so oft, harmlos an. Oma Hildegard, 87, entdeckte das Internet. Spät, ja. Aber besser spät als nie, oder? Sie hatte sich einen neuen Laptop von ihrem Enkel schenken lassen. Der, der ihr auch immer das WLAN einrichtet. (Und der, der sich wahrscheinlich immer noch die Haare rauft.)
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Oma Hildegard war begeistert. Sie googelte "leckere Apfelkuchen Rezepte". Sie bestellte (versehentlich) 37 Paar Socken mit Katzenmotiven. Und sie entdeckte Facebook. Oh je.
Die Kettenbrief-Apokalypse
Ich will jetzt niemanden beschuldigen. Aber Oma Hildegard war offenbar eine Meisterin im Teilen von Kettenbriefen. Kennst du das? "Teile diesen Beitrag mit 10 Freunden, sonst hast du 7 Jahre Pech!" Oder: "Wenn du dieses Bild nicht weiterleitest, stirbt dein Hamster!"

Innerhalb von Stunden flutete sie das Internet mit diesen Dingern. Ihre Enkelkinder versuchten, sie aufzuhalten. Vergeblich. Oma Hildegard war im Kettenbrief-Rausch. Sie war der Meinung, sie rette Hamsterleben. Und ihr Apfelkuchenrezept würde nur perfekt, wenn genügend Leute den Beitrag teilten.
Und dann passierte es. Das Netz stöhnte. Die Server krachten. Das Internet… brach zusammen. Für ungefähr eine Stunde. Eine Stunde ohne Instagram. Eine Stunde ohne Online-Shopping. Eine Stunde, in der man sich mit echten Menschen unterhalten musste. Gruselig, ich weiß.
Das Geständnis
Als das Internet wieder funktionierte, war Oma Hildegard untröstlich. Sie hatte Angst, sie sei schuld. Und rate mal? War sie auch. (Ein bisschen zumindest.)

Ihr Enkel erklärte ihr, was passiert war. Dass zu viele Nachrichten das System überlastet hatten. Dass Hamster nicht von Facebook abhängig sind. Sie schämte sich furchtbar.
Aber hier kommt meine unpopuläre Meinung: Vielleicht brauchten wir das. Vielleicht brauchten wir diese kleine, von Oma Hildegard verursachte, Internet-Apokalypse.

Denk mal drüber nach: Wie viel Zeit verbringen wir online? Wie viele unsinnige Dinge teilen wir? Wie viele Hamster sterben WIR, weil wir eben NICHT Kettenbriefe teilen? (Okay, vielleicht nicht wirklich sterben. Aber das ist der Punkt!)
Oma Hildegard hat uns gezeigt, wie schnell das Ganze außer Kontrolle geraten kann. Wie schnell wir uns in einem Strudel aus Informationen, Fake News und Katzenvideos verlieren können.
Die Lektion von Oma Hildegard
Klar, es war ärgerlich, als das Internet ausfiel. Aber vielleicht war es auch ein Weckruf. Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr wie Oma Hildegard sein. Nicht im Sinne von Kettenbriefen, natürlich. Sondern im Sinne von: Hinterfragen, was wir online sehen. Nachdenken, bevor wir teilen. Und ab und zu einfach mal den Laptop zuklappen und einen echten Apfelkuchen backen.

Und Oma Hildegard? Die hat jetzt ein neues Hobby: Stricken. Und sie strickt Socken. Mit Katzenmotiven. Die verkauft sie dann auf dem Wochenmarkt. Offline. Die Hamster sind ihr dankbar.
Also, danke Oma Hildegard. Für den Tag, an dem du das Internet kaputt gemacht hast. Und für die Lektion, die wir daraus gelernt haben. (Hoffentlich!)
Und wenn du jetzt einen Kettenbrief bekommst, denk an Oma Hildegard. Und lösche ihn einfach. Der Hamster wird es dir danken.
