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Das Gleichnis Vom Verlorenen Schaf


Das Gleichnis Vom Verlorenen Schaf

Habt ihr euch jemals gefragt, was wirklich hinter der Geschichte vom verlorenen Schaf steckt? Klar, wir alle kennen sie: Ein Hirte hat 100 Schafe, eines geht verloren, er lässt alles stehen und liegen, um es zu suchen. Findet er es, freut er sich mehr über dieses eine Schaf als über die 99 anderen. Aber wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist die Geschichte doch ziemlich verrückt, oder?

Der Hirte: Ein verantwortungsloser Workaholic?

Stellt euch mal vor: Ihr seid der Hirte. Ihr habt 99 Schafe, die brav grasen, kein Ärger machen und wahrscheinlich schon auf dem Weg zum Abendessen sind. Dann bemerkt ihr, dass eines fehlt. EINS! Würdet ihr wirklich alles riskieren, die 99 anderen alleine lassen, um dieses eine, dusselige Schaf zu suchen? Klingt nach einer ziemlich riskanten Strategie, oder? Was, wenn in der Zwischenzeit ein Wolf kommt? Oder ein Gewitter aufzieht? Plötzlich haben wir 100 Probleme!

Man könnte den Hirten also fast als verantwortungslos bezeichnen. Aber halt! Bevor ihr jetzt alle aufschreit, denkt mal drüber nach: Vielleicht ist es ja gerade das, was die Geschichte so besonders macht. Der Hirte denkt nicht rational, er handelt aus purer Liebe und Besorgnis. Es geht nicht um Logik oder Effizienz, sondern um die unbändige Freude, das Verlorene wiederzufinden. Er ist quasi der Prototyp eines liebevollen, vielleicht etwas überdrehten, Elternteils, der alles für sein Kind tun würde.

Das Schaf: Ein hoffnungsloser Fall?

Und was ist mit dem Schaf? Mal ehrlich, Schafe sind ja nicht gerade für ihre Intelligenz bekannt. Wahrscheinlich hat es sich einfach verlaufen, weil es einer besonders leckeren Grasbüschel hinterher ist. Oder es hat sich von den anderen abgeseilt, um ein bisschen "Me-Time" zu haben (auch Schafe brauchen mal eine Auszeit!). Vielleicht ist es sogar absichtlich weggelaufen! Wer weiß, was in so einem Schafskopf vorgeht.

Das Schaf ist also vielleicht nicht gerade der Held der Geschichte. Eher ein kleines, dummes, wolliges Etwas, das sich selbst in Schwierigkeiten gebracht hat. Aber genau das macht es so liebenswert. Es ist verletzlich, hilflos und angewiesen auf die Gnade des Hirten. Wir alle können uns doch irgendwie mit diesem Schaf identifizieren, oder? Wer hat sich nicht schon mal verirrt, ist vom Weg abgekommen oder hat einfach nur Mist gebaut?

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf - Matthäus 18
Das Gleichnis vom verlorenen Schaf - Matthäus 18

Die Party: Völlig übertrieben?

Und dann die Party! Der Hirte findet das Schaf, schleppt es nach Hause und schmeisst eine riesige Feier mit seinen Freunden und Nachbarn. “Ich habe mein Schaf gefunden! Lasst uns feiern!” Ist das nicht ein bisschen übertrieben? So ein Schaf kann man ja ersetzen! Aber darum geht es ja nicht. Die Party ist ein Symbol für die unbändige Freude, die entsteht, wenn etwas Wertvolles wiedergefunden wird. Es ist die Freude über die Versöhnung, die Freude darüber, dass alles wieder gut ist.

"Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war!" - Der Hirte

Man könnte fast meinen, der Hirte will damit angeben, wie toll er ist, dass er das Schaf gefunden hat. Aber ich glaube, es geht ihm wirklich darum, seine Freude zu teilen. Und wer kann ihm das verdenken?

Gleichnis vom verlorenen schaf -Fotos und -Bildmaterial in hoher
Gleichnis vom verlorenen schaf -Fotos und -Bildmaterial in hoher

Die Botschaft: Mehr als nur eine Schäfergeschichte

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf ist natürlich mehr als nur eine Geschichte über einen Hirten und ein verirrtes Tier. Es ist eine Geschichte über Liebe, Barmherzigkeit und die unendliche Geduld von Gott. Es ist eine Geschichte darüber, dass jeder von uns wertvoll ist, egal wie oft wir uns verirren oder Fehler machen. Es ist eine Geschichte darüber, dass es immer Hoffnung gibt, egal wie aussichtslos die Lage auch sein mag.

Also, das nächste Mal, wenn ihr die Geschichte vom verlorenen Schaf hört, versucht, sie aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Seht den Hirten nicht nur als einen verantwortungsbewussten Schäfer, sondern als einen liebevollen, vielleicht etwas exzentrischen Beschützer. Seht das Schaf nicht nur als ein dummes Tier, sondern als ein Symbol für unsere eigene Verletzlichkeit. Und seht die Party nicht nur als eine übertriebene Feier, sondern als Ausdruck der unendlichen Freude über die Versöhnung.

Vielleicht ist das Gleichnis ja gerade deshalb so beliebt, weil es uns daran erinnert, dass wir alle manchmal verlorene Schafe sind – und dass es jemanden gibt, der uns unendlich liebt und uns immer wieder nach Hause holen wird.

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