Dabei Wart Oder Dabei Ward

Kennst du das Gefühl, wenn du dir bei einer ganz alltäglichen Formulierung plötzlich unsicher bist? "Dabei wart" oder "Dabei ward" – klingt beides irgendwie richtig, oder? Keine Panik! Dieses kleine grammatikalische Rätsel ist gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint, und es macht sogar Spaß, sich damit auseinanderzusetzen. Warum? Weil es uns zeigt, wie lebendig und wandelbar unsere Sprache ist und uns hilft, feiner zu formulieren. Außerdem: Wer möchte nicht gerne mit seinem Sprachgefühl glänzen?
Das Knifflige an "dabei wart" und "dabei ward" liegt darin, dass es sich um eine veraltete Form handelt. Beide Varianten sind Formen von "dabei sein" im Präteritum (Vergangenheit). "Dabei ward" ist die ältere Form und gehört eigentlich in den Bereich der gehobenen oder literarischen Sprache. Du wirst sie eher in alten Büchern oder Gedichten finden. "Dabei wart" ist die modernere Präteritumform und war früher ebenfalls gängig, wird heute aber kaum noch verwendet.
Für Anfänger: Merke dir einfach: Im heutigen Deutsch benutzt du "dabei war". Punkt. Keine Experimente mit "wart" oder "ward"! Das macht's am einfachsten.
Must Read
Für Familien (besonders mit Kindern, die Deutsch lernen): Wenn ihr alte Märchenbücher lest, stoßt ihr vielleicht auf "dabei ward". Erklärt euren Kindern, dass das eine ältere Art ist, "dabei war" zu sagen, so wie Oma vielleicht "entzückend" sagt, wo ihr "cool" sagen würdet. Ein kleiner Ausflug in die Sprachgeschichte!

Für Hobby-Sprachforscher: "Dabei wart" und "dabei ward" sind interessante Beispiele für Sprachwandel. Sie zeigen, wie Formen verschwinden oder durch andere ersetzt werden. Such mal nach anderen Beispielen! Vielleicht findest du ja noch mehr veraltete Wörter, die du wieder zum Leben erwecken kannst (aber bitte nicht im Bewerbungsgespräch!).
Beispiele:
* Veraltet: "Als der Zauberer sprach, ward ein lauter Knall dabei ward." (Heute: "Als der Zauberer sprach, war ein lauter Knall dabei.")
* Historisch (seltener): "Dabei wart auch der König." (Heute: "Dabei war auch der König.")

Praktische Tipps:
* Lesen! Je mehr du liest (vor allem ältere Texte), desto vertrauter wirst du mit solchen Formen.
* Nicht aktiv verwenden (wenn du nicht gerade einen historischen Roman schreibst!). In der Alltagssprache ist "dabei war" immer die beste Wahl.
* Sei neugierig! Wenn du so einer Form begegnest, schlag sie nach und informiere dich über ihre Geschichte.
Auch wenn "dabei wart" und "dabei ward" im modernen Deutsch kaum noch eine Rolle spielen, ist es doch spannend zu sehen, wie sich unsere Sprache entwickelt hat. Das nächste Mal, wenn du auf so eine alte Form stößt, kannst du sie mit einem kleinen Augenzwinkern begrüßen und dich daran erinnern, dass Sprache mehr ist als nur eine Ansammlung von Regeln – sie ist ein lebendiges, sich ständig veränderndes Kunstwerk!
