Danke Es Tut Mir Leid

Habt ihr euch jemals gefragt, was passieren würde, wenn man zwei Wörter nimmt, die eigentlich so gar nicht zusammenpassen, und sie einfach mal in den Ring wirft? So wie "Danke" und "Es tut mir leid"? Klingt erstmal nach einem ziemlich holprigen Gespräch, oder?
Ich erinnere mich an eine Situation im Urlaub. Ich war in einem kleinen Café in Berlin, und ich – sagen wir mal – habe versehentlich den Kaffee einer Dame umgestoßen. Eine peinliche Situation, natürlich. Mein erster Instinkt war: Panik! Aber dann, irgendwie, kam es so aus mir heraus: "Oh, es tut mir so leid! Danke, dass Sie so verständnisvoll sind!"
Und wisst ihr was? Es hat funktioniert. Die Dame lachte, ich putzte den Kaffee auf (mit ihrer Hilfe!), und wir kamen ins Gespräch. Das "Danke" für ihre Nachsicht, das "Es tut mir leid" für das Chaos, das ich angerichtet hatte. Es war ehrlich, und es war irgendwie… menschlich.
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Die Kunst der Entschuldigung mit einem Twist
Wir alle kennen das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Und wir alle wissen, wie schwer es manchmal sein kann, sich zu entschuldigen. Aber was, wenn wir die Entschuldigung mit einem kleinen "Danke" aufpeppen? Nicht als Ausrede, sondern als Anerkennung der Reaktion des Gegenübers.
Stellt euch vor: Ihr seid spät zu einem Meeting. Anstatt einfach nur zu sagen "Es tut mir leid, dass ich zu spät bin", könntet ihr sagen: "Es tut mir leid, dass ich zu spät bin. Danke für eure Geduld!" Das kleine "Danke" signalisiert, dass ihr die Wartezeit der anderen wertschätzt.

Oder denkt an den Klassiker: Jemand hat euch einen Gefallen getan. Natürlich sagt ihr "Danke". Aber ein zusätzliches "Es tut mir leid, dass ich dich damit belästigt habe" zeigt, dass ihr euch bewusst seid, dass ihr jemanden um etwas gebeten habt. Es ist eine Form der Anerkennung der Mühe des anderen.
Wenn's mal wirklich schiefgeht
Natürlich funktioniert dieser Trick nicht in allen Situationen. Wenn ihr etwas wirklich Schlimmes angestellt habt, ist eine aufrichtige, ausführliche Entschuldigung angebracht. Aber in den alltäglichen Missgeschicken, den kleinen Pannen des Lebens, kann das "Danke" gepaart mit dem "Es tut mir leid" Wunder wirken.

"Entschuldige dich schnell. Danke langsam." – Ein unbekanntes Sprichwort, das ich mir gerade ausgedacht habe.
Das Geheimnis liegt in der Ehrlichkeit. Wenn das "Danke" nur eine leere Floskel ist, wird es nicht funktionieren. Es muss von Herzen kommen. Es muss echt sein.
Ich habe das einmal bei einem Freund erlebt, der ständig zu spät kam. Seine Entschuldigungen klangen immer gleich: "Sorry, sorry, sorry!" Irgendwann sagte ich ihm: "Hey, versuch es doch mal mit einem 'Danke'. Danke, dass du auf mich wartest. Danke, dass du so geduldig bist.'"

Und siehe da, es hat geklappt. Seine Entschuldigungen wirkten plötzlich aufrichtiger, weil er die Geduld der anderen anerkannte. Und er wurde – oh Wunder – pünktlicher!
Ein kleines Experiment
Probiert es doch einfach mal aus! Im nächsten Gespräch, in dem ihr euch entschuldigen müsst, fügt ein kleines "Danke" hinzu. Beobachtet die Reaktion des Gegenübers. Vielleicht werdet ihr überrascht sein.

Vielleicht löst es die Situation auf, vielleicht entspannt es die Atmosphäre, vielleicht bringt es euch sogar zum Lachen. Und selbst wenn nicht, habt ihr zumindest gezeigt, dass ihr euch Gedanken gemacht habt. Und das ist doch schon mal etwas, oder?
Also, das nächste Mal, wenn ihr etwas falsch macht, denkt daran: "Es tut mir leid" ist gut, aber "Es tut mir leid, danke" ist vielleicht noch besser. Es ist eine kleine Geste, aber sie kann eine große Wirkung haben. Und wer weiß, vielleicht lernt ihr dabei sogar etwas über euch selbst und über die Menschen um euch herum.
Und jetzt gehe ich mir erstmal einen Kaffee holen. Und ich hoffe, ich stoße ihn nicht um. Aber falls doch, wisst ihr ja, was ich sagen werde!
