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Caspar David Friedrich Die Vier Tageszeiten


Caspar David Friedrich Die Vier Tageszeiten

Kennt ihr Caspar David Friedrich? Der Typ mit den nebelverhangenen Bergen und den Rückenfiguren? Ja, genau der! Er hat auch was gemacht namens "Die vier Tageszeiten". Und, ganz ehrlich, ich hab da so meine ganz eigene Meinung dazu.

Morgen: Die rosarote Brille?

Also, "Morgen". Alles ist hell, freundlich, fast schon quietschig. Die Sonne lacht. Die Vögel zwitschern (wahrscheinlich). Okay, ich versteh's. Es ist Morgen. Man soll positiv sein. Aber muss es gleich so extrem sein? Ich meine, wer wacht schon so auf? Bei mir ist Morgen eher so: Augen zu, Kaffee rein, Welt ignorieren.

Vielleicht hatte Friedrich einfach nur einen verdammt guten Morgen? Oder er war ein Morgenmensch. Schüttel Allein der Gedanke… Ich bin ja eher so der Typ "Mittag ist der neue Morgen".

Mittag: Langeweile lässt grüßen.

Und dann kommt "Mittag". Hm. Ist okay. Nicht aufregend. Einfach nur... Mittag. Die Sonne steht hoch, alles ist klar und deutlich. Vielleicht ein bisschen zu klar? Irgendwie fehlt der Pepp. Das gewisse Etwas. Der Mittag ist wie ein lauwarmes Mittagessen: nahrhaft, aber nicht wirklich befriedigend.

Ich meine, wo ist das Drama? Wo ist die Action? Ich erwarte von einem Gemälde über den Mittag zumindest ein bisschen Spannung. Ein kleines Gewitter vielleicht? Eine herannahende Hitzewelle? Irgendwas! Aber nein. Stattdessen: Friede, Freude, Eierkuchen. Gähn.

Tageszeiten - Landesmuseum Hannover
Tageszeiten - Landesmuseum Hannover

Abend: Jetzt wird's interessant... oder?

Jetzt wird's spannend, oder? "Abend"! Sonnenuntergang! Romantik! Düsternis! Friedrich, gib mir was! Und... ja, es ist schon dunkler. Die Farben sind wärmer. Aber irgendwie... immer noch nicht ganz mein Geschmack. Es ist so... kontrolliert düster. Wie ein Horrorfilm, bei dem man weiß, dass nichts wirklich Schlimmes passieren wird.

Ich finde, der Abend sollte mehr... Abenteuer versprechen. Mehr Geheimnisse. Mehr Schatten, in denen sich fantastische Kreaturen verbergen. Aber Friedrich hat sich für den sanften, melancholischen Abend entschieden. Kann man machen. Muss man aber nicht mögen.

Nacht: Endlich! Aber…

Und dann kommt "Nacht". Endlich! Mein Element! Dunkelheit! Mysterium! Und Friedrich liefert... ein bisschen. Es ist düster. Es ist neblig. Es ist... fast schon das, was ich mir vorstelle.

Tageszeiten - Landesmuseum Hannover
Tageszeiten - Landesmuseum Hannover

Aber auch hier: Irgendwie fehlt der letzte Kick. Die absolute Dunkelheit, die einen verschluckt. Die Stille, die einen taub macht. Die Sterne, die einen in Ehrfurcht erstarren lassen. Stattdessen bekommen wir... einen gedämpften Nacht-Modus. Wie ein Nachtlicht im Kinderzimmer.

Versteht mich nicht falsch. Friedrich war ein Genie. Aber vielleicht... vielleicht waren "Die vier Tageszeiten" einfach nicht sein stärkster Moment. Vielleicht hatte er einen schlechten Tag. Oder vielleicht... bin ich einfach nur ein hoffnungsloser Fall, der lieber düstere Abgründe als rosarote Sonnenaufgänge sieht.

Tageszeiten : Caspar David Friedrich in Hannover. Peter Rautmann
Tageszeiten : Caspar David Friedrich in Hannover. Peter Rautmann

Vielleicht sollte ich einfach mal wieder länger schlafen. Und den Morgen ignorieren.

Mein Fazit (Achtung: Unpopuläre Meinung!)

Also, hier meine unpopuläre Meinung: Ich finde, Caspar David Friedrichs "Die vier Tageszeiten" sind... okay. Nicht schlecht. Aber auch nicht umwerfend. Sie sind wie ein gut gemeinter Witz, der nicht ganz zündet. Wie ein lauer Sommerabend, an dem man sich wünscht, es würde endlich mal richtig gewittern.

Aber hey, Kunst ist ja Geschmackssache, oder? Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung ja ganz alleine da. Vielleicht lieben alle anderen diese Bilder. Vielleicht bin ich einfach nur... anders. Und das ist ja auch okay, oder?

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