Blass Um Die Nase Bedeutung

Also, Leute, setzt euch mal kurz. Ich muss euch was erzählen. Es geht um was Deutsches, was so urdeutsch ist, dass es fast schon weh tut. Und zwar: "Blass um die Nase."
Ja, richtig gelesen. Blass. Um. Die. Nase. Klingt erstmal harmlos, oder? So nach verpasster Sonnencreme und zu viel Büroarbeit. Aber wartet ab, es steckt mehr dahinter als nur ein leichter Vitamin-D-Mangel. Glaubt mir, ich hab' da so meine Erfahrungen mit...
Neulich, da war ich bei meiner Oma. Oma Hildegard, die personifizierte deutsche Gemütlichkeit. Sie backt den besten Apfelstrudel der Welt (kein Witz!) und hat immer einen weisen Spruch auf Lager. Ich erzählte ihr von meinem neuen Job, der zwar super spannend ist, aber eben auch... naja...stressig.
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"Du siehst aber blass um die Nase aus!", sagte sie dann. Und zwar mit diesem besorgten, leicht vorwurfsvollen Unterton, den nur Omas drauf haben. Ich dachte erst, ich hätte vergessen, Rouge aufzutragen (ich bin ja schließlich ein eitler Fatzke!), aber dann dämmerte es mir.
"Blass um die Nase" ist mehr als nur eine Beschreibung der Hautfarbe. Es ist eine Diagnose! Eine Diagnose für: Stress, Überarbeitung, Sorgen, vielleicht sogar eine beginnende Erkältung oder – Gott bewahre – eine bevorstehende Midlife-Crisis.

Es ist quasi der deutsche medizinische Check-up für Arme. Braucht man keinen Arzt, fragt man einfach die Oma. Die guckt einmal kritisch und zack: "Blass um die Nase! Du musst dich mehr entspannen!" Therapie beendet. Kosten: Null. Nebenwirkungen: Schuldgefühle, weil man die Oma beunruhigt hat.
Aber woher kommt dieser Ausdruck überhaupt? Tja, das ist so eine Sache. Die genaue Herkunft ist, wie so oft bei alten Redensarten, etwas im Nebel der Geschichte verborgen. Man vermutet aber, dass es damit zu tun hat, dass bei Stress oder Krankheit das Blut eher in die lebenswichtigen Organe umgeleitet wird. Ergebnis: Weniger Blut in den feinen Äderchen der Nase, ergo: Blass um die Nase!

Ist doch logisch, oder? So logisch wie die Tatsache, dass deutsche Touristen immer Socken in Sandalen tragen (sorry, aber das musste sein!).
Aber mal ehrlich, so ganz unrecht haben die Omas ja nicht. Wenn man wirklich blass um die Nase ist, sollte man vielleicht mal einen Gang runterschalten. Sich einen Apfelstrudel gönnen (von Oma Hildegard natürlich!), ein entspannendes Bad nehmen oder einfach mal... gar nichts tun. (Das ist für uns Deutsche ja bekanntlich die größte Herausforderung überhaupt!).
Apropos nichts tun: Ich hab mal versucht, "professionell" nichts zu tun. Ich hab mich ins Bett gelegt, Netflix angemacht und versucht, einfach nur zu chillen. Nach fünf Minuten hab ich dann aber angefangen, die Wohnung aufzuräumen. Nach zehn Minuten hab ich meine Steuererklärung gemacht. Und nach einer Viertelstunde hatte ich ein neues Business-Konzept entwickelt. Entspannung auf Deutsch, eben.

Also, merkt euch: "Blass um die Nase" ist eine Warnung. Eine liebevolle, aber bestimmte Warnung. Und vielleicht sollten wir alle öfter mal auf unsere Omas hören. Oder zumindest mal einen Blick in den Spiegel werfen, bevor die Oma uns drauf anspricht.
Aber keine Panik, wenn ihr wirklich blass seid. Es gibt schlimmeres. Ihr könntet ja auch rot vor Wut sein. Oder grün vor Neid. Oder blau sein – aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte… (und hat wahrscheinlich mit dem Konsum von zu viel Bier zu tun!).

Was tun gegen "Blass um die Nase"?
Okay, okay, ich will euch nicht nur mit der Diagnose alleine lassen. Hier ein paar hundertprozentig todsichere (und garantiert nicht von mir selbst getestete) Tipps gegen "Blass um die Nase":
- Mehr Schlaf: Ja, ich weiß, das ist der Klassiker. Aber Schlaf ist wie Apfelstrudel – man kann nie genug davon haben.
- Frische Luft: Raus aus dem Büro, rein in den Park! Oder wenigstens mal das Fenster aufmachen (und nicht gleich meckern, dass es zieht!).
- Gesunde Ernährung: Vergesst die Tiefkühlpizza und esst mal wieder was Grünes! (Oma Hildegard empfiehlt Spinat. Na, Mahlzeit!).
- Weniger Stress: Einfacher gesagt als getan, ich weiß. Aber versucht mal, abends das Handy wegzulegen und ein Buch zu lesen (oder noch besser: Oma Hildegard anrufen!).
- Mehr Apfelstrudel: Okay, das hab ich jetzt dazu erfunden. Aber hey, es schadet ja nicht!
Und wenn alles nichts hilft: Fahrt zu Oma Hildegard. Die hat nicht nur den besten Apfelstrudel, sondern auch die beste Medizin gegen "Blass um die Nase". Garantiert.
So, und jetzt muss ich los. Ich hab noch einen Termin beim Solarium. Man will ja schließlich nicht blass um die Nase sein, wenn man zum Stammtisch geht! Prost!
