Aus Der Neuen Welt Antonin Dvorak

Ach du lieber Augustin! Habt ihr schon mal Dvořáks "Aus der Neuen Welt" gehört? Nein? Dann lasst mal eure Polka-Musik kurz ruhen und spitzt die Ohren! Ich erzähl euch eine G'schicht', die ist so gut, die könnt' man glatt vertonen (vielleicht hat's ja auch schon jemand gemacht, wer weiß?).
Also, der Antonin Dvořák, unser tschechischer Musikheld, war so um 1892 in Amerika. Jawohl, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und des seltsamen Essens. Er war dort, um dem National Conservatory of Music in New York ein bisschen musikalischen Pep zu geben. Stellt euch das mal vor: Dvořák, der Mann der böhmischen Knödel, mitten in Manhattan! Wahrscheinlich hat er jeden Morgen Heimweh nach seiner Oma und einem ordentlichen Schweinsbraten gehabt.
Dvořák goes West(ern… eigentlich East, aber egal!)
Aber der Dvořák war ja kein Memme! Er hat sich gesagt: "Okay, Amerika, zeig was du kannst!" Und was hat er entdeckt? Nicht Gold, wie so manch anderer Glücksritter, sondern Musik! Er war total fasziniert von den Spirituals der Afroamerikaner und der Musik der indigenen Bevölkerung. Und hier kommt der Clou:
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Er hat sich NICHT einfach die Melodien geklaut und sie in seine Musik reingeknallt. Nein, nein! Das wäre ja langweilig. Er hat gesagt: "Ich will den Geist dieser Musik einfangen!" Also quasi die Seele der Spirituals und der indigenen Lieder in Notenform übersetzen. Klingt kompliziert? Ist es wahrscheinlich auch. Aber das Ergebnis… meine Damen und Herren, das ist pure Magie!
Und was hat er dann komponiert? Taaadaaa: Die Symphonie Nr. 9 in e-Moll, Op. 95, besser bekannt als "Aus der Neuen Welt". Ein Kracher! Ein Meisterwerk! Ein Ohrwurm deluxe! (Warnung: Kann zu spontanem Pfeifen in der U-Bahn führen. Keine Haftung für Bußgelder.)

Der Mythos der Neuen Welt
Jetzt kommt das Lustige: Jeder meint, die "Neue Welt" sei eine musikalische Hommage an Amerika. Aber Dvořák war da schlauer! Er hat gesagt: "Leute, beruhigt euch. Das ist zwar von Amerika inspiriert, aber eigentlich geht's um die Zukunft der amerikanischen Musik!" Also quasi ein Blick in die Glaskugel der musikalischen Innovation. Und da waren Spirituals und indigene Musik eben ein wichtiger Teil davon.
Und was noch lustiger ist: Viele Leute hören in der Symphonie indianische Motive raus. Dabei hat Dvořák höchstpersönlich gesagt, dass er KEINE indianischen Melodien verwendet hat. Die Melodien, die so "indianisch" klingen, hat er sich selbst ausgedacht! Der Mann war einfach ein Genie! Er konnte Musik schreiben, die klingt, als wäre sie schon immer da gewesen!

Manche behaupten sogar, die berühmte Melodie aus dem Largo (der langsame Satz) sei die Vorlage für das Lied "Goin' Home". Ob das stimmt? Keine Ahnung! Aber es ist eine schöne Geschichte, oder?
Und was lernen wir daraus?
Erstens: Dvořák war ein cooler Typ. Zweitens: "Aus der Neuen Welt" ist ein Hammerstück Musik, das man sich unbedingt mal anhören sollte (am besten mit Kopfhörern, damit die Nachbarn nicht denken, man sei verrückt). Und drittens: Manchmal ist die Wahrheit viel lustiger als die Legende.

Also, beim nächsten Mal, wenn ihr im Konzert seid und "Aus der Neuen Welt" erklingt, denkt an Dvořák, den tschechischen Knödelexperten in New York, der die amerikanische Musik revolutioniert hat, ohne es überhaupt zu wollen. Und prost! Auf die Musik und die verrückten Geschichten, die sie uns erzählt!
P.S. Wenn ihr noch mehr über Dvořák wissen wollt, googelt ihn einfach. Aber seid gewarnt: Es gibt so viele Bücher und Artikel über ihn, da könnt ihr euch tagelang einlesen! Aber hey, es ist ja Wochenende, oder?
P.P.S. Und falls ihr mal in Prag seid, besucht unbedingt das Dvořák-Museum. Da gibt's bestimmt noch mehr lustige Anekdoten zu entdecken!
