Okay, mal ehrlich: Haben wir nicht alle einen kleinen Felix Krull in uns? Ich meine, wer hat noch nie ein bisschen geflunkert, um besser dazustehen? Ich gebe zu, ich habe mal behauptet, ich hätte alle Romane von Thomas Mann gelesen. (Spoiler: Ich habe es nicht.)
Der Charme des Schwindels
Felix Krull, dieser Meister der Täuschung! Er ist doch irgendwie bewundernswert. Er lügt nicht einfach nur, er inszeniert sich! Er kreiert eine ganze Welt um sich herum, voller Glamour und falscher Versprechen. Und irgendwie... funktioniert es! Er wickelt alle um den Finger. Ist das nicht beneidenswert?
Viele halten das für unmoralisch. "Lügen haben kurze Beine!", predigen sie. Aber ich finde, in einer Welt voller Fassaden ist Krulls Ehrlichkeit... eine Art von Ehrlichkeit. Er verbirgt nicht, dass er schwindelt. Er macht es mit Stil! Er ist ein Künstler, der seine Leinwand mit falschen Farben bemalt. Und das Ergebnis ist faszinierend.
Klar, Betrug ist nicht okay. Das sage ich jetzt, weil es so sein muss. Aber tief im Inneren... verstehe ich Felix Krull. Er will etwas, er will nach oben, und er nutzt die Mittel, die ihm zur Verfügung stehen. Und seine Mittel sind nun mal... sagen wir mal... kreativ.
Der Reiz des Verbotenen
Vielleicht ist es auch einfach der Reiz des Verbotenen, der uns an Krull so fasziniert. Wir wissen, dass es falsch ist, zu lügen. Aber wir tun es trotzdem. Manchmal, nur um ein bisschen Spannung in den Alltag zu bringen. Um sich selbst interessanter zu machen. Um... ja, um ein bisschen wie Felix Krull zu sein.
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Ich erinnere mich an eine Situation im Bewerbungsgespräch. Der Personalchef fragte nach meinen Programmierkenntnissen. Ich habe "Fortgeschritten" gesagt. Die Wahrheit war eher "Anfänger mit viel Google-Hilfe". Habe ich den Job bekommen? Ja. Habe ich mich schlecht gefühlt? Ein bisschen. Aber habe ich es bereut? Nein!
Ich weiß, ich weiß. Das ist nicht die feine Art. Aber Felix Krull hätte es verstanden. Er hätte mich wahrscheinlich für meine Zurückhaltung ausgelacht. Er hätte gesagt: "Mein Lieber, du musst dich verkaufen! Die Welt ist eine Bühne!"
121 Bekenntnisse Des Hochstaplers Felix Krull Stock Photos, High-Res
Ein Hochstapler als Spiegelbild
Vielleicht ist Felix Krull auch deshalb so populär, weil er uns ein Spiegelbild vorhält. Er zeigt uns, wie leicht wir uns blenden lassen. Wie anfällig wir für Glamour und schöne Worte sind. Wie gerne wir an Märchen glauben, selbst wenn wir wissen, dass sie nicht wahr sind.
"Die Welt will betrogen sein." – Ein Satz, der Felix Krulls Philosophie perfekt zusammenfasst.
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Und ist da nicht etwas Wahres dran? Wollen wir nicht alle ein bisschen betrogen werden? Wollen wir nicht alle an die große Liebe, den schnellen Reichtum, das ewige Glück glauben? Auch wenn wir wissen, dass es das nicht gibt?
Unpopuläre Meinung: Felix Krull ist ein Held!
Okay, "Held" ist vielleicht zu viel. Aber ich finde, wir sollten Felix Krull nicht nur verurteilen. Wir sollten ihn auch ein bisschen feiern. Er ist ein Meister seines Fachs. Ein Überlebenskünstler. Ein Mann, der sich in einer Welt voller Ungerechtigkeiten seinen Platz erkämpft. Mit unlauteren Mitteln, ja. Aber mit Stil!
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Also, wenn Sie das nächste Mal in Versuchung geraten, ein bisschen zu flunkern, denken Sie an Felix Krull. Er würde sagen: "Nur Mut! Die Welt gehört denen, die sich trauen!" (Und vielleicht auch denen, die gut lügen können.)
Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wer von Ihnen hat beim Lesen dieses Artikels nicht schon mindestens einmal an eine eigene kleine "Felix Krull"-Geschichte gedacht?