Darf Ich Einkaufen Wenn Ich Krankgeschrieben Bin

Klar, krankgeschrieben zu sein ist doof. Man liegt im Bett, die Nase läuft, und alles ist irgendwie doof. Aber was, wenn der Kühlschrank leer ist? Darf man dann wenigstens einkaufen gehen? Die Frage aller Fragen, wenn man mit Taschentüchern bewaffnet und dem Verlangen nach O-Saft vor der Tür steht.
Stellt euch vor: Montag, 9 Uhr morgens. Ihr habt euch tapfer zum Arzt geschleppt und seid nun stolze Besitzer eines gelben Zettels. Offiziell krank! Hurra? Eher: Aua. Aber dann… ein leises Knurren. Der Magen! Und im Kühlschrank gähnende Leere. Panik steigt auf. Darf ich, verdammt nochmal, einkaufen gehen, oder muss ich mich von Luft und Liebe ernähren?
Die Antwort ist – Trommelwirbel – Jein! Ja, und nein. Klingt komisch? Ist es auch ein bisschen. Im Grunde geht es darum, was man unter "Genesung" versteht. Wenn der Arzt euch Bettruhe verordnet hat, weil ihr eine schwere Grippe habt, dann ist der Supermarktbesuch vielleicht keine so brillante Idee. Schließlich soll man sich auskurieren und nicht noch Keime in der Öffentlichkeit verteilen. Und ehrlich gesagt, wer will schon mit triefender Nase und Hustenattacken zwischen Regalen stehen?
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Aber! Wenn ihr euch den Fuß verstaucht habt und ansonsten fit seid, dann spricht eigentlich nichts dagegen, eine kurze Shopping-Tour zu unternehmen. Man muss ja nicht gleich einen Marathon durch den Supermarkt laufen. Eine kleine Runde, um das Nötigste zu besorgen, sollte drin sein. Und vielleicht findet man ja sogar was Aufmunterndes: eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Gummibärchen. Selbstmedikation ist schließlich auch eine Form der Therapie, oder?
Denkt aber immer daran: Der gelbe Schein ist kein Freifahrtschein für alles. Er bedeutet, dass ihr arbeitsunfähig seid. Das heißt, ihr solltet nichts tun, was eure Genesung verzögert. Ein Marathonlauf wäre also tabu. Eine Party mit durchtanzter Nacht vermutlich auch. Aber ein ruhiger Spaziergang zur Apotheke oder zum Supermarkt, um das Überleben zu sichern? In den meisten Fällen: Go for it!

Natürlich gibt es auch die ängstlichen Naturen. Diejenigen, die bei jedem Schritt befürchten, vom Chef oder von neugierigen Nachbarn gesehen zu werden. "Oh Gott, der Schmidt vom zweiten Stock sieht mich mit der Chipstüte! Jetzt denkt er, ich simuliere nur!" Keine Panik! Erstens: Was andere denken, ist deren Problem. Und zweitens: Wenn ihr euch wirklich so schlecht fühlt, dass ihr nicht arbeiten könnt, dann ist es euer gutes Recht, euch zu schonen – und notfalls auch ein paar Chips zu essen.
Es gibt sogar Fälle, da ist Einkaufen ausdrücklich erwünscht! Stellt euch vor, ihr habt eine Lebensmittelvergiftung. Dann ist es doch nur logisch, dass ihr zum Arzt geht und euch krankschreiben lasst. Und danach? Ab in den Supermarkt, um Elektrolyte zu kaufen! Schließlich muss der Flüssigkeitshaushalt wieder aufgefüllt werden. In solchen Situationen ist der Einkauf quasi Teil der Therapie. Ein kleiner Umweg über die Salzstangen-Abteilung, und schon geht's bergauf.

Und was ist mit Online-Shopping? Dürfen wir uns wenigstens online austoben, wenn wir schon nicht in den Laden dürfen? Na klar! Online-Shopping ist die perfekte Lösung für alle, die sich schonen müssen. Einfach bequem vom Sofa aus bestellen und die Lieferung bis an die Haustür bringen lassen. Nur bei der Auswahl der Klamotten sollte man vorsichtig sein. Wer krank im Bett liegt, neigt vielleicht zu unüberlegten Käufen. Ein pinkfarbenes Glitzerkleid? Braucht man das wirklich, wenn man eigentlich nur eine Erkältung hat?
Die Moral von der Geschicht':
Hört auf euren Körper. Wenn ihr euch fit genug fühlt, um eine kurze Besorgung zu machen, dann tut es. Aber übertreibt es nicht. Und lasst euch nicht von neugierigen Blicken verunsichern. Ihr seid krank, nicht kriminell. Und wenn ihr euch wirklich unsicher seid, fragt euren Arzt. Der weiß am besten, was gut für euch ist. Und vielleicht hat er ja sogar noch einen Tipp für ein gutes Rezept, das euch schnell wieder auf die Beine bringt.

Und denkt daran: Auch wenn ihr krankgeschrieben seid, dürft ihr euch ab und zu etwas gönnen. Ein warmes Bad, ein gutes Buch, oder eben eine kleine Tüte Gummibärchen. Hauptsache, es tut der Seele gut. Und wenn das bedeutet, dass ihr dafür kurz aus dem Haus müsst, dann ist das eben so. Hauptsache, ihr werdet schnell wieder gesund!
Also, schnappt euch eure Maske, desinfiziert eure Hände und ab in den Supermarkt. Aber bitte mit Köpfchen und Rücksicht auf andere. Und vergesst nicht: Lächeln hilft! Auch wenn man krank ist.
