Bakterielle Infektion Scheide Mann Mitbehandeln

Erinnerst du dich an den Moment, als du das erste Mal von “Scheidenpilz” gehört hast? Ich schon. War ungefähr so peinlich wie der erste Pickel auf der Stirn. Aber hey, gehört dazu! Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal von einer Freundin, Schwester oder Kollegin von den Leiden einer vaginalen Infektion gehört? Oder vielleicht sogar selbst Bekanntschaft damit gemacht? Meistens, so scheint es, ist die Frau die Leidtragende. Aber was ist eigentlich mit dem armen Kerl an ihrer Seite? Muss der auch behandelt werden? Das ist die Frage, die uns heute beschäftigt.
Bakterielle Vaginose und der Mann – ein unterschätztes Duo?
Okay, wir reden hier nicht über den klassischen Scheidenpilz (der ist meistens durch Pilze verursacht), sondern über die bakterielle Vaginose, kurz BV. Und die ist – Achtung, Biologiestunde – eine Störung des natürlichen Gleichgewichts der Bakterien in der Vagina. Statt der “guten” Laktobazillen übernehmen “böse” Bakterien wie Gardnerella vaginalis das Kommando. Das Ergebnis? Jucken, Brennen, ein fischiger Geruch… igitt.
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Aber was hat das mit dem Mann zu tun? Gute Frage!
Die Übertragung: Ein Katz-und-Maus-Spiel der Bakterien

Also, die bakterielle Vaginose ist keine klassische Geschlechtskrankheit im Sinne von Tripper oder Chlamydien. Aber: Die Bakterien, die die BV verursachen, können durchaus beim Sex übertragen werden. Sprich: Der Mann kann Überträger sein, auch wenn er selbst keine Symptome hat. Denk mal drüber nach: Er ist quasi der Kurierdienst für die fiesen Bakterien.
Muss er mitbehandelt werden? Die Expertenmeinungen gehen auseinander…
Hier wird’s knifflig. Es gibt keine allgemeingültige Empfehlung, dass der Partner bei einer bakteriellen Vaginose der Frau automatisch mitbehandelt werden muss. Die meisten Ärzte sagen: Nur wenn der Mann auch Symptome hat (was selten der Fall ist), sollte er behandelt werden. Das können dann Juckreiz, Rötungen oder ein unangenehmer Geruch am Penis sein. Aber ganz ehrlich: Wer von uns Männern rennt schon wegen Juckreiz gleich zum Arzt? (Ich sage nicht, dass das gut ist, aber wir wissen ja, wie das so läuft…)

Warum die Mitbehandlung trotzdem sinnvoll sein kann
Trotzdem gibt es gute Argumente für eine Mitbehandlung:
- Ping-Pong-Effekt vermeiden: Wenn die Frau behandelt wird, aber der Mann die Bakterien weiterhin in sich trägt, kann es schnell zu einer erneuten Infektion kommen. Stell dir das vor wie ein nerviges Ping-Pong-Spiel: Du behandelst, er überträgt, du behandelst, er überträgt… Endless Loop!
- Schutz vor Komplikationen: Obwohl selten, können bakterielle Infektionen beim Mann zu Entzündungen der Harnröhre oder der Prostata führen. Also besser auf Nummer sicher gehen.
Was tun? Der pragmatische Ansatz

Mein Tipp: Redet miteinander! Sprich mit deinem Partner offen über die BV und ihre möglichen Auswirkungen. Sucht das Gespräch mit eurem Arzt oder eurer Ärztin. Gemeinsam könnt ihr entscheiden, ob eine Mitbehandlung sinnvoll ist. Und ganz wichtig: Benutzt Kondome! Das ist nicht nur bei BV eine gute Idee, sondern generell beim Sex mit wechselnden Partnern.
Die Behandlung: Was kommt auf ihn zu?
Wenn sich Mann dann doch zur Behandlung entschließt, ist das meistens unkompliziert. Oft reicht eine antibiotische Creme oder Salbe, die lokal aufgetragen wird. In manchen Fällen kann auch eine orale Antibiotikatherapie notwendig sein. Wichtig ist, dass er die Behandlung konsequent durchführt, auch wenn die Symptome schnell verschwinden. Sonst kommen die Bakterien schneller wieder als ihm lieb ist. Und ganz wichtig: Während der Behandlung ist Sex tabu – oder zumindest nur mit Kondom.

Fazit: Teamwork ist alles!
Eine bakterielle Vaginose ist zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen gut behandelbar. Wichtig ist, dass beide Partner offen miteinander kommunizieren und sich gegebenenfalls gemeinsam behandeln lassen. Dann steht einem unbeschwerten Sexleben nichts mehr im Wege. Und denk dran: Du bist nicht allein! Viele Frauen (und ihre Partner) haben schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Also, Kopf hoch und sprich darüber! Es gibt keinen Grund, sich zu schämen. Und hey, vielleicht lernst du ja auch noch was Neues über deinen eigenen Körper – und den deines Partners. Wer weiß?
Disclaimer: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte wende dich bei gesundheitlichen Problemen immer an einen Arzt oder Apotheker.
