Blutdruck Am Handgelenk Oder Oberarm Messen

Kennt ihr das? Letztens war ich beim Arzt, und bevor ich überhaupt "Guten Tag" sagen konnte, hatte die Sprechstundenhilfe schon so eine Manschette um meinen Oberarm gewickelt. Pfff, Blutdruck messen. Jedes Mal denke ich: "Hoffentlich ist er nicht zu hoch, sonst kriege ich wieder 'ne Standpauke wegen meines Kaffeekonsums." Aber dann habe ich mich gefragt: Warum eigentlich immer am Oberarm? Geht das nicht auch einfacher, vielleicht am Handgelenk? Und ist das überhaupt genauso genau?
Also habe ich mich mal schlau gemacht, und das Ergebnis möchte ich heute mit euch teilen: Blutdruckmessung am Handgelenk vs. Oberarm – ein kleiner Vergleichskampf für alle, die's genau (oder eben auch nicht so genau) nehmen.
Handgelenksmessung: Klein, fein, aber...
Der große Vorteil der Handgelenksmessgeräte ist ganz klar ihre Größe und Handlichkeit. Sie passen locker in jede Handtasche, sind super für unterwegs und die Messung selbst ist auch denkbar einfach. Manschette drum, Knopf drücken, fertig. Keine verdrehten Ärmel, kein Gezerre. Ideal für alle, die es unkompliziert mögen!
Must Read
Aber (ja, es gibt ein Aber, ihr ahnt es schon), die Genauigkeit kann unter Umständen leiden. Das Problem ist nämlich, dass die Arterien am Handgelenk feiner sind als am Oberarm. Das bedeutet, dass kleine Fehler in der Positionierung des Geräts schon zu falschen Werten führen können. Und wer hat schon immer die perfekte Körperhaltung, wenn er mal eben zwischendurch seinen Blutdruck checken will? (Hand aufs Herz!).
Wichtig bei der Handgelenksmessung:

- Das Handgelenk muss auf Herzhöhe gehalten werden. Sonst gibt’s Murks!
- Ruhe bewahren! Kein Zappeln, kein Reden, einfach still sitzen und entspannen.
- Vergleicht die Werte regelmäßig mit einer Messung beim Arzt. So wisst ihr, ob euer Gerät zuverlässig ist.
Oberarmmessung: Der Klassiker mit (mehr) Genauigkeit
Die Oberarmmessung ist sozusagen der Goldstandard. Hier sind die Arterien dicker, was zu genaueren Messwerten führt. Die Geräte sind zwar etwas größer und unhandlicher, aber dafür bekommt man in der Regel zuverlässigere Ergebnisse. Und mal ehrlich, ein bisschen Umstand ist es wert, wenn es um die Gesundheit geht, oder?
Allerdings gibt es auch hier ein paar Dinge zu beachten. Die Manschette muss richtig sitzen (nicht zu locker, nicht zu fest), der Arm sollte entspannt aufliegen und auch hier gilt: Ruhe bewahren! Sonst verfälscht man das Ergebnis.

Worauf ihr bei der Oberarmmessung achten solltet:
- Die Manschette muss die richtige Größe haben. Ist sie zu klein, zeigt das Gerät zu hohe Werte an, ist sie zu groß, zu niedrige.
- Der Arm sollte entspannt auf einem Tisch liegen, ungefähr auf Herzhöhe.
- Vor der Messung 5 Minuten ruhig sitzen und entspannen.
Also, was ist jetzt besser?
Die Antwort ist – wie so oft – "es kommt darauf an". Für den schnellen Check zwischendurch kann ein Handgelenksmessgerät durchaus praktisch sein. Aber wenn ihr wirklich genaue Werte wollt (z.B. weil ihr Bluthochdruck habt oder Medikamente einnehmt), dann ist die Oberarmmessung die bessere Wahl. Im Zweifelsfall immer den Arzt fragen! Der kann euch am besten beraten, welches Gerät für euch am besten geeignet ist.
Und noch ein kleiner Tipp: Egal, welches Gerät ihr benutzt, messt euren Blutdruck immer zur gleichen Zeit und unter ähnlichen Bedingungen. So könnt ihr die Werte besser vergleichen und Veränderungen frühzeitig erkennen. Und jetzt ab zur nächsten Tasse Kaffee (natürlich in Maßen!)! 😉
