Auf Die Hohe Kante Legen

Die Redewendung "Auf die hohe Kante legen" ist ein fester Bestandteil des deutschen Sprachgebrauchs, wenn es um das Sparen von Geld geht. Doch was bedeutet dieser Ausdruck eigentlich genau, woher kommt er und wie kann man ihn im modernen Kontext verstehen?
Was bedeutet "Auf die hohe Kante legen"?
Im Kern beschreibt die Redewendung, dass man Geld spart, anspart oder zurücklegt, um es für zukünftige Zwecke zu verwenden. Es geht darum, eine finanzielle Reserve zu bilden, auf die man in Notfällen, für größere Anschaffungen oder einfach für die Altersvorsorge zurückgreifen kann. Der Fokus liegt auf dem bewussten Verzicht auf Konsum im Hier und Jetzt, um langfristig finanziell abgesichert zu sein.
Es ist wichtig zu verstehen, dass "auf die hohe Kante legen" nicht zwangsläufig bedeutet, das Geld unter dem Kopfkissen zu verstecken. Vielmehr impliziert es eine vernünftige und geplante Art des Sparens, die oft mit einer gewissen Weitsicht verbunden ist. Es kann bedeuten, dass man das Geld auf einem Sparkonto, einem Tagesgeldkonto oder sogar in Wertpapieren anlegt.
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Woher kommt die Redewendung?
Die Herkunft der Redewendung ist nicht eindeutig belegt, aber es gibt einige plausible Erklärungen. Eine Theorie besagt, dass die "hohe Kante" sich auf den Rand eines alten Kleiderschranks oder einer Truhe bezieht. In früheren Zeiten bewahrten die Menschen ihre Wertsachen, darunter auch Geld, oft in solchen Möbelstücken auf. Der Rand bot einen sicheren Ort, um das Geld vor Dieben zu verstecken, da er schwerer zugänglich war als der Innenraum.
Eine andere Erklärung verweist auf die Dachsparren (die "hohe Kante" des Daches), wo ebenfalls Wertsachen versteckt wurden, um sie vor Feuer oder Diebstahl zu schützen. Egal welche Erklärung zutrifft, das Bild der "hohen Kante" vermittelt den Eindruck eines sicheren und schwer zugänglichen Ortes, an dem man seine Ersparnisse verwahren kann.

"Auf die hohe Kante legen" im modernen Kontext
Auch in der heutigen Zeit hat die Redewendung nichts von ihrer Bedeutung verloren. Im Gegenteil, in einer Zeit, in der finanzielle Unsicherheit und Altersarmut immer größere Themen werden, ist es wichtiger denn je, "auf die hohe Kante zu legen".
Allerdings hat sich die Art und Weise, wie wir sparen, im Laufe der Zeit verändert. Statt das Geld in einem Kleiderschrank zu verstecken, haben wir heute eine Vielzahl von Möglichkeiten, unser Geld anzulegen und zu vermehren. Dazu gehören:

- Sparkonten und Tagesgeldkonten: Diese bieten eine sichere und leicht zugängliche Möglichkeit, Geld anzusparen.
- Festgeldkonten: Hier wird das Geld für einen bestimmten Zeitraum angelegt und bietet in der Regel höhere Zinsen als Sparkonten.
- Aktien und Fonds: Diese bieten die Möglichkeit, höhere Renditen zu erzielen, sind aber auch mit höheren Risiken verbunden.
- Immobilien: Eine Investition in Immobilien kann eine langfristige und wertstabile Anlage sein.
Die Wahl der richtigen Sparform hängt von den individuellen Bedürfnissen, Zielen und Risikobereitschaft ab. Wichtig ist jedoch, dass man sich frühzeitig mit dem Thema Sparen auseinandersetzt und einen Plan entwickelt, wie man "auf die hohe Kante legen" kann.
Warum ist es wichtig, "auf die hohe Kante zu legen"?
Es gibt viele gute Gründe, warum es wichtig ist, zu sparen:
- Finanzielle Sicherheit: Ein Notgroschen kann helfen, unerwartete Ausgaben wie Reparaturen, Arztrechnungen oder Jobverlust zu bewältigen.
- Erfüllung von Wünschen: Durch Sparen kann man sich langfristige Wünsche wie ein neues Auto, eine Reise oder eine Immobilie erfüllen.
- Altersvorsorge: Die gesetzliche Rente reicht oft nicht aus, um den Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten. Daher ist es wichtig, zusätzlich privat vorzusorgen.
- Unabhängigkeit: Wer finanziell unabhängig ist, hat mehr Freiheit und kann sein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten.
Fazit: "Auf die hohe Kante legen" ist mehr als nur eine Redewendung. Es ist ein Prinzip, das uns daran erinnert, verantwortungsbewusst mit unserem Geld umzugehen und für die Zukunft vorzusorgen. Egal ob man das Geld im Kleiderschrank versteckt oder in Aktien investiert, das Ziel ist immer dasselbe: eine solide finanzielle Basis zu schaffen, auf die man sich verlassen kann.
