Barthes Tod Des Autors

Na, du Leseratte! Hast du schon mal von Barthes' "Tod des Autors" gehört? Klingt dramatisch, fast wie ein Tarantino-Film, oder? Aber keine Sorge, niemand wurde wirklich um die Ecke gebracht! Es geht vielmehr um eine revolutionäre Idee in der Literaturtheorie.
Stell dir vor, du liest ein Buch. Du fieberst mit, interpretierst, denkst dir deinen Teil. Aber was, wenn ich dir sage, dass all das, was der Autor eigentlich wollte, gar nicht so wichtig ist? Ja, genau das ist die Kernaussage! Verrückt, oder?
Was Barthes uns eigentlich sagen will
Roland Barthes, unser französischer Denkerheld, veröffentlichte seinen Essay "La mort de l'auteur" 1967. Und damit löste er einen kleinen philosophischen Knall aus. Im Grunde sagt er: Wenn ein Buch veröffentlicht ist, ist der Autor raus. Basta! Der Text lebt sein eigenes Leben und gehört dem Leser.
Must Read
Der Autor ist tot! (zumindest für die Interpretation). Das bedeutet nicht, dass wir ihn vergessen sollen. Aber seine Intention ist nicht das einzige Maß aller Dinge. Es geht nicht darum, was der Autor sich dabei gedacht hat, sondern darum, was du darin liest.
Denk mal drüber nach: Wie oft hast du ein Buch gelesen und etwas ganz anderes darin gesehen als dein bester Freund? Oder als das, was der Literaturkritiker in der Zeitung schreibt? Genau das ist der Punkt! Deine Interpretation ist genauso gültig.

Warum ist das wichtig?
Warum sollten wir uns überhaupt damit beschäftigen? Weil es uns die Freiheit gibt, Bücher wirklich zu genießen! Wir sind nicht länger Sklaven der Autorintention. Wir dürfen kreativ sein, eigene Gedanken entwickeln, uns inspirieren lassen.
Es befreit uns von dem Zwang, "richtig" zu liegen. Es gibt keine "richtige" Interpretation. (Okay, vielleicht sollte man nicht behaupten, "Krieg und Frieden" sei eine Kochbuch, aber du verstehst, was ich meine, oder?).

Barthes sagt im Grunde: Les doch einfach, was dich glücklich macht! Finde deine eigene Wahrheit im Text! Lass dich überraschen!
Ein kleines Beispiel, damit es klick macht
Nehmen wir mal "Rotkäppchen". Der Autor, also in diesem Fall die Gebrüder Grimm (oder wer auch immer das Märchen zuerst erzählt hat), hatten vielleicht die Intention, vor den Gefahren des Waldes zu warnen. Okay, logisch.
Aber du könntest "Rotkäppchen" auch als Geschichte über das Erwachsenwerden lesen. Oder als eine Parabel über die Unterdrückung der Frau. Oder als eine Kritik am Patriarchat. Oder... oder... oder! Die Möglichkeiten sind endlos!

Und genau das ist das Schöne daran! Du bist der König (oder die Königin) deiner Interpretation!
Also, was jetzt?
Lass dich nicht von komplizierten Literaturtheorien abschrecken! Barthes' "Tod des Autors" ist eigentlich eine Einladung. Eine Einladung, die Freude am Lesen neu zu entdecken. Eine Einladung, deiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

Also, schnapp dir dein Lieblingsbuch, vergiss alles, was du über den Autor gehört hast, und tauch ein! Lass dich treiben, finde deine eigene Bedeutung und hab Spaß dabei!
Und denk daran: Der Autor mag tot sein, aber die Literatur lebt – und du bist ein Teil davon!
Also, auf geht's ins Abenteuer Lesen! Ich bin gespannt, was du alles entdeckst!
