Auswandern Nach Frankreich Was Ist Zu Beachten

Also, hört mal zu, Leute! Ihr träumt davon, Deutschland gegen Baguette und Rotwein einzutauschen? Von malerischen Dörfern, wo die Zeit langsamer tickt und der Käse umwerfend stinkt (im besten Sinne natürlich!)? Dann willkommen im Club! Aber bevor ihr eure Lederhosen gegen Ringelshirts tauscht, lasst uns mal ein bisschen schnacken, denn Auswandern nach Frankreich ist mehr als nur ein spontaner Trip zum Eiffelturm. Es ist... ein Abenteuer! Ein köstliches, manchmal chaotisches, aber definitiv unvergessliches Abenteuer.
Der Papierkram-Tango (und wie man ihn überlebt)
Okay, fangen wir mit dem unsexy Zeug an: Bürokratie. Ja, auch in Frankreich tanzen die Beamten gerne ihren ganz eigenen Tango. Lasst euch nicht entmutigen! Wichtig: Ihr braucht eine Aufenthaltsgenehmigung, es sei denn, ihr seid EU-Bürger. Klingt simpel, ist es aber nicht immer. Plant genügend Zeit ein und sammelt alle Dokumente, die ihr jemals besessen habt (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Beweise eurer Liebe zu Camembert... okay, vielleicht nicht das letzte).
Tipp vom Profi: Lernt die wichtigsten französischen Bürokratie-Vokabeln. Wörter wie "dossier" (Akte), "justificatif de domicile" (Wohnsitznachweis) und "démarches administratives" (Behördengänge) werden eure neuen besten Freunde (oder schlimmsten Feinde, je nachdem, wie der Tango läuft).
Must Read
Und noch was: Geduld! Die französischen Behörden haben es nicht so eilig. Stellt euch vor, ihr seid bei einer Weinprobe: Genießt den Moment, auch wenn er sich zieht. Und vergesst nicht zu lächeln! Ein charmantes "Bonjour Madame/Monsieur" kann Wunder wirken.
Où est la maison? (Die Wohnungssuche ist ein Spiel...)
Eine Wohnung zu finden, kann in Frankreich schon mal zu einem kleinen Hindernislauf werden. Besonders in Großstädten wie Paris oder Lyon ist der Wettbewerb hart. Vermieter lieben es, dicke Dossiers zu sehen. Je mehr Beweise ihr habt, dass ihr zuverlässig seid (Gehaltsnachweise, Bürgschaften, der Stammbaum eurer Urgroßeltern...), desto besser.

Wichtig: Achtet auf die kleinen Details! Ist die Wohnung gut isoliert? (Frankreich kann im Winter ganz schön kalt werden!). Funktioniert die Heizung? (Fragt nach!). Und ganz wichtig: Ist eine Bäckerei in der Nähe? (Das ist fast schon ein Menschenrecht in Frankreich!)
Und wenn ihr eine Wohnung gefunden habt: Feiert! Mit Baguette und Käse, versteht sich. Ihr habt es euch verdient!
Parlez-vous français? (Sprachkenntnisse sind Gold wert)
Okay, das ist keine Überraschung, aber es kann nicht oft genug gesagt werden: Französisch lernen! Klar, viele Franzosen sprechen Englisch, aber wenn ihr wirklich in die Kultur eintauchen wollt, kommt ihr um Französisch nicht herum.

Überraschende Tatsache: Französisch ist nicht so schwer, wie es klingt! Es gibt viele Online-Kurse, Apps und Sprachpartner. Und das Beste: Ihr könnt euer Französisch üben, indem ihr französische Filme schaut, französische Musik hört oder einfach mit dem Bäcker um die Ecke plaudert.
Und keine Angst vor Fehlern! Die Franzosen sind im Allgemeinen sehr geduldig mit Ausländern, die sich bemühen, ihre Sprache zu lernen. Sie finden es eher charmant als peinlich, wenn ihr "Je suis un croissant!" sagt, anstatt "Je voudrais un croissant!"
La vie est belle! (Das Leben genießen)
Wenn ihr den Papierkram-Tango hinter euch gebracht habt, eine Wohnung gefunden und eure ersten holprigen Französisch-Gespräche geführt habt, dann kommt der beste Teil: Das Leben genießen!

Erkundet eure neue Umgebung! Besucht die lokalen Märkte, probiert die regionalen Spezialitäten, macht einen Spaziergang durch die Weinberge. Und vor allem: Lasst euch auf die französische Lebensart ein.
Merke: Es ist okay, langsam zu leben. Es ist okay, stundenlang im Café zu sitzen und einfach nur Leute zu beobachten. Und es ist definitiv okay, jeden Tag Baguette zu essen. Denn, wie die Franzosen sagen: La vie est belle!
Kulturelle Stolpersteine (und wie man sie umgeht)
Auch wenn Frankreich wunderschön ist, gibt es ein paar kulturelle Unterschiede, die euch vielleicht überraschen. Zum Beispiel: Die Franzosen sind sehr formell. Man siezt sich im Allgemeinen, bis man sich besser kennt. Und Smalltalk ist nicht so verbreitet wie in Deutschland.

Achtung: Seid nicht überrascht, wenn die Kellner im Restaurant etwas... sagen wir mal... "distanziert" sind. Das ist nicht unhöflich gemeint, sondern einfach Teil der französischen Servicekultur.
Und noch ein Tipp: Beschwert euch nicht über das Essen! Die Franzosen sind sehr stolz auf ihre Küche. Wenn ihr etwas nicht mögt, sagt einfach "C'est pas trop mon truc." (Das ist nicht so mein Ding.) Das ist viel diplomatischer als "Das schmeckt ja widerlich!".
Also, packt eure Koffer, lernt ein paar französische Sätze und bereitet euch auf ein Abenteuer vor! Das Auswandern nach Frankreich ist vielleicht nicht immer einfach, aber es ist definitiv ein Erlebnis, das ihr nie vergessen werdet. Und wer weiß, vielleicht werdet ihr ja auch bald zum Baguette-süchtigen, Rotwein-liebenden, Käse-verehrenden Franzosen-Fan. À bientôt! (Bis bald!)
