Bei Fieber Ibuprofen Oder Paracetamol

Fiebernde Kinder oder Erwachsene – wer kennt das nicht? Die Stirn glüht, der Körper schmerzt, und man möchte einfach nur, dass es schnell besser wird. In solchen Momenten stellt sich oft die Frage: Was hilft am besten? Ibuprofen oder Paracetamol? Beide Medikamente sind rezeptfrei erhältlich und werden häufig zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung eingesetzt. Aber was unterscheidet sie und wann ist welches Mittel die bessere Wahl?
Der Unterschied zwischen Ibuprofen und Paracetamol
Paracetamol und Ibuprofen sind beides fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente, aber sie wirken auf unterschiedliche Weise. Paracetamol wirkt hauptsächlich im Gehirn und Rückenmark und beeinflusst dort die Schmerzwahrnehmung. Ibuprofen hingegen gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Es hemmt die Produktion von Prostaglandinen, die an Entzündungsprozessen, Schmerzen und Fieber beteiligt sind. Das bedeutet, Ibuprofen wirkt zusätzlich entzündungshemmend.
Vereinfacht gesagt:
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Paracetamol: Wirkt vor allem gegen Schmerzen und Fieber.
Ibuprofen: Wirkt gegen Schmerzen, Fieber UND Entzündungen.
Wann ist Paracetamol die bessere Wahl?
Paracetamol ist oft die erste Wahl bei:
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- Leichtem bis mäßigem Fieber
- Leichten bis mäßigen Schmerzen, wie Kopfschmerzen oder Zahnschmerzen
- Patienten mit empfindlichem Magen oder Magenproblemen, da Paracetamol in der Regel magenverträglicher ist als Ibuprofen
- Bestimmten Vorerkrankungen, bei denen Ibuprofen kontraindiziert ist (siehe unten)
- In den ersten Schwangerschaftsdrittel (immer nach Rücksprache mit dem Arzt!)
Es ist wichtig zu beachten, dass Paracetamol in hohen Dosen leberschädigend sein kann. Die empfohlene Tageshöchstdosis sollte daher nicht überschritten werden. Achten Sie auch darauf, dass Paracetamol in vielen Erkältungs- und Grippemitteln enthalten ist. Eine zusätzliche Einnahme von Paracetamol könnte dann zu einer Überdosierung führen.
Wann ist Ibuprofen die bessere Wahl?
Ibuprofen kann besonders hilfreich sein bei:
- Fieber, das mit Entzündungen einhergeht (z.B. bei Halsentzündung oder Ohrenentzündung)
- Schmerzen, die durch Entzündungen verursacht werden (z.B. bei Gelenkschmerzen oder Muskelschmerzen)
- Menstruationsbeschwerden
Die entzündungshemmende Wirkung von Ibuprofen kann bei bestimmten Beschwerden einen Vorteil bieten. Allerdings ist Ibuprofen nicht für jeden geeignet. Es kann den Magen reizen und sollte nicht eingenommen werden bei:

- Bekannten Magen- oder Darmgeschwüren
- Bestimmten Herzerkrankungen
- Nierenerkrankungen
- Asthma (in einigen Fällen)
- Allergie gegen Ibuprofen oder andere NSAR
- Im letzten Schwangerschaftsdrittel
Kinder unter 6 Monaten sollten Ibuprofen nur nach ärztlicher Rücksprache erhalten.
Dosierung und Anwendung
Sowohl bei Paracetamol als auch bei Ibuprofen ist die richtige Dosierung entscheidend. Achten Sie genau auf die Angaben in der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Die Dosierung richtet sich nach dem Alter und dem Körpergewicht. Überdosierungen können schwerwiegende Folgen haben!
Wichtig: Die Medikamente sollten nicht länger als unbedingt nötig eingenommen werden. Wenn sich die Beschwerden nach einigen Tagen nicht bessern oder sogar schlimmer werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Nebenwirkungen
Wie alle Medikamente können auch Paracetamol und Ibuprofen Nebenwirkungen haben.
Paracetamol:
- Selten: Leberfunktionsstörungen (bei Überdosierung)
- Sehr selten: Allergische Reaktionen
Ibuprofen:

- Häufig: Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
- Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schwindel
- Selten: Magen- oder Darmgeschwüre, Magenblutungen
- Sehr selten: Nierenfunktionsstörungen, allergische Reaktionen
Sollten Sie ungewöhnliche Beschwerden nach der Einnahme von Paracetamol oder Ibuprofen feststellen, setzen Sie das Medikament ab und suchen Sie einen Arzt auf.
Zusammenfassend:
Die Wahl zwischen Ibuprofen und Paracetamol hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Art der Beschwerden (Schmerzen, Fieber, Entzündung)
- Vorerkrankungen
- Individuelle Verträglichkeit
- Alter des Patienten
Im Zweifelsfall ist es immer ratsam, einen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen. Besonders bei Kindern und während der Schwangerschaft sollten Sie nicht selbstständig Medikamente einnehmen.
Dieser Artikel dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen suchen Sie bitte einen Arzt auf.
