Das Licht Der Schwarzen Kerze

Hand aufs Herz: Wer kennt sie wirklich, Das Licht der Schwarzen Kerze? Klar, irgendwann mal gehört. Vielleicht im Deutschunterricht gequält. Aber mal ehrlich… Hand hoch, wer sie wirklich gut findet? Ich sehe… ich sehe… nicht so viele Hände.
Ist es vielleicht ein bisschen ein unbeliebter Klassiker? So ein Buch, das man gelesen haben sollte, aber heimlich gähnend zur Seite gelegt hat? Ich bekenne mich schuldig. Ich hab’s versucht. Ehrlich. Aber irgendwas hat gefehlt.
Die Sache mit dem Titel
Schon der Titel! Das Licht der Schwarzen Kerze. Klingt superdramatisch. Fast schon ein bisschen nach Gruselroman. Aber dann… ist es das ja gar nicht so wirklich, oder?
Must Read
Eine schwarze Kerze. Was soll uns das sagen? Dunkelheit? Mysterium? Vielleicht ein bisschen übertriebener Symbolismus? Ich weiß ja nicht… Ich finde, es klingt eher nach einem missglückten DIY-Projekt. "Ups, die Kerze ist schwarz geworden! Egal, ich nenne mein Buch trotzdem so."
Charaktere zum Haare raufen
Und die Charaktere! Waren sie nicht manchmal ein bisschen… anstrengend? Ich will ja niemanden beleidigen, aber manche Entscheidungen waren einfach zum Haare raufen. Man sitzt da und denkt: "Nein! Tu es nicht! Das ist doch eine schlechte Idee!" Aber sie tun es trotzdem. Immer.

Vielleicht liegt es daran, dass wir heute einfach andere Ansprüche an literarische Figuren haben. Wir wollen komplexe Charaktere mit Fehlern, die trotzdem irgendwie sympathisch sind. Aber die Helden von Das Licht der Schwarzen Kerze… naja, sie waren eben… anders.
Dialoge, die wehtun
Okay, ich gebe es zu: Manchmal waren die Dialoge auch ein bisschen… hölzern. So richtig schön altmodisch. Kein Wunder, ist ja auch schon ein bisschen älter, das Buch. Aber trotzdem. Manchmal hat man sich gefragt, ob die Figuren überhaupt wirklich so miteinander reden würden.

"Mein lieber Freund, es wäre mir eine Ehre, wenn Du mich bei diesem Unterfangen unterstützen würdest!"
Klingt eher nach Theaterstück als nach einem normalen Gespräch, oder?
Die Moral von der Geschicht'
Natürlich, Das Licht der Schwarzen Kerze will uns etwas sagen. Es gibt eine Moral von der Geschicht'. Irgendwas mit Verantwortung und Ehrlichkeit und so weiter. Aber ganz ehrlich: Habt ihr die Moral sofort verstanden? Oder musstet ihr erst den Deutschlehrer fragen, was der Autor uns eigentlich sagen wollte?
Manchmal finde ich, die Moral war ein bisschen zu… aufdringlich. So mit dem Holzhammer präsentiert. Ein bisschen mehr Subtilität wäre schön gewesen.

Trotzdem… Irgendwas bleibt hängen
Trotz all meiner Kritik – und ja, ich weiß, ich war heute ein bisschen gemein – muss ich zugeben: Irgendwas bleibt trotzdem hängen. Irgendwie hat Das Licht der Schwarzen Kerze doch einen gewissen Charme. Vielleicht ist es die Nostalgie. Vielleicht ist es die Tatsache, dass es eben ein Klassiker ist. Vielleicht ist es einfach nur das Gefühl, etwas gelesen zu haben, was viele andere auch gelesen haben. Eine Art kollektives literarisches Erlebnis.
Und wer weiß? Vielleicht lese ich es irgendwann noch mal. Vielleicht entdecke ich dann etwas Neues. Vielleicht sehe ich dann das "Licht" in der schwarzen Kerze. Aber bis dahin bleibe ich dabei: Ich finde, es gibt spannendere Bücher.

Aber hey, das ist ja nur meine Meinung. Und vielleicht ist es ja gerade deshalb eine unpopuläre Meinung. Und das ist ja auch okay.
Hauptsache, wir haben darüber gesprochen. Und vielleicht ein bisschen gelächelt. Denn am Ende ist es ja nur ein Buch. Und Bücher sollen uns ja vor allem eins: unterhalten.
Oder was meint ihr?
