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Der Besuch Der Alten Dame Film 1959


Der Besuch Der Alten Dame Film 1959

Ach du lieber Augustin! Wisst ihr, was ich letztens entdeckt habe? Einen Film, der so alt ist, dass er quasi schon in Rente gehen könnte: "Der Besuch der alten Dame" von 1959. Ja, richtig gelesen. Fünfzig-neun-zehn! Da war die Mauer noch gar nicht hochgezogen, und die Beatles haben noch in irgendwelchen Hamburger Kellern rumgegeigt!

Okay, kurz zur Story, denn die ist Gold wert. Stellt euch vor: Güllen, ein Kaff, so pleite, dass selbst die Ratten schon Koffer packen. Plötzlich taucht Claire Zachanassian auf, eine Milliardärin. Und was für eine! Die hat mehr Geld als Dagobert Duck, und eine Rache, die kälter ist als 'ne Eisdiele im November. Sie bietet dem Dorf 'ne Stange Geld, aber nur, wenn sie Alfred Ill, ihren Jugendliebsten (und den Vater ihres unehelichen Kindes, ups!), um die Ecke bringen.

So weit, so melodramatisch. Aber jetzt kommt der Witz: Die Dorfbewohner sind natürlich erstmal entsetzt. "Morden für Geld? Niemals!" rufen sie. Aber hey, wer würde schon nein sagen zu 'ner neuen Schule, 'ner sanierten Kirche und 'ner Tankstelle mit 24/7-Service?

Die Charaktere: Skurril und liebenswert (oder auch nicht)

Alfred Ill, gespielt von Heinz Rühmann, ist der arme Tropf, der plötzlich feststellt, dass seine Vergangenheit ihn schneller einholt als 'ne Whatsapp-Nachricht. Rühmann, normalerweise der nette Onkel von nebenan, spielt hier einen Mann, der zwischen Panik und Akzeptanz schwankt. Man möchte ihn am liebsten in den Arm nehmen und ihm sagen: "Brudi, lauf! Lauf so schnell du kannst!"

Claire Zachanassian, die alte Dame höchstpersönlich, wird von Maria Becker verkörpert. Und holy moly, was für eine Performance! Sie ist eiskalt, berechnend und hat eine Prothese für fast jedes Körperteil. Ernsthaft, ich glaube, sie könnte mit ihren künstlichen Gliedmaßen 'ne ganze Armee ausstatten!

Der Besuch der alten Dame (1959) (DVD) – jpc.de
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Die Dorfbewohner? Nun, die sind eine bunte Mischung aus Opportunisten, Mitläufern und ein paar wenigen, die noch einen Funken Moral besitzen. Aber seien wir ehrlich: Wer würde in Güllen schon wirklich für Ill die Hand ins Feuer legen? Immerhin sind die neuen Schuhe, die sich alle leisten können, verdammt schick!

Warum der Film auch heute noch sehenswert ist

Klar, die 50er sind lange her. Die Frisuren sind outdated, die Autos sehen aus wie fahrende Badewannen, und das Schwarz-Weiß-Bild erinnert an Omas Fotoalbum. Aber die Themen, die der Film anspricht, sind zeitlos: Moral, Gier, Gerechtigkeit, Rache. Und die Frage, wie weit wir bereit sind, für Geld zu gehen.

Der Besuch der alten Dame (1959) — The Movie Database (TMDB)
Der Besuch der alten Dame (1959) — The Movie Database (TMDB)

Dürrenmatt, der das Theaterstück geschrieben hat, war ein Meister der bitterbösen Satire. Er hat die menschliche Natur seziert und uns gezeigt, dass wir alle Dreck am Stecken haben. Und der Film von 1959 fängt diese Stimmung perfekt ein.

Aber mal ehrlich, neben der moralischen Keule gibt es auch einfach 'ne Menge zu lachen. Die Dialoge sind spritzig, die Situationen absurd, und die überzeichneten Charaktere sind einfach zum Schreien komisch. Ich sag nur: Die Szene, in der Ill in einem immer größer werdenden Panikkäufen-Wahn durch den Laden rennt und immer wieder "Ich zahle bar!" schreit, ist einfach grandios!

Der Besuch der alten Dame - Trailer, Kritik, Bilder und Infos zum Film
Der Besuch der alten Dame - Trailer, Kritik, Bilder und Infos zum Film

Fazit: Ein Film, der zum Nachdenken anregt (und zum Lachen bringt)

Also, wenn ihr mal 'nen Abend Zeit habt und euch nach was anderem als dem üblichen Hollywood-Bombast sehnt, dann schaut euch "Der Besuch der alten Dame" an. Es ist ein Film, der euch zum Lachen, zum Nachdenken und vielleicht auch ein bisschen zum Schämen bringt. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja auch die ein oder andere Parallele zu eurer eigenen kleinen Güllen-Welt...

Und hey, wenn ihr danach immer noch nicht genug habt: Es gibt auch 'ne Neuverfilmung mit Ingrid Bergman aus dem Jahr 1964. Aber ganz ehrlich: Ich persönlich finde das Original einfach unschlagbar. Die 50er hatten einfach ihren ganz eigenen Charme, oder?

Ich geh jetzt erstmal 'ne Runde durch Güllen, äh, meine Nachbarschaft. Wer weiß, vielleicht ist ja auch irgendwo 'ne alte Dame unterwegs, die 'ne Milliarde vererben will. Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

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