Fühlt sich Ihr Herz manchmal an, als würde es Achterbahn fahren? Oder haben Sie das Gefühl, ständig unter Anspannung zu stehen, auch wenn es keinen offensichtlichen Grund dafür gibt? Vielleicht haben Sie Ihren Blutdruck gemessen und festgestellt, dass der untere Wert – der diastolische Wert – zu hoch ist. Sie sind damit nicht allein. Viele Menschen kämpfen mit diesem Problem, und es kann beunruhigend sein. Aber keine Panik, wir erklären Ihnen, was das bedeutet und was Sie dagegen tun können.
Hoher Blutdruck, auch Hypertonie genannt, ist ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem. Oft sprechen wir über den oberen Wert (systolisch) und den unteren Wert (diastolisch). Während beide wichtig sind, kann ein isoliert erhöhter diastolischer Blutdruck besondere Risiken bergen. Aber was genau bedeuten diese Werte?
Was bedeuten die Blutdruckwerte?
Ihr Blutdruck wird mit zwei Zahlen gemessen, z.B. 120/80 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Die obere Zahl, der systolische Wert, misst den Druck in Ihren Arterien, wenn Ihr Herz schlägt. Die untere Zahl, der diastolische Wert, misst den Druck, wenn Ihr Herz zwischen den Schlägen ruht. Ein normaler Blutdruck liegt in der Regel unter 120/80 mmHg.
Ein erhöhter diastolischer Wert, oft definiert als über 80 mmHg, kann problematisch sein, auch wenn der systolische Wert im normalen Bereich liegt. Dieser isoliert erhöhte diastolische Blutdruck kann auf eine Steifheit der Arterien hindeuten, was das Herz stärker belasten kann.
Warum ist ein hoher unterer Blutdruckwert problematisch?
Ein dauerhaft erhöhter diastolischer Blutdruck zwingt Ihr Herz, härter zu arbeiten, um Blut durch Ihren Körper zu pumpen. Diese zusätzliche Belastung kann zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen, darunter:
Blutdruck: Unterer Wert zu hoch - Was tun? > Diastolischer Wert senken.
Herzinfarkt und Schlaganfall: Erhöhter Blutdruck schädigt die Arterienwände und begünstigt die Bildung von Plaques.
Herzinsuffizienz: Das Herz muss sich überanstrengen, um Blut zu pumpen, was auf Dauer zur Schwächung des Herzmuskels führen kann.
Nierenschäden: Hoher Blutdruck kann die kleinen Blutgefäße in den Nieren schädigen und deren Funktion beeinträchtigen.
Augenschäden: Ebenso können die Blutgefäße in den Augen geschädigt werden, was zu Sehstörungen führen kann.
Ursachen für einen erhöhten unteren Blutdruckwert
Es gibt viele Faktoren, die zu einem erhöhten diastolischen Blutdruck beitragen können. Einige davon sind:
Alter: Mit zunehmendem Alter werden die Arterien steifer, was den diastolischen Druck erhöhen kann.
Stress: Chronischer Stress kann den Blutdruck langfristig erhöhen.
Übergewicht: Übergewicht oder Adipositas belasten das Herz zusätzlich und können den Blutdruck erhöhen.
Ungesunde Ernährung: Eine Ernährung mit viel Salz, gesättigten Fetten und Cholesterin kann den Blutdruck negativ beeinflussen.
Bewegungsmangel: Mangelnde körperliche Aktivität trägt zu Übergewicht und einem schlechteren Herz-Kreislauf-System bei.
Alkohol und Rauchen: Beide Substanzen können den Blutdruck erhöhen und die Blutgefäße schädigen.
Genetische Veranlagung: Bluthochdruck kann familiär bedingt sein.
Bestimmte Medikamente und Erkrankungen: Einige Medikamente und bestimmte medizinische Zustände können den Blutdruck erhöhen.
Was Sie tun können: Maßnahmen zur Senkung des unteren Blutdruckwerts
Die gute Nachricht ist, dass Sie aktiv etwas gegen einen erhöhten diastolischen Blutdruck unternehmen können. Hier sind einige bewährte Strategien:
Blutdruck: Ist der obere oder der untere Wert wichtiger?
Ernährungsumstellung: Eine herzgesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß ist entscheidend. Reduzieren Sie die Salzaufnahme und vermeiden Sie verarbeitete Lebensmittel. Die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) ist ein hervorragendes Beispiel für eine blutdrucksenkende Ernährung.
Regelmäßige Bewegung: Versuchen Sie, mindestens 30 Minuten moderate körperliche Aktivität an den meisten Tagen der Woche zu betreiben. Das kann z.B. zügiges Gehen, Joggen, Schwimmen oder Radfahren sein.
Gewichtsabnahme: Schon ein kleiner Gewichtsverlust kann einen großen Unterschied für Ihren Blutdruck machen.
Stressmanagement: Finden Sie gesunde Wege, um Stress abzubauen, wie z.B. Yoga, Meditation, Atemübungen oder Zeit in der Natur verbringen.
Alkohol in Maßen: Wenn Sie Alkohol trinken, tun Sie dies in Maßen. Für Frauen bedeutet das nicht mehr als ein alkoholisches Getränk pro Tag, für Männer nicht mehr als zwei.
Nicht rauchen: Rauchen schädigt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck. Wenn Sie rauchen, suchen Sie sich Hilfe, um damit aufzuhören.
Regelmäßige Blutdruckkontrolle: Überwachen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Medikamente: In manchen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, um den Blutdruck zu senken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um herauszufinden, ob dies für Sie in Frage kommt.
Wichtig: Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie mit einer neuen Behandlung beginnen oder Änderungen an Ihrer bestehenden Behandlung vornehmen. Selbstmedikation kann gefährlich sein.
"Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts." - Arthur Schopenhauer
Wie hoch ist der normale Blutdruck? - hyper10sion.com
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn:
Ihr diastolischer Blutdruck regelmäßig über 80 mmHg liegt.
Sie Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen oder Brustschmerzen haben.
Sie Risikofaktoren für Herzkrankheiten haben, wie z.B. Übergewicht, Diabetes oder eine Familiengeschichte mit Bluthochdruck.
Sie bereits Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen, aber Ihr Blutdruck nicht gut kontrolliert ist.
Ein hoher unterer Blutdruckwert sollte nicht ignoriert werden. Indem Sie die Ursachen verstehen und proaktive Maßnahmen ergreifen, können Sie Ihr Herz schützen und Ihre Gesundheit verbessern. Beginnen Sie heute damit, gesündere Entscheidungen zu treffen, und arbeiten Sie mit Ihrem Arzt zusammen, um einen Plan zu entwickeln, der für Sie funktioniert. Sie haben die Macht, Ihren Blutdruck zu kontrollieren und ein längeres, gesünderes Leben zu führen.